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Krank im Ausland - Was nun?

Der erste Tag deines Auslandsabenteuers und alles hat perfekt geklappt: Deine Anreise war reibungslos, der Zollbeamte freundlich und selbst dein Koffer kam sofort. Du wurdest herzlich in deinem neuen Zuhause auf Zeit willkommen geheißen und freust dich bereits auf den Start in deinem Projekt. Doch am nächsten Morgen wachst du mit Husten und Kopfweh auf. Krank im Ausland, aber was nun?

Gerade bei längeren Auslandsaufenthalten ist es möglich, dass es Tage gibt, an denen es dir nicht gut geht. Wir klären im Folgenden die häufigsten Fragen rund um Kranksein im Ausland und mit welchen Tipps du rundum versorgst bist und ganz schnell wieder auf die Beine kommst!

Rund um deine Krankenversicherung

Wie sinnvoll ist eine Reisekrankenversicherung?

Eine Reisekrankenversicherung ist unabdingbar für deine Auslandsreise! In manchen Ländern, wie zum Beispiel bei unseren Work-and-Travel-Programmen ist sie sogar verpflichtend, um dein Working Holiday Visa zu erhalten. Sie schützt dich vor enormen Zusatzkosten während deines Auslandsaufenthaltes, denn bereits ein kurzer Arztbesuch kostet im Ausland Hunderte Euro, wenn du nicht versichert bist.

Kann ich meine Reisekrankenversicherung rückwirkend abschließen?

Nein, das ist nicht möglich. Der Sinn einer Versicherung ist, dass du diese im Vornherein abschließt, um im Notfall gewappnet zu sein. Im besten Fall, wirst du deine Auslandskrankenversicherung gar nicht brauchen, bist aber abgesichert für alle Eventualitäten.

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Was ist EHIC?

EHIC steht kurz für "European Health Insurance Card" und ist die Krankenversichertenkarte deiner Krankenkasse. Diese ermöglicht dir Krankenleistungen im europäischen Ausland wahrzunehmen, solange du während deines Auslandsaufenthaltes weiterhin in deinem Heimatland versichert bist – zum Beispiel über die Familienversicherung deiner Eltern, eine Studentenversicherung oder deinen Arbeitgeber.

Versichert bist du in den EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen, der Schweiz und Serbien. Bitte beachte, dass es sich hierbei um keine Reisekrankenversicherung handelt und zusätzliche Dinge wie Haftpflicht, Diebstahl und der Krankenrücktransport nicht versichert sind. Nähere Informationen findest du hier.

Welche Leistungen übernimmt meine Krankenkasse im europäischen Ausland?

Grundsätzlich gilt, dass während eines medizinischen Notfalls in einem der oben genannten Länder, du Leistungen in Anspruch nehmen kannst, die in deinem Zielland als medizinisch notwendig angesehen werden. Es gelten hierbei die Bedingungen deines Ziellandes, nicht die deines Heimatlandes. Bei Behandlungen, die über normale Arztbesuche hinausgehen, solltest du dich unbedingt im Vornherein bei deiner Krankenkasse informieren, ob diese die Kosten im Ausland übernimmt. Dies gilt vor allem für Vorerkrankungen und den Krankenrücktransport.

Was passiert, wenn die Einrichtung meine EHIC nicht akzeptiert?

In diesem Fall musst du in Vorkasse treten. Bewahre unbedingt alle Belege und Rechnungen sorgfältig auf und reiche sie nach deiner Rückkehr bei deiner Krankenkasse ein. Falls du dich noch eine längere Zeit im Ausland befinden solltest, dann kläre, ob es auch möglich ist diese direkt einzureichen. Im Normalfall bekommst du die Behandlungskosten dann zurückerstattet. Es ist deshalb immer sinnvoll für den Notfall eine Kreditkarte mit ausreichend Verfügungsrahmen mit auf Reisen zu nehmen, um eventuelle Behandlungskosten zu bezahlen.

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Was ist ein Sozialversicherungsabkommen?

