Teilnehmerin genießt die Landschaft beim Work and Travel in Australien

Work and Travel für Ältere

Der Grundgedanke von Work and Travel ist es, jungen Menschen die Chance zu geben, ihren Horizont zu erweitern und interkulturelle Erfahrungen zu sammeln. Doch auch für über 30-Jährige ist das Programm noch sehr reizvoll, da es dir die einmalige Chance bietet, legal in einem anderen Land zu arbeiten und so das Geld zum Leben und Reisen selbst zu verdienen. 

Hier erfährst du mehr über Work-and-Travel-Programme ab 30 und wie du das Beste aus deinem Auslandsaufenthalt machst!

Vorteile eines Work-and-Travel-Programmes ab 30:

  • Du bekommst ohne großen Aufwand ein unbeschränktes Arbeitsvisum für ein anderes Land.
  • Es bietet dir die Möglichkeit, noch einmal längerfristig ins Ausland zu gehen ohne eine natürliche Lücke, wie zum Beispiel zwischen Schule und Studium, ausnutzen zu müssen.
  • Du hast sehr wahrscheinlich schon Arbeitserfahrung gesammelt und bildest dich im Ausland weiter.
  • Du warst eventuell schon einmal länger im Ausland oder auf Reisen und hast eine ungefähre Ahnung, was dich erwartet.
  • Du gönnst dir nochmal eine Auszeit und konzentrierst dich auf deine persönliche Weiterentwicklung.
  • Du befindest dich in einer besseren finanziellen Ausgangssituation als noch mit 18.
  • Du hast eine Ahnung, welchen Zweck du mit dem Aufenthalt verfolgst und wie du dorthin kommst.
Kängurus am Strand in Australien bei Sonnenuntergang

Voraussetzungen für ein Work and Travel ab 30 Jahren:

Zusätzlich zu den allgemeinen Voraussetzungen für dein Work and Travel, musst du beachten, dass das Working Holiday Visum jedes Landes an eine bestimmte Altersspanne gekoppelt ist.

Australien: 18 - 30 Jahre
Neuseeland: 18 - 30 Jahre*
Kanada: 18 - 35 Jahre

Dies bedeutet im Fall von Australien und Neuseeland, dass du bis einen Tag vor deinem 31. Geburtstag dein Visum erhalten haben musst. Für Kanada musst du bis einen Tag vor deinem 36. Geburtstag ausgelost werden sein. Du hast in allen drei Ländern dann ingesamt ein Jahr Zeit um einzureisen. Das heißt, du kannst deine Ausreise nochmal etwas hinauszögern. 

Beachte allerdings, dass sich die möglichen Verlängerungen in Australien (Second Year Working Holiday Worker Visa) und in Kanada (Young Professionals) auch auf diese Altersspanne beziehen.

* Ausnahme: In Neuseeland besteht die Besonderheit, dass du mit Praktikawelten dein Working Holiday Visum ein zweites Mal beantragst und dabei zwischen 30 und 35 Jahre alt bist! Mehr Informationen dazu findest du hier: Sondervisum Neuseeland

Eine weitere Ausnahme für Australien ist, dass du hier nur bis zu sechs Monate bei einem Arbeitgeber bleiben darfst. Wenn du also vorhast, einen längerfristigen Job anzunehmen, solltest du Neuseeland oder Kanada in Erwägung ziehen.

Work and Travel mit Kind?

Eine Voraussetzung deines Working Holiday Visums ist es, dass du mit keinem sorgepflichtigen Kind einreist. Um dies teilweise zu umgehen, besteht immer noch die Option, dass du oder dein Partner mit einem Touristenvisum einreisen und das Kind mitnehmen. Allerdings darf derjenige, der nur ein Touristenvisum besitzt, nicht offiziell arbeiten. Eine Ausnahme stellt dabei der Farmstay dar - solange dies im vornherein mit den Farmbesitzern abgeklärt ist. 

Zwei Teilnehmer packen nach der Weinlese die Trauben in die Presse
Neuseeland Backpacker am Strand
Eine junge Frau bei der Weinlese

Unsere Tipps für einen erfolgreichen Work-and-Travel-Aufenthalt

Erwartungen herunterschrauben und Geduld mitbringen

 Sei dir bewusst, dass es in deinem Work-and-Travel-Land möglicherweise nicht alles so reibungslos laufen wird, wie du es gerne hättest. Wenn du deine Erwartungen, vor allem an deinen neuen Lebensstandard, niedrig hältst und Erlebnisse auch mal mit Humor nimmst, wirst du dich sicherlich schnell eingewöhnen. 

Einen flexiblen Plan schmieden

 Das schöne am Work and Travel ist doch, dass du so flexibel bist, wie du möchtest, da dir alle Möglichkeiten offenstehen. Gerade, wenn du aber doch ein paar Vorstellungen an das Leben vor Ort hast, solltest du im Vornherein überlegen, was das Ziel deines Aufenthaltes ist. Möchtest du dir an einem festen Standort ein Leben aufbauen mit einem fixen Job und einer langfristigen Wohngelegenheit? Oder doch lieber eine kleine Auszeit gönnen und das Land bereisen? Natürlich ist auch immer eine Kombination aus beidem denkbar.

