Schüleraustausch Classic in USA

"Ich habe viele schöne Momente erlebt und ein zweites Zuhause gefunden."

  • High School
  • USA
  • 10 Monate

Erfahrungsbericht von (16 Jahre)

2017-05-30

Johanna schrieb:

"Die vermutlich beste Entscheidung meines Lebens habe ich im Winter 2015 getroffen, als ich mich dazu entschieden habe ein Auslandsjahr mit Praktikawelten zu machen. Ich habe mich schon früh für ein Auslandsjahr interessiert, denn Bekannte von mir haben bereits ein Auslandsjahr in Amerika/ Kanada gemacht. Als dann auch noch ein Infoabend an meiner Schule war, war mein Interesse geweckt. Keinen Cent und keine Minute Vorbereitung bereue ich in dieses Abenteuer gesteckt zu haben. Ich habe tausende von unersetzbaren Momenten erlebt, habe ein zweites Zuhause gewonnen und tolle amerikanische Freunde aus 24 weiteren Ländern der Erde kennengelernt.

Vorab habe ich mich natürlich informiert und mir viele verschiedene Prospekte von Organs bestellt. Die persönliche Beratung, Offenheit und Freundlichkeit bei Praktikawelten hat mir dabei aber am besten gefallen. Die Mitarbeiter wussten wer ich bin und auch genau, was ich möchte. Dies habe ich bei anderen Orgas nicht erfahren und mich auch deswegen für Praktikawelten entschieden.

Mir hat die Vorbereitung wirklich sehr gut gefallen und auch das Vorbereitungscamp hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es war gut andere Teilnehmer kennenzulernen, mit denen ich immer noch in Kontakt stehe. Praktikawelten hat mir sehr gut Ängste und Zweifel genommen und ich habe mich immer sehr gut aufgehoben gefühlt. Auch vor Ort war die Beratung sehr gut und meine Fragen wurde innerhalb von 24h beantwortet.

Meine Gastfamilie bestand aus meiner Gastmutter, meinem Gastvater und zwei Gastschwestern. Eine der beiden lebte allerdings nicht mehr zuhause. Wir standen jeden Morgen zusammen auf, beteten und gingen nach dem Frühstück zur Arbeit/ Schule. Nachmittags gingen meine Gastschwester und ich von der Schule nach Hause und wir aßen zusammen. Dann unternahmen wir manchmal noch etwas zusammen. Ich teilte mir mein Zimmer mit meiner Gastschwester.

Meine High School war schon typisch amerikanisch und ähnelte denen in amerikanischen Filmen. Besondere Fächer waren für mich Business, wo wir auf den späteren Arbeitsmarkt und die Arbeitswelt vorbereitet wurden; Digital Media, wo ich Filmen und Schneiden von Videos lernte und die Nachrichtenshow der Schule drehte; Drama, wo wir das Schauspielern lernten und Gym/ Weightlifting, wo wir Fitnessübungen machten. Diese Fächer fand ich sehr interessant und ungewöhnlich.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der amerikanischen Kultur gemacht. Amerikaner sind sehr offen, freundlich und direkt. Anfangs war es ungewöhnlich, dass sogar die Frau an der Supermarktkasse „How are you?“ fragte, obwohl sie dies eigentlich nicht interessierte. Sie meinte es nämlich nur höflich und ich war es nicht gewöhnt, angeredet zu werden und zum Beispiel Kompliment von Fremden zu bekommen. Aber an vieles gewöhnt man sich schnell und diese Kultur macht total Spaß und ist aufregened.
 
Da es unmöglich ist dieses unglaubliche Jahr in wenige Worte zusammenzufassen, werde ich über fünf meiner schönsten Erlebnisse sprechen.
 
Im März 2017 bin ich mit vier Austauschschülerfreunden aus Brasilien, Tschechien und Montenegro für fünf Tage nach Hawaii geflogen. Neben Vulkantouren, Schnorcheln im türkisblauen Wasser und wunderschönen Stränden verbrachten wir eine unglaubliche Zeit zusammen. Das werde ich nie vergessen. Der gelassene Lebensstil von Hawaiianern und ihre freundliche Lebensweise hat mich sehr beeindruckt.

Im April 2017 ist jedes Jahr ein Abschlusstanzball für Schüler der elften und zwölften Klassen. Ein Freund aus meinem Schwimmteam fragte mich, indem er vor meine Haustür silberne Hershey Schokoladen Kisses mit dem Schriftzug „Prom?“ legte und auf ein Schild schrieb: "I´ve kissed the whole ground for you, do you want to be my date for prom?" Ich antwortete ihm, indem ich ihm ein paar Tage später eine Pizza aus seiner Lieblingspizzeria gab, auf der mit Salamischeiben "YES!" stand. Zwei Wochen später holte er mich zum Prom mit seinem Auto ab. Wir aßen Dinner zusammen und fuhren dann zum Prom. Es folgte ein unvergesslicher Abend.
 
Für die Sommersaison bin ich dem Schwimmteam meiner Schule beigetreten und für die Wintersaison dem Track and Field (Leichtathletik) Team. Ich würde jedem zukünftigen Schüler, der ein Auslandsjahr macht empfehlen Sportarten oder Clubs beizutreten, da man wie auch in meinem Fall tolle Leute kennenlernt und gute Freunde gewinnt. Außerdem hatte ich unglaublich viel Spaß mit meinem Team an Wettkämpfen, beim Training und einfach bei all den Aktivitäten, die man gemeinsam verbracht hat.

Meine amerikanische Partnerorganisation bot einen Trip nach Los Angeles mit mehreren Austauschschülern aus der ganzen Welt an, wofür ich mich anmeldete. Wir verbrachten sechs schöne Tage zusammen in einem Haus am Venice Beach direkt in Los Angeles. Zusammen besuchten wir einen der beliebtesten Freizeitparks Amerikas namens Six Flags, sahen Bevery Hills, die Häuser der Stars, gingen zum Strand und besuchten die Sehenswürdigkeiten Hollywoods, was wirklich sehr schön war. 

Meine Gastfamilie fuhr mit mir nach San Diego über Thanksgiving und wir hatten schöne Tage mit Verwandten meiner Gastfamilie. Wir besuchten ein interessantes Museumsschiff des zweiten Weltkriegs, relaxten am Strand und aßen das bekannte Thanksgiving Dinner zusammen.
Außerdem fuhr ich mit einer Austauschschülerfreundin aus Thailand und ihrer Gastfamilie nach Mexiko. Wir besuchten mexikanische Märkte, aßen mexikanisches Essen, fuhren Jetski und Bananenboot am Strand.
 
In Amerika wird Halloween viel größer gefeiert als in Deutschland. Die Leute sind verrückt danach ihr Haus gruselig zu schmücken. Manche Häuser hatten unechte Leichen in ihren Bäumen hängen und manche hatten Gräber, die durch Bewegungsmelder aufgingen und wo Skelette heraussprangen. Meine Gastschwester, ich und meine Freunde verkleideten uns. Erst verteilten wir Süßigkeiten an die Kinder die "Trick or Treat" an unserer Tür sagten. Danach gingen wir zu einem Horrorhaus und dann zu einer Halloweenparty.

Mein Auslandsjahr verging viel schneller als gedacht und der schwere Abschied kam schneller als geplant. Ich vermisse Amerika, meine Gastfamilie, meine Freunde und alles andere sehr und es gibt fast keinen Tag an dem ich nicht an mein Auslandsjahr denke."
 

Sportstadion in einer High School in den USA

Erfahre mehr über das Projekt, das Johanna M. so begeistert hat: Schüleraustausch Classic in USA