Sozialarbeit und Wildlife in Südafrika

"Eins stand fest: Ich will Südafrika in allen Farben und Facetten sehen und erleben."

  • Freiwilligenarbeit
  • Südafrika
  • 4 Wochen

Erfahrungsbericht von

18.07.2012

Natascha Christine schrieb:

"Für mich stand eins fest, und zwar: Ich will Südafrika in allen Farben und Facetten sehen und erleben. Ich sah die einmalig schöne Landschaft Südafrikas vor mir, die netten, freundlichen, hilfsbereiten und offenen Menschen und die Big Five im Krüger Nationalpark. Als erstes hatte ich Bedenken bei der Arbeit mit den behinderten Kindern. Ich kenne zwar behinderte Menschen, die sind aber alle erwachsen und Kontakt mit behinderten Kindern hatte ich noch nie. Dadurch fühlte ich mich ein bisschen unsicher, aber meine Nachbarin meinte, es sei total schön mit behinderten Kindern zu arbeiten und sie geben viel Liebe und Freude zurück.

Ich freute mich auch schon die Tiere im Krüger Nationalpark hautnah und live zu sehen. Ich war gespannt auf das Buschleben und stellte mir das Camp so vor, dass ich im Schlafsack in einer kleinen Hütte schlafen werde, die Toiletten außerhalb der Hütte liegen und ich die Tiere nachts höre. Ich wollte einfach ein unvergessliches Erlebnis genießen!

Ich dachte, ich könnte jeden Tag nach Kapstadt fahren und dort die Sehenswürdigkeiten nach dem Sozialprojekt erkunden. Da der Strand jedoch ein Stückchen weiter weg liegt, hat es sich nicht gelohnt und ich konnte mir Kapstadt nur über das Wochenende anschauen. Die Zeit im Krüger Nationalpark war wunderschön.

Ich wurde frühmorgens um 07:00 Uhr abgeholt und zum Sozialprojekt gefahren. Dort wartete ich mit den anderen Teilnehmern auf die Kinder, bereiteten Bastelarbeiten vor oder legten neue Akten an. Die Kinder trudelten nach und nach ein, ich spielte mit ihnen und als alle Kinder da waren, setzten sich alle in einen Kreis und es wurde gesungen und gebetet. Eine fröhliche Runde war das und das hat mir am besten gefallen. Es war so eine tolle Stimmung und Atmosphäre, die die Betreuerinnen hervorbrachten und die Kinder dazu animierten, mitzumachen. Ich genoss es und fand es richtig toll, das mit erleben zu dürfen. Anschließend verteilten wir Freiwilligen uns auf die drei Klassen. Ich spielte mit den Kindern, half beim Basteln und Malen, unterstützte die Betreuerinnen mit kleinen Hilfsaufgaben, fütterte die Kinder, spielte im Garten draußen mit den Kindern und las sogar einmal eine Geschichte für die Kinder auf Englisch zu Ende. Die behinderten Kinder freuen sich so, dich zu sehen, möchten mit dir spielen und einfach nur Spaß haben. Das ist toll mit an zu sehen. Natürlich schaute ich erst einmal, wie die Betreuerinnen die Kinder nahmen und ihnen halfen. Ich tat es ihnen gleich und hatte es mit der Zeit raus wie ich mit den behinderten Kindern umzugehen hatte.

Nach dem Projekt habe ich immer etwas unternommen. Ich bin mit anderen shoppen in die Somerset Mall gefahren, war mit ein paar im Nachbarort Gordons Bay, habe mir Monkey Town angeschaut, bin am Strand entlang geschlendert, habe Eis am Strand gegessen, die afrikanischen Stände am Strand unsicher gemacht und zum Abschied bin ich mit vielen anderen Teilnehmern nach Kapstadt zum Essen gefahren.

Im Krüger Nationalpark ging es noch früher um 06:45 Uhr los und wir schauten was morgens so im Busch herumläuft. Aber außer Impalas ließ sich meist nichts blicken. Einmal sahen wir eine Hyäne. Das war super. Als wir zurückkamen, frühstückte ich und sonnte mich am Pool. Mittags ging es dann noch mal raus und wir zählten die Tiere oder hielten nach Vögeln Ausschau. Reserve Work machten wir auch. Wir zwickten Äste ab, die zu weit in den Weg hingen, schoben mit Schaufeln Steine zur Seite, sodass in der Regenzeit das Wasser ablaufen kann und reparierten Straßen, dass diese wieder einigermaßen ohne Neigung zu fahren sind. Dann machten wir entweder einen Sundowner und schauten dem Sonnenuntergang zu oder fuhren noch mal abends raus und machten einen Nightdrive.

Ich weiß jetzt, dass behinderte Kinder genauso viel Spaß und Lebensfreude (wenn nicht noch mehr) haben wie nichtbehinderte Kinder. Dass diese viel Aufmerksamkeit und Liebe brauchen. Sie sind fröhliche Kinder, wie jedes andere auch und wollen auch nur ein halbwegs normales Leben führen.

