Social Travel

Ideal für Reisende mit kleinem Geldbeutel und großer Kontaktfreude

Keine Frage: Das Internet hat uns weltweit einige Dinge beschert, die ohne die Digitalisierung unseres Alltagslebens kaum oder gar nicht denkbar gewesen wäre. Ein Beispiel: Social Travelling. Dieser Reisetrend begeistert alle, die gerne reisen, ihren Geldbeutel schonen und gleichzeitig neue Leute kennen lernen wollen. Ideal also auch für den klassischen Work-and-Traveller!

Wie Social Travel funktioniert, welche Spielarten es gibt und welche Vorteile es hat, verrät dir Praktikawelten!
 

Was ist Social Travel eigentlich?

Social Travel bedeutet, dass du bestimmte Aspekte einer Reise dank Internet weltweit über den Kontakt zu anderen Privatpersonen abdecken kannst. Die wohl verbreitetste Spielart ist das sogenannte „Couchsurfing“, bei dem du bei anderen übernachten kannst – für kleines Geld und manchmal sogar kostenlos.

Aber auch den Weg von A nach B kannst du dir via Social Trading „versüßen“ – entweder, in dem du eine preiswerte Mitreisegelegenheit ergatterst – oder dich für bestimmte Reiseabschnitte per Zug oder Flugzeug mit anderen zusammenfindest, die auf dem gleichen Weg unterwegs sind.

Warum macht Social Travelling Spaß?

Die Motive fürs Social Travelling sind ganz unterschiedlich, zwei stehen dabei besonders im Vordergrund:

Für viele ist es einerseits die satte Preisersparnis, die sie gerade in Großstädten nach Alternativen zu teuren Hotelübernachtungen suchen lässt; für Gastgeber wiederum sind die Couchsurfer eine gute Möglichkeit, Teile ihrer Mietkosten „reinzuholen“.

Der Spaßfaktor ist allerdings auch nicht zu unterschätzen: Denn für kontaktfreudige und gastfreundliche Naturen ist Social Travel der perfekte Weg, neue Leute aus aller Welt kennen zu lernen.

Teilnehmerinnen Portrait

Welche Unterkunftsmöglichkeiten gibt es beim Social Travelling – und welche Vorteile haben sie?

Auf Reisen machen die Übernachtungskosten meist einen wirklich bedeutenden Kostenfaktor aus. Wer sich teure Hotelübernachtungen nicht leisten kann oder will, sich in Hostels jedoch nicht wohlfühlt, der schätzt die private Atmosphäre von Wohnungsübernachtungen ebenso wie die Aussicht, dabei auch noch Geld zu sparen. Dabei kann man je nach individuellen Vorlieben zwischen drei Arten der Unterbringung unterscheiden:

Man ist Gast des Wohnungsinhabers und lebt mit ihm gemeinsam in seiner Wohnung – also zum Beispiel in seinem Gästezimmer oder der Schlafcouch in seinem Arbeitszimmer. Dabei lernt man in der Regel den/die Gastgeber und deren Lebensweise kennen, kann sich austauschen über die Lebensweise vor Ort und bekommt gute Tipps des „locals“, die einem helfen, sich in der fremden Stadt zurechtzufinden.

Man sichert sich einen Platz in einer Wohnung, die man mit anderen Couchsurfern teilt. Statt näheren Kontakt mit dem Gastgeber zu haben, lernt man hier andere „Durchreisende“ aus unterschiedlichen Teilen der Welt kennen – sozusagen eine „Multikulti-WG auf Zeit“. Auch hierbei ergeben sich oft interessante Kontakte, die über die Zeit des Zusammenwohnens hinaus halten.

Man mietet eine Privatunterkunft für sich alleine. Auch diese Variante ist möglich, z.B. wenn der Gastgeber selbst gerade auf Reisen ist und seine Wohnung in dieser Zeit vermietet. Der Preisvorteil gegenüber Hotels bleibt ebenso wie das Leben in einer privaten Umgebung bestehen, der „social“ Aspekt dagegen ist nicht vorhanden – dafür hat man viel Privatsphäre.

Welche Art des Wohnens auf Reisen dir am besten gefällt, ist letztlich eine ganz private Entscheidung, die von verschiedenen Faktoren abhängig ist, zum Beispiel:

  • Wie lange ist dein geplanter Aufenthalt?
  • Reist du alleine oder z.B. gemeinsam mit einem Freund/einer Freundin?
  • Wieviel Geld steht dir zur Verfügung für Übernachtungen?
  • Wie kontaktfreudig bist du?

Wie organisiere ich mein Social Travelling?