Deutschland besitzt bilaterale Abkommen zur sozialen Sicherheit mit verschiedenen Ländern außerhalb der EU. Diese beziehen sich in der Hauptsache auf die Rentenversicherung, in manchen Ländern auch auf die Unfall-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung oder das Kindergeld, und können während eines Auslandsaufenthaltes übertragen werden. Konkret bedeutet dies, dass du in unseren Programmländern Australien, Chile, Indien, Kanada und den USA in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen kannst, um dir dies in Deutschland anrechnen zu lassen, und umgekehrt. Eine vollständige Liste aller Länder mit bilateralen Abkommen mit Deutschland und deren Leistungen findest du hier.

Was ist ein Auslandskrankenschein und wofür brauche ich ihn?

Ein Auslandskrankenschein ist die landläufige Bezeichnung für die Inanspruchnahme von Krankenleistungen im Ausland. Der Auslandskrankenschein ist mittlerweile in vielen Ländern innerhalb Europas von der Krankenversichertenkarte (siehe EHIC) abgelöst worden. Ein Auslandskrankenschein wird lediglich bei Reisen in die Türkei, nach Tunesien und Bosnien-Herzegowina benötigt.

Was ist beim Krankenrücktransport zu beachten?

Achte beim Buchen deiner Reisekrankenversicherung unbedingt darauf, dass der Krankenrücktransport in den Leistungen inkludiert ist. Selbst wenn du dir "lediglich" dein Bein brichst und einen Sitzplatz im Flugzeug mit mehr Beinfreiheit benötigst, wird dies von deiner Auslandskrankenversicherung übernommen. Ein Notfalltransport hingegen kann an die Zehntausende von Euros kosten.

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Es gibt zwei Arten von Krankenrücktransport:

  • Notwendiger Krankenrücktransport: In diesem Fall wird der Krankenrücktransport nach Hause nur durchgeführt, wenn die Ärzte vor Ort den Transport für notwendig halten und entscheiden, dass der Patient vor Ort keine adäquate Behandlung erhalten kann. Allerdings ist die Behandlungsqualität im Ausland oftmals geringer als in Europa.
  • Medizinisch sinnvoller Krankenrücktransport: Beim medizinisch sinnvollen Rücktransport entscheiden die Ärzte der Notrufzentrale der Versicherung gemeinsam mit dem Patienten oder deren Angehörigen, ob ein Transport sinnvoll oder auch vertretbar ist.

Entscheide dich deshalb unbedingt für eine Reisekrankenversicherung, die einen medizinisch sinnvollen Krankenrücktransport inkludiert, wie zum Beispiel in unseren Versicherungspaketen der HanseMerkur.

Auf was sollten chronisch Kranke und Schwangere im Ausland besonders achten?

Wenn du länger ins Ausland gehst und an einer chronischen Krankheit leidest, solltest du dich unbedingt bei deinem Reiseversicherer erkundigen, ob eine Behandlung in diesem Fall inkludiert ist. Denn oftmals sind Vorerkrankungen ausgeschlossen. Das gleiche gilt, wenn du schwanger bist. Außerdem solltest du beachten, dass Schwangere ab der 34. Schwangerschaftswoche nicht mehr fliegen sollten. Besprich dies am besten mit deinem Arzt, falls dies der Fall sein sollte. Manche Airlines nehmen Schwangere ab diesem Zeitpunkt auch nicht mehr mit.

Vor der Abreise

Was gehört in die Reiseapotheke?

Grundsätzlich kommt es ganz auf dein Zielland und auch deinen eigenen Gesundheitszustand an, wie umfangreich deine Reiseapotheke ausfallen sollte. In westlichen Ländern, wie den USA oder Australien, und erst Recht innerhalb Westeuropas, sind alle Standardmedikamente in Drogerien und Apotheken frei erwerblich, und teils sogar günstiger. Begibst du dich allerdings in weniger entwickelte Länder für deinen Auslandsaufenthalt, ist eine umfangreiche Reiseapotheke sehr zu empfehlen. Laut Tropeninstitut, ist die Qualität der Arzneimittel insbesondere in Afrika und Asien nicht immer gewährleistet.

