Canada All-in-Paket in Kanada

"Das beste Gefühl, dass mich begleitet hat, war FREIHEIT"

  • Work & Travel
  • Kanada
  • 12 Monate

Erfahrungsbericht von (19 Jahre)

18.07.2013

Vada schrieb:

"Vor meinem Abflug war ich ein totales Nervenbündel. So viele Fragen sind durch meinen Kopf gegangen: Wie wird es dort sein? Werde ich schnell Freunde finden? Was tun, wenn ich keine Arbeit oder keine Wohnung finde? usw. Doch ich bin so froh, dass ich den entscheidenden Schritt ins Flugzeug gewagt habe!

Als ich in Kanada ankam, war ich erst mal positiv überrascht. Es ist gar nicht so kalt in Kanada wie ich immer dachte. Es hatte mindestens 25 Grad an meinem ersten Tag und die Sonne schien. Das Klischee, dass Kanadier so nett sind, hat sich eindeutig bestätigt. An meinem ersten Tag stand ich etwas verloren in der großen Stadt, aber es kamen sofort hilfsbereite Menschen, die mir dann geholfen haben das Büro der Partnerorganisation zu finden.

Die Stadt Vancouver ist wunderschön. Auf der einen Seite hat man das Großstadtleben und auf der anderen Seite kann man in der schönen Natur wandern und spazieren gehen. Eine Arbeit zu finden ging auch recht schnell bei mir und ich hab sogar meinen "Traumjob" bekommen: als Bedienung in einem Restaurant. Nur brauchte man dafür erst mal ein Serving-it-Right-Certification und ich musste mich als Hostess hocharbeiten. Doch Arbeiten in einem Restaurant gab mir die Möglichkeit viele nette Leute kennen zu lernen und gleichzeitig die typischen Speisen Kanadas zu kosten. (Pancakes with marple syrup - yuuuuuuuuumm) 

Meine Zeit dort drüben war einfach Hammer und ging deshalb viel zu schnell vorbei! Ich habe mir in der Stadt Vancouver eine kleine Homebase aufgebaut, zu der ich während meinen Reisen immer wieder zurückgekommen bin. Dort hatte ich meine Freunde gefunden (mit denen ich immer noch viel Kontakt habe) und ein Restaurantunternehmen, bei dem ich sogar eine Karriere hätte starten können.

Aber das beste Gefühl, dass mich das ganze Jahr über begleitet hat, war FREIHEIT. Auf einmal schien Kanada gar nicht mehr so groß, da ich überall hinreisen konnte, wohin ich wollte. Das habe ich dann auch getan :)

Mein Tagesablauf war unter der Woche recht locker. Ich konnte ausschlafen, habe mir ein leckeres, kanadisches Frühstück mit Eiern gemacht und bin dann immer los, um die Stadt und Umgebung zu erkunden. Es gibt einfach so viel zu entdecken.

Am Wochenende sah es für mich jedoch ein bisschen anders aus, denn da hieß es nur arbeiten, arbeiten, arbeiten. Die meisten Leute gehen eben an einem Wochenende essen und da man in Vancouver mindestens zwei Jobs braucht, um zu überleben, musste ich bei beiden Restaurants immer am Wochenende arbeiten. Das konnte dann schon sehr stressig werden. Der Tag fing um 7 Uhr morgens in einem Frühstücksbuffet an und endete um Mitternacht in einer Cocktailbar. Danach war ich immer fix und fertig und froh wenn ich zu Hause war. Manchmal bin ich allerdings danach noch weggegangen, denn das Nachtleben wollte ich natürlich auch nicht wegen meiner Jobs verpassen.

Auch das Pink Konzert und die Grous Mountain Challenge wollte ich nicht versäumen. Da konnte es schon manchmal passieren, dass ich an meine Grenzen kam, aber nach dem Wochenende hatte ich dann wieder 4 Tage Zeit mich zu erholen :)

Während meiner Arbeit kam ich immer mit sehr vielen Menschen in Kontakt, was mir gefallen hat. Dadurch konnte ich viel über Kanadier lernen. Auch habe ich gelernt, dass es nicht schlimm ist Fehler zu machen, sondern dass das ganz normal ist.

Ich durfte in viele verschiedene Berufsbranchen reinschnuppern und den amerikanischen bzw. kanadischen Traum erleben: Von der Bedienung zum Model. Mit einer kleinen Werbekampagne, die von meinem damaligen Boss ausging, fing alles an. Nun laufe ich auf der Vancouver Fashion Show mit und bin bei der internationalen Modelagentur John Casablanca. Das Modeln war für mich während meines Aufenthalts die schönste Erfahrung. Ein Traum wurde für mich wahr!

Besonders gut war, dass Mitarbeiter Vorort da waren um den Neuankömmlingen zu helfen. Ohne sie hätte ich es wahrscheinlich nur sehr schwer geschafft, mir einen geeigneten Telefonvertrag zu holen oder mir an der richtigen Bank ein Konto anzulegen.

An solche Sachen denkt man vor der Reise gar nicht, daher ist es sehr gut jemanden zu haben. Die Betreuung Vorort war wirklich sehr gut. Als ich durch das Land gereist bin, habe ich zum Beispiel eine Email bekommen, dass ein Brief im Büro für mich angekommen wäre. Da ich jedoch zu weit weg war, haben sie ihn für mich eingescannt und per Email an mich geschickt. Damit hätte ich nicht gerechnet. Die Mitarbeiter waren sehr lieb und hilfsbereit. Ich konnte immer zu ihnen kommen, wenn ich Hilfe brauchte! "Thumbs up".

Die Mitarbeiter in  Deutschland waren auch sehr hilfreich, da ich zum Beispiel meinen Flug verschieben musste, da ich länger in dem schönen Land bleiben wollte. Es hat keinen Tag gedauert bis ich die nötigen Informationen dafür hatte. War einfach eine sehr gute Zusammenarbeit!

Fazit:
Der Auslandsaufenthalt war eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe! Ich würde es auch jedem empfehlen so etwas zu machen. Man lernt so viel über das Land, die Kultur und über die Menschen. Aber auch sehr viel über sich selbst und wie weit man gehen kann und wo die eigenen Grenzen sind. Es war ein Wahnsinnserlebnis, dass ich nie vergessen werde!

Tipps:
Egal wie nervös du bist und wie viele Zweifel du hast, wage diesen Schritt. Obwohl der Schritt ins Flugzeug nur ein kleiner ist, ist er für die Persönlichkeit ein riesiger."

 

Erfahre mehr über das Projekt, das Vada M. so begeistert hat: Canada All-in-Paket in Kanada