Deine erste Anlaufstelle als zukünftiger Couchsurfer: ganz klar das Internet. Mittlerweile gibt es weltweite Anbieter wie airbnb mit Millionen von Angeboten in jedem Winkel der Welt, einem entsprechenden Bewertungssystem anderer Social Traveller, die die Unterkünfte bewerten, die sie schon genutzt haben und – superpraktisch für unterwegs! – ausgereiften Apps mit allen Funktionalitäten, die du brauchst, um auch unterwegs das Angebot voll zu nutzen.

Darüber hinaus gibt es gerade in Großstädten auch in der Regel lokale Anbieter, bei denen man dann entsprechend nur Unterkünfte in New York, Toronto oder Sydney finden kann. Es gilt also: „Google is your friend“!

Wer seinen Working Holiday mit einer Organisation durchzieht, sollte sich auch dort direkt erkundigen. Oft verfügen sie selbst über eine entsprechende Datenbank und Kontakte zu potenziellen Gastgebern oder wissen genau, auf welchen lokalen Webseiten man fündig werden kann. Arbeitet man im Rahmen seines Working Holiday zum Beispiel auf einer Farm, kann man dort in der Regel auch übernachten – ein Arbeitsplatz auf Zeit mit „eingebautem Couchsurfing“ also, wie praktisch…!

Auch das Suchen und Finden von Reisepartnern, mit denen gemeinsam man gemeinsam unterwegs sein kann, organisiert man am besten über entsprechend spezialisierte Seiten. Sucht man einfach einen Reisebuddy, weil man sich sonst auf dem Flug von Frankfurt nach Toronto nur langweilen würde, kann man sich auch in entsprechenden Gruppen zum Beispiel bei Facebook umsehen. Da hier zwischen den Reisepartner sozusagen kein Vertrag besteht, kann man für einen netten Kontakt auch auf die Rechtsicherheit spezieller Anbieter verzichten.
 

Junge Work and Traveller sitzen auf einem Baumstamm an der Küste von Victoria
Teilnehmer beim Essen

Wann sollte ich mit der Suche beginnen?

Hier gilt: Sobald du sicher weißt, wann du wo sein willst, solltest du keine Zeit verlieren. Denn gerade die guten Unterkünfte mit Topbewertungen sind schnell wieder vom Markt – und kommt an deinem Zielort vielleicht noch eine große Messe oder ein anderes Event hinzu, sind Übernachtungsmöglichkeiten schnell Mangelware.

Muss ich auch selbst meine Wohnung im Tausch anbieten – und was gilt es zu beachten, wenn ich meine eigene Wohnung anbiete?

Natürlich gibt es auch echte Tauschbörsen, bei denen Familien zum Beispiel für ihre Urlaube ihre Häuser tauschen. Grundsätzlich musst du als Couchsurfer aber nicht deine eigene Wohnung in die Waagschale schmeißen.

Solltest du das aber wollen, musst du zwei Aspekte beachten:

  • Grundsätzlich ist die Erlaubnis deines Vermieters dazu nötig und
  • fließt Geld, also wirst du für deine Rolle als Gastgeber bezahlt, dann musst du deine Einnahmen beim Finanzamt angeben. Dazu kann auch eine entsprechende Gewerbeanmeldung notwendig sein, denn sonst handelt es sich um so genannte „Schwarz-Hotellerie“ – und die ist genau so illegal, wie das Wort klingt!

Welche Tipps zur Sicherheit gibt es?

In Sachen Sicherheit sind vor allem zwei Aspekte besonders wichtig:

  • Wie schütze ich mich vor Betrug?

    Natürlich gibt es wie überall sonst auch im Social Trading schwarze Schafe: Unterkünfte sind nicht wie angegeben oder sie sind gar Fake-Angebote. Hat man bereits vorher Geld hinterlegt, ist nicht nur das weg: Wer schonmal abends in einer fremden Stadt festgestellt hat, dass seine Unterkunft nicht zur Verfügung steht, hat eine unangenehmen Reiseerinnerung fürs Leben gemacht.

    Deswegen achte bei der Auswahl der Unterkunft auf die Bewertung anderer. Und beim Kontakt mit dem Gastgeber gilt: Wenn er vage bleibt, dir irgendetwas an der Kommunikation mit ihm „spanisch“ vorkommt, dann lieber Finger weg von seinem Angebot.
     

  • Wie schütze ich mich vor unangenehmen Begegnungen?

    Gerade für (junge) Frauen gilt: Angebote von weiblichen Gastgebern bevorzugen oder nicht alleine „einziehen“. Wer eine Freundin oder einen Freund bei sich hat, lebt sicherer.

    Auch zur eigenen Sicherheit raten wir, die Adresse des Gastgebers bei seiner Familie oder Freunden zu hinterlegen. Es ist gut, wenn immer jemand, dem man vertraut, weiß wo man ist!
     

Niko und zwei andere Work and Traveller mit einer Neuseeland-Flagge am Strand
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