Die Bevölkerung ist unglaublich nett und hilfsbereit. Alle grüßen und helfen einem weiter. Ich habe am Braai teilgenommen, afrikanisches Essen genossen und in den afrikanischen Gottesdienst geschnuppert.

Ich habe mit anderen Teilnehmern die Western Cape Tour gemacht, war abends oft am Strand zum Essen und Cocktail trinken. Ich habe mir Gordons Bay angeschaut, war in Monkey Town und in der Somerset Mall. Ich war oft am Strand von Strand, habe dort Eis gegessen und einfach nur den Ausblick genossen. Zum Abschied bin ich mit ein paar anderen Teilnehmern nach Kapstadt zum Essen gefahren. Übers Wochenende war ich mit anderen Teilnehmern in Kapstadt und wollte den Ausblick vom Tafelberg genießen und zu Robben Island. Da es aber regnete sind wir ins District Six Museum, zum Greenmarket und anschließend zur Waterfront afrikanisch essen. Am zweiten Tag sind wir in eine Mall und haben dort Lebensmittel probiert. An einem Sonntag sind wir in eine Kirche gegangen und haben dann noch eine Township-Party besucht.

Im Krüger Nationalpark war ich beim Blyde Canyon und habe noch kleine Wasserfälle besucht. Pancakes essen auf dieser Tour war ein Highlight, natürlich auch die Aussicht am Canyon. In meiner freien Zeit im Camp habe ich mich gesonnt, den dortigen Ausblick genossen und mit anderen Teilnehmern die Zeit verbracht.

Der schönste Moment war für mich im Sozialprojekt in Kapstadt als wir zu Anfang alle in einem Kreis gesessen haben und dann gesungen und gebetet haben. Die Stimmung war unglaublich schön, das Feeling unbeschreiblich toll. Es war einfach ein tolles Gefühl dabei zu sein.

Ein spannender Moment war noch, als wir im Krüger Nationalpark auf zwei Nashörner zu gefahren sind und die plötzlich das Weite suchten. Sie sind losgeschossen und voll auf uns zugekommen. Geschwind ging die Panik durch, aber dann sind die Nashörner links von uns in die Büsche verschwunden. Ich war erleichtert. :-)

Die Informationen und die Organisation waren auf jeden Fall in Ordnung. Ich war über alles informiert und wusste Bescheid.

Die Betreuung in Kapstadt war gut. Unser Koordinator schaute regelmäßig vorbei, nahm uns auf kurze Strecken mit und half uns in allen Situationen weiter. Im Krüger Nationalpark waren die Koordinatoren immer für uns da, haben uns auf einige Tiere nahe des Camps aufmerksam gemacht und waren sehr nett.

Der schönste Moment war für mich im Sozialprojekt in Kapstadt als wir zu Anfang alle in einem Kreis gesessen haben und dann gesungen und gebetet haben. Die Stimmung war unglaublich schön, das Feeling unbeschreiblich toll. Es war einfach ein tolles Gefühl dabei zu sein.

Ein spannender Moment war noch, als wir im Krüger Nationalpark auf zwei Nashörner zu gefahren sind und die plötzlich das Weite suchten. Sie sind losgeschossen und voll auf uns zugekommen. Geschwind ging die Panik durch, aber dann sind die Nashörner links von uns in die Büsche verschwunden. Ich war erleichtert. :-)

Die Informationen und die Organisation waren auf jeden Fall in Ordnung. Ich war über alles informiert und wusste Bescheid.

Die Betreuung in Kapstadt war gut. Unser Koordinator schaute regelmäßig vorbei, nahm uns auf kurze Strecken mit und half uns in allen Situationen weiter. Im Krüger Nationalpark waren die Koordinatoren immer für uns da, haben uns auf einige Tiere nahe des Camps aufmerksam gemacht und waren sehr nett.

Es war eine sehr gute Entscheidung solch eine Freiwilligenarbeit in Südafrika zu machen, weil ich nicht nur während meiner Zeit dort viele nette Leute kennengelernt habe, sondern auch die Arbeit in Südafrika kennen lernen konnte und die Landschaft erkunden konnte. Ich konnte den Kindern dort ein kleines Lächeln schenken, sie mir natürlich auch, ich habe die afrikanische Kultur kennengelernt und die wilden Tiere Afrikas hautnah gesehen. Erlebnisse, die ich nie vergessen werde. Ich möchte auf jeden Fall irgendwann wieder nach Südafrika reisen.

Einen Tipp habe ich noch zum Schluss: Im afrikanischen Winter nicht zu wenige warme Klamotten mitnehmen und genügend Speicherkarten sind auf jeden Fall für die tausenden Fotos auch nicht verkehrt."

Erfahre mehr über das Projekt, das Natascha Christine D. so begeistert hat: Sozialarbeit und Wildlife in Südafrika