Mit dem Arbeitgeber sprechen

Wenn du vor deiner Abreise einen festen Job hast, lohnt es sich auf jeden Fall mit deinem Arbeitgeber zu sprechen bevor du kündigst. Eventuell bietet dieser an, dass du aus deinem Aufenthalt ein Sabbatical machst. Weiterhin kannst du als Freelancer arbeiten oder Homeoffice machen (auch wenn dein Zuhause dann nicht im selben Land ist), solange deine Anwesenheit im Büro nicht unbedingt nötig ist.

Klein anfangen und hocharbeiten

Auch wenn du Zuhause bereits Arbeitserfahrung gesammelt hast, so ist es eher wahrscheinlich, dass du nicht auf demselben Level bei deiner Arbeitsstelle in deinem Work-and-Travel-Land anfangen wirst. In den typischen Backpacker-Ländern Australien, Kanada und Neuseeland, ist es aber durchaus üblich, sich mit etwas Fleiß in kurzer Zeit hochzuarbeiten. Selbst bei Anstellungen auf Zeit, hast du oft die Chance, nach Ablauf des ersten Vertrags, weiterhin angestellt zu bleiben. Auch hier gilt: Die Ärmel hochkrempeln, anpacken und etwas Geduld mitbringen!

Gleichgesinnte suchen

Auch wenn Work and Travel als ein Programm für junge Backpacker bekannt ist, so wirst du auch andere Expats in deinem Alter finden, wenn du Initiative zeigst und offen bleibst. Lade dir Apps wie zum Beispiel Meetup oder Couchsurfing auf dein Handy, um dort an Treffen teilzunehmen - sei es, gemeinsam die Stadt erkunden, einen Kinofilm anschauen oder neue Restaurants testen.

Ein Plätzchen zum Wohlfühlen finden

Ab einem gewissen Alter, werden ein Rückzugsort und die eigenen vier Wände wichtiger im Leben. Wenn du diesen Luxus während deines Work-and-Travel-Programms nicht aufgeben möchtest, raten wir dir, dass du dir für einen längerfristigen Aufenthalt an einem Ort ein Apartment mietest. Günstigere Alternativen mit Anschluss an Einheimische sind Gastfamilien und Airbnbs. Aber auch Jugendherbergen haben ihre Vorteile, wenn du Party-Hostels vermeidest und zum Beispiel ein privates Zimmer buchst.

Alle Ressourcen nutzen

Auch wenn dir als Work and Traveller in erster Linie eher Aushilfs- und Gelegenheitsjobs angeboten werden, denke daran alle hilfreichen Tipps und Tricks von unserem Team vor Ort mitzunehmen! Vor allem ein lückenloser Lebenslauf, der an die Vorgaben des jeweiligen Landes angepasst ist, ist eine wichtige Voraussetzung, um einen der begehrten Jobs zu ergattern. 

Welche Jobs erwarten dich als Work-and-Traveller über 30?

Heutzutage sind die typischen Work-and-Travel-Länder wie Australien, Neuseeland und Kanada bereits sehr an den schier endlosen Strom an Backpackern angepasst, die vor allem Aushilfs- und Gelegenheitsjobs suchen. Der Vorteil hier ist, dass keine große Arbeitserfahrung verlangt wird und die Arbeiten oftmals auch schon ab mehreren Tagen oder Wochen möglich sind. Klassische Jobbeispiele sind Aushilfen in Läden wie Bäckereien oder auch Modegeschäften, Erntehelfer auf Farmen und Angestellte in Hotels, Bars oder Restaurants.

Als Work and Traveller über 30 kommt es natürlich auf deine ganz individuelle Arbeitserfahrung an, die du mit ins Land bringst und auch darauf, welche Vorstellungen du hast. Wenn du bereits in einem Büro gearbeitet hast, denn bewirb dich zum Beispiel auf Assistenzstellen. Gerade internationale Unternehmen, wie Sprachschulen oder Colleges, suchen oftmals Angestellte mit vielseitiger internationaler Erfahrung. Im Kundenservice gibt es auch immer wieder Stellen zu vergeben, die Deutsch als Muttersprache verlangen. Gerade auch im IT-Bereich sind viele Firmen offen für qualifizierte Bewerber aus Ländern, die für eine gute Ausbildung stehen.

Unser Tipp: Lass dich nicht von Stellenausschreibungen abschrecken, die eine lange Liste von Qualifikationen und Fähigkeiten verlangen. Dies ist, wie auch in Deutschland, nur eine hochgegriffene Charakterisierung des idealen Bewerbers, der meist nicht existiert. Besonders in englischsprachigen Ländern ist es üblich, dass Arbeitgeber einen motivierten Quereinsteiger bevorzugen, der glaubhaft herüberbringt, der Herausforderung gewachsen zu sein.

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