Wasserfall

Checkliste Reiseapotheke (Quelle: https://tropeninstitut.de/reiseapotheke)

Beschwerden Wirkstoffe

Insektenstiche / Sonnenbrand

Antihistamingel, evtl. mit Hydrocortison Stichheiler

Schutz vor Insekten / Moskitos / Zecken

Für Risikogebiete: Mückenmittel mit dem Wirkstoff DEET

Reisekrankheit

Antivertiginosa als Tabletten oder Kaugummi z.B. Superpep oder Vomex

Kopf- / Zahn- / Gliederschmerzen / Fieber / Erkältung

Paracetamol 500 mg

Ibuprofen

Acetylsalicylsäure

Prellungen / Zerrungen 

Heparin- Salbe Diclofenac-Salbe/Gel

Sodbrennen / Magenbeschwerden

z.B. Kompensan Tabletten

z.B. Maaloxan Tabletten

Magenbeschwerden

z.B. Iberogast

Bauchkrämpfe

N-Butylscopolamin

Brandwunden / Wunden / Wasserblasen

Panthenol Salbe/Spray

Desinfektionsspray

Neomycin-Gaze

Ohrenschmerzen

z.B. Otalgan Tropfen

z.B. Otolitan N Tropfen

Augenentzündung

z.B. Yxin Augentropfen

z.B. Berberil N Augentropfen

z.B. Bepanthen Augensalbe

Halsschmerzen

Dorithricin Tablette

Husten

z.B. Silomat Dragees/Tropfen

z.B. Prospan Tropfen/-Supp.

Schnupfen

z.B. Sinuforton Dragees

z.B. Nasivin Tropfen

z.B. Otriven Tropfen

z.B. Olynth Nasenspray für Erw./Kinder

Was muss ich bei der Mitnahme von Medikamenten ins Ausland beachten?

Gerade bei längeren Aufenthalten im Ausland macht es durchaus Sinn verschreibungspflichtige Medikamente (wie zum Beispiel die Pille) auf Vorrat mitzunehmen. Wichtig ist, dass du dir in diesem Fall eine englische Bescheinigung deines Arztes ausstellen lässt, die bestätigt, dass die Medikamente nicht für gewerbliche Zwecke gedacht sind. Bewahre die Formulare gemeinsam mit den Arzneien im Koffer auf, damit der Zoll diese gegebenenfalls überprüfen kann. Hier findest du eine Vorlage des ADAC.

Offiziell dürfen lediglich verschreibungspflichtige Medikamente im Handgepäck mitgeführt werden, deren Mitnahme während des Flugs unbedingt notwendig ist. Solange du ein Formular deines Arztes dabei hast, dürfen diese sogar außerhalb des Beutels für Flüssigkeiten aufbewahrt werden.

Wenn du planst nicht verschreibungspflichtige Medikamente im Handgepäck aufzubewahren, müssen diese in den durchsichtigen, verschließbaren Beutel und dürfen das maximale Fassungsvermögen von einem Liter insgesamt nicht überschreiten.

Wie kann ich vor Reiseantritt vorbeugen, dass ich nicht krank werde?

Gerade bei längeren Auslandsaufenthalten solltest du vor deiner Reise nochmal zum Arzt gehen und überprüfen lassen, dass alles in Ordnung ist. Dies gilt besonders für den Zahnarzt, da zahnmedizinische Standardleistungen oftmals von der Reiseversicherung nicht übernommen werden.

Kennst du das? Es ist Samstagmorgen oder der erste Tag deines Urlaubs und du wachst mit Kopfschmerzen und Halsweh auf. Das Phänomen nennt sich "Freizeitkrankheit" und bezieht sich darauf, dass wir ausgerechnet an unseren freien Tagen krank werden. Um die sogenannte "Leisure Sickness" zu vermeiden, solltest du nicht versuchen vor deiner Abreise noch alles schnell zu erledigen und in Stress zu geraten. Bringe außerdem dein Immunsystem auf Vordermann, indem du genügend schläfst, gesund isst und ausreichend Vitamine zu dir nimmst. So steht einem guten Start in dein Auslandsabenteuer nichts im Wege!

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Welche Tipps gibt es gegen Jetlag?

