Schüleraustausch Classic in USA
Die Hüte werden bei der Graduation in die Luft geworfen

"Ich habe in der Zeit so viel erlebt und konnte so viele tolle Erfahrungen sammeln. "

  • High School
  • USA
  • 1 Jahr

Erfahrungsbericht von

24.06.2016

Sandra schrieb:

"Ich war gerade mal 15 Jahre alt und in der 9. Klasse Realschule, als ich auf die Idee kam ein Jahr in einer High School in einem anderen Land zu verbringen. Ich war sofort Feuer und Flamme und habe mir sämtliche Broschüren von verschiedensten Organisationen zu schicken lassen.

Meine Eltern nahmen mich anfangs nicht so richtig ernst, aber als ich dann mit den ersten Terminen zu Informationsveranstaltungen kam, wurde ihnen wohl klar, dass ich das wirklich machen wollte. :)

Die Vorbereitungen liefen gut, ich hatte schnell eine Gastfamilie und auch das Abflugsdatum stand bald fest. Es wurde also so richtig ernst! Natürlich hat man da manchmal gemischte Gefühlte. Man freut sich natürlich auf sein erstes richtig großes Abenteuer. Allerdings ist es auch ganz normal, dass einem hin und wieder auch etwas mulmig zumute wird. Nun ja, es gab jedenfalls kein Zurück mehr… und das ist auch gut so, denn sonst hätte ich das aufregendste Jahr meines Lebens verpasst!

Der Abschied von meiner Familie in Deutschland war natürlich nicht so schön. Aber der Empfang in Denver, der „Milde High City“, von meiner „neuen“ Familie war umso besser. :) Alle haben schon auf mich gewartet und sich gefreut mich zu sehen.

Ich wurde sofort in die Familie aufgenommen und besonders Cindy und Royce haben sich sehr fürsorglich um mich gekümmert. Sie haben ständig gefragt ob es mir gut geht und ob ich alles habe was ich brauche. Wir haben gemeinsam eine tolle Zeit verbracht! Wir waren zusammen in den Rocky Mountains campen, haben viele Wochenenden in den Bergen im Ferienhaus verbracht und mit meiner Hostmom Cindy war ich sogar ein Wochenende in Los Angeles, wo wir Verwandte besucht haben. Leider hat meine Gastfamilie irgendwann finanzielle Probleme bekommen und da ich in dieser Hinsicht eine zusätzliche Belastung für die Familie war, beschloss ich nach etwa sechs Monaten, zu meiner Betreuerin zu ziehen. Wir gingen im Guten auseinander und bei meiner neuen Gastfamilie hat es mir auch sehr gut gefallen, also alles kein Problem. :)

Mein Schulalltag hat mir besonders gut gefallen! Jeden Morgen wurde ich von meiner Freundin McKenzie abgeholt und wir fuhren zusammen zur Ponderosa High School. Meine Fächer waren unter anderem Team Sports, Photography, US Government, Global Literature, Technical Theatre, Child Psychology und Anatomy. Das Schuljahr war in zwei Semester aufgeteilt und in jedem Semester konnte man 7 Fächer auswählen. Ein paar Fächer habe ich auch über beide Semester belegt, weil sie mir so viel Spaß gemacht haben. :) Wir hatten jeden Tag alle Fächer und mittags eine Freistunde, in der ich mich mit meinen Freunden zum Mittagsessen in der Cafeteria getroffen habe. Es war wirklich wie in den Filmen. :) Mit den Schließfächern und der Mensa, in der sich die Gruppen gebildet haben. Die Footballspieler und die Cheerleader, die Bücherwürmer, die Theaterfreunde und so weiter. Irgendwie eine ganz andere Welt, aber eine aufregende, faszinierende und tolle Welt!

Im zweiten Halbjahr war ich zusätzlich zum Unterricht in der Basketballmannschaft. Wir hatten jeden Tag nach der Schule noch zwei Stunden Training. Das war manchmal richtig anstrengend, weil wir ja auch noch Hausaufgaben zu erledigen hatten, aber es hat riesig Spaß gemacht und es war toll dazu zu gehören! Das Gemeinschaftsgefühl in der High School und besonders innerhalb der einzelnen Teams war unheimlich stark. Eines der Highlights meines High School Jahrs war auf jeden Fall das erste Spiel unserer Footballmannschaft, den „Ponderosa Mustangs“. :) Es ist einfach unbeschreiblich! Die gesamte High School war dort und alle haben das Team angefeuert so gut sie konnten und mit gefiebert bis zum Schluss.

Tolle Erinnerungen sind auch die Amerikanischen Feiertage und Events. Thanksgiving zum Beispiel, oder der Super Bowl und auch Halloween war natürlich ein großer Spaß. J Einmal einen richtigen „Prom“ und die „Graduation“ mitzuerleben ist ein einzigartiges Erlebnis und auch die Tradition „Homecoming“ hat mir total gut gefallen. Sie hat sogar gleich drei Abende eingenommen. Am Donnerstag gab es ein großes Lagerfeuer, alle haben sich dort getroffen, saßen zusammen und haben erzählt und sich kennen gelernt. Freitag war das große Homecoming Footballspiel von unserer Schulmannschaft und am Samstag war der Homecoming Tanz. Alle haben sich raus geputzt und schick gemacht und zusammen gefeiert.

Es gibt noch so viel über mein High School Jahr zu erzählen. :) Ich habe in der Zeit so viel erlebt und konnte so viele tolle Erfahrungen sammeln. Natürlich hat man auch mal Heimweh und es gab auch schwierige Situation, den Familienwechsel zum Beispiel. Aber genau an solchen Situation wächst man am meisten. Das Jahr war ein wichtiger Abschnitt in meinem Leben, ich bin selbstständiger geworden und habe gemerkt, dass ich auch einiges alleine schaffen kann. So etwas macht einen natürlich viel selbstbewusster. Ich kann einfach nur jedem empfehlen, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Du wirst es nicht bereuen! :)"

Sandra und ihre Familie am Flughafen
Ein See in den Bergen
Außenansicht der Highschool
Sandra und eine Freundin
Sandra und einige Freundinnen bei der Graduation Party als Charly's Angels
Die Hüte werden bei der Graduation in die Luft geworfen

Erfahre mehr über das Projekt, das Sandra so begeistert hat: Schüleraustausch Classic in USA