Wenn du schon öfters gereist bist, kennst du das sicherlich: Dank der Zeitverschiebung befindet sich dein Körper im falschen Rhythmus und du wachst entweder mitten in der Nacht auf oder bist mitten am Tag todmüde. Doch was hilft gegen die nervigen Nebenwirkungen eines langen Fluges?

  • Versuche dich so früh wie möglich auf die andere Zeitzone einzustellen. Richte dich also bereits im Flugzeug nach der Uhrzeit, die in deinem Zielland herrscht. Ständige Vergleiche mit Zuhause - "Jetzt ist es schon 2Uhr nachts!" – helfen nicht dabei den Jetlag zu überwinden. Treibe Sport und vermeide Alkohol und Zigaretten.

Grundsätzlich macht es einen Unterschied, ob du nach Osten oder Westen fliegst:

  • Bei Flügen Richtung Westen, zum Beispiel in die USA oder nach Lateinamerika, solltest du der Müdigkeit im besten Fall nicht nachgeben. Versuche wach zu bleiben und zu einer normalen Schlafenszeit zu Bett zu gehen – dies gilt vor allem, wenn du tagsüber in deinem Zielland ankommst. Bleib in Bewegung, trinke viel Wasser und nimm eiweißreiche Nahrung wie Fisch oder Milchprodukte zu dir. Der Jetlag nach einem Flug in den Westen wird häufig als "angenehmer" wahrgenommen, da der ganze Trick darin besteht, länger wach zu bleiben.
  • Flüge in Richtung Osten sind unangenehmer, da sie den Tag verkürzen. Wenn du also nach Asien, Neuseeland oder Australien fliegst, gilt generell: Nimm kohlenhydratreiche Nahrung zu dir, wie zum Beispiel Pasta, Kartoffeln, Reis oder Obst. Und schlafe so viel wie möglich, gerade während des Fluges!
  • Deswegen unser Tipp: Nicht nach Ostern oder Westen reisen, sondern nach Süden oder Norden! Innerhalb Europas haben England und Irland nur eine Stunde Zeitverschiebung und Spanien sogar gar keine. Wenn es dich etwas weiter in die Ferne zieht, dann wie wäre es mit unseren tollen Projekten in Südafrika oder Ghana.

Welche Impfungen sollte ich vor Reiseantritt machen lassen?

Laut dem Robert-Koch-Institut empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) aktuell Reiseimpfungen gegen Cholera, FSME, Gelbfieber, Hepatitis A und B, Influenza, Meningokokken der Serogruppen ACWY und B, Poliomyelitis, Tollwut und Typhus. Zusätzlich sollten die Grundimpfungen, wie Diphterie/Tetanus/Pertussis und Mumps/Masern/Röteln nach Bedarf aufgefrischt werden. Weitere Informationen findest du online beim Auswärtigen Amt oder dem Tropeninstitut.

Das Infektionsrisiko ist allerdings abhängig von deinem aktuellen Impfstand, dem Reiseland, der Art und Dauer der Reise, der Saison und den geplanten Aktivitäten vor Ort. Wir raten dir deshalb, dass du vor deiner Abreise einen Termin bei einem Tropenarzt oder Reisemediziner machst, um dich beraten zu lassen.

Selbstverständlich bekommst du auch von Praktikawelten in deinem Reise 1x1 ausführliche Tipps zu deinem individuellen Zielland und -Ort.

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Vor Ort

Wie verhalte ich mich bei einem Unfall/bei Krankheit im Ausland?

Es kommt ganz darauf an wie schwerwiegend deine Krankheit ist. Informiere dich, welcher Arzt oder welche Klinik mit deiner Versicherung kooperiert, damit du nicht in Vorkasse treten musst. Im Zweifel, rufe die Notfallnummer des örtlichen Notfalldienstes. Denke daran, dass du deine Versicherungsbescheinigung (innerhalb Europas deine Versichertenkarte), ein Ausweisdokument und notfalls auch eine gedeckte Kreditkarte bei dir führst.

Informiere sobald wie möglich das Team vor Ort, deinen Ansprechpartner im Projekt oder deinen Arbeitgeber, wenn du an einem Tag krank wirst, an dem du zur Arbeit oder ins Projekt gehen solltest. Gib Bescheid an welchen Projekten du gerade arbeitest und gegebenenfalls auch, wenn dringende Dinge noch am selben Tag zu erledigen sind.

Wenn du an deinem freien Tag krank wirst und es sich lediglich um eine leichte Krankheit, wie eine Erkältung handelt, reicht es, wenn du deiner Gastfamilie oder deinen Freunden Bescheid gibst. Es sollte allerdings immer jemand informiert werden, falls es dir plötzlich schlechter geht. Denke daran denjenigen regelmäßig upzudaten, speziell, wenn du das Gefühl hast, dass es nicht besser wird.

Wenn du dich in einem festen Anstellungsverhältnis befindet, wie einer Arbeit oder einem Praktikum, solltest du dich außerdem bereits während deiner ersten Tage erkundigen, was du im Fall einer Krankheit machen musst.

Hier eine kurze Checkliste der wichtigen Fragen:

  • Wem musst du Bescheid geben und wie? Reicht zum Beispiel eine SMS oder musst du anrufen?
  • Ab wann musst du ein Attest (Doctor's note) einreichen?
  • Wie viele bezahlte Urlaubstage hast du laut Vertrag?
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Was muss ich beachten, wenn ich im Urlaub krank werde?

Du hast dir extra alle Urlaubstage aufgespart und deinen Arbeitgeber überzeugt, um deinen Auslandsaufenthalt in vollen Zügen zu genießen und gleichzeitig Urlaubsgeld zu erhalten und dann das: Du wirst krank im Ausland.

Im Allgemeinen, hast du Anspruch darauf deine Urlaubstage wieder gutgeschrieben zu bekommen, wenn du während deines Urlaubs krank wirst. Denn dieser sollte der Erholung dienen. Allerdings solltest du darauf achten, dass deine Krankheit gut dokumentiert wird, denn manche ausländischen Atteste genügen deinem Arbeitgeber und der Krankenkasse nicht, um diese zu belegen. Gehe auf jeden Fall zum Arzt, auch wenn du nicht behandlungsbedürftig bist und informiere umgehend deinen Arbeitgeber, wenn du im Urlaub krank wirst.

Darf ich in den Urlaub reisen, wenn ich krankgeschrieben bin?

Ja, darfst du. "Krankschreiben" ist lediglich die landläufige Bezeichnung für eine Arbeitsunfähigkeit. Da du nicht verpflichtet bist deinem Arbeitgeber einen Grund zu nennen, steht deiner Reise generell nichts im Wege, solange diese deine Genesung nicht gefährdet. Allerdings solltest du dir sicherheitshalber eine Genehmigung einholen. Wenn du Krankengeld erhältst, solltest du die Reise außerdem mit deiner Krankenkasse abstimmen, da die Zahlungen eventuell ruhen, wenn du dich im Ausland befindest.

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Wie finde ich einen Arzt im Ausland?

Dein Krankenversicherer hat normalerweise eine Notfallhotline oder Homepage, wo du nachschauen kannst, welche Ärzte und Kliniken deine Versicherung direkt annehmen. Wenn bereits eine Kooperation mit deinem Versicherer besteht, musst du im besten Fall nicht in Vorkasse treten und die Rechnung wird direkt durch deine Auslandskrankenversicherung beglichen. Dies lohnt sich vor allem bei kostspieligeren Eingriffen wie Röntgenaufnahmen oder Operationen.

Wenn dein Krankenversicherer nicht mit dem Arzt zusammenarbeitet, musst du oftmals in Vorkasse treten. Bewahre in jedem Fall die Belege und Rechnungen sorgfältig auf, um sie im Nachhinein bei deiner Krankenversicherung einzureichen.

Gerade in Zielländern in Afrika, Asien und Lateinamerika, und insbesondere außerhalb der großen Städte, empfehlen wir dir, das Team vor Ort zu fragen, zu welchem Arzt oder in welche Klinik du gehen solltest. Eine kurze Recherche bevor du in ein neues Land oder eine neue Gegend reist, hilft außerdem im Notfall schnell zu reagieren.

Notiere dir unbedingt die gängigen Notfallnummern und speichere sie in dein Handy ein.

Wie verständige ich mit dem Arzt vor Ort?

Im besten Fall spricht dein Arzt Englisch und die Verständigung ist kein Problem. Solltest du dich allerdings in einem Land befinden, in dem Englisch nicht die Amtssprache ist und du mit deinen Fremdsprachkenntnissen nicht mehr weiterkommst, solltest du einen Muttersprachler darum bitten dich zu deinem Arztbesuch zu begleiten – zum Beispiel von unserem Team vor Ort oder deiner Gastfamilie. Dies gilt besonders, wenn du aufgeregt oder nervös bist und das Gefühl hast, eine weitere Person als Unterstützung zu benötigen.

Lasse dir grundsätzlich alle Befunde schriftlich geben, wenn es sich nicht gerade um einen normalen Schnupfen handelt. Diese kannst du im Zweifel deinem deutschen Hausarzt oder Spezialisten vorlegen, um eine Weiterbehandlung zu erhalten.

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Wer ist der erste Ansprechpartner, wenn ich im Ausland krank werde?

Dein erster Ansprechpartner ist immer das Team vor Ort. Hast du Fragen oder benötigst Hilfe, dann wende dich bitte sofort an die Mitarbeiter in deinem Zielland, da du dort am Schnellsten Unterstützung bekommst. Selbstverständlich stehen dir auch immer die 24-Stunden-Notfallnummern vor Ort, wie auch in Deutschland, zur Verfügung.

Geht es lediglich um allgemeine Fragen oder darum jemanden über deine Krankheit zu informieren, dann wende dich bitte an deine Gastfamilie, deine Betreuer im Projekt oder auch deinen Arbeitgeber. In deinem Reise 1x1 findest du außerdem Informationen über Notfallkontakte der Regierung oder der deutschen Botschaft im jeweiligen Land.

Unsere Praktikawelten-Tipps zur Vorbeugung:

Es muss nicht immer eine schwere Verletzung oder eine tagelange Erkrankung sein. Bereits ein verstimmter Magen kann dir deinen Auslandsaufenthalt ganz schön vermiesen. Besonders in Entwicklungsländern herrschen andere Hygienebedingungen als Zuhause. So werden Bakterien über Wasser oder Lebensmittel übertragen. Auch ungewohntes Essen kann dir buchstäblich auf den Magen schlagen.

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  • Trinke mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser am Tag.

    Besonders in heißen Gegenden und wenn du sehr aktiv bist, verliert dein Körper automatisch mehr Flüssigkeit. In Zielländern wie Afrika, Asien und Lateinamerika solltest du allerdings Wasser aus der Leitung und Eiswürfel vermeiden und darauf achten, dass du nur aus vorher verschlossenen Flaschen trinkst. Im Zweifel, frage das Team vor Ort, welches Trinkwasser genießbar ist.

  •  "Cook it, boil it, peel it or forget it!"

    Das sollte am besten das Mantra für Essen während deines Auslandaufenthaltes werden. Diese einfache zu merkende Apothekerweisheit lehrt dir den richtigen Umgang mit Lebensmitteln im Ausland. Es gilt, lieber eine Banane als ein Apfel und ungekochte Gerichte wie Salat, roher Fisch und Fleisch oder auch ungeschältes Obst und Gemüse sind zu vermeiden.

  • Esse dort, wo auch die Einheimischen essen.

    In deinem Projekt oder bei deiner Gastfamilie ist das Essen grundsätzlich bedenkenlos zu genießen. Doch selbstverständlich möchtest du auch die lokale Küche entdecken, wenn du schon im Ausland bist. Entscheide dich am besten für Straßenstände und Lokale, die auch von Einheimischen besucht werden. Dies zeugt von guter Qualität.

  • Wasche dir regelmäßig und gründlich die Hände!

    So einfach und doch so sinnvoll, um Infekte zu vermeiden. Sei es im Ausland, wie Zuhause.

Praktikawelten wünscht dir einen tollen und vor allem gesunden Auslandsaufenthalt!

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