Wildtier Rehab Hawaii in USA

"...Außerdem bin ich mit Delfinen und Mantas geschwommen!"

  • Freiwilligenarbeit
  • USA
  • 6 Wochen

Erfahrungsbericht von

20.11.2014

Janina schrieb:

"Hawaii habe ich mir als eine Paradies-Insel vorgestellt und das hat sich auch genau so bestätigt. Die Natur, die Kultur und vor allem die Menschen dort sind einfach wunderbar. All die Pflanzen und Blumen, das relaxte Feeling und der amerikanische Touch auf der Insel haben perfekt zusammen gepasst. Am meisten haben mir die amerikanischen Häuser gefallen. Fast jedes hat einen Blick aufs Meer und auf einen atemberaubenden Sonnenuntergang oder -aufgang. Außerdem haben die meisten Häuser einen Pool! Zu der Ranch hatte ich die Vorstellung, dass meine Arbeit ähnlich wie die in einem Zoo ist und so war es dann auch. Ich hatte so viel Spaß mit den Tieren und habe jedes Einzelne ins Herz geschlossen.

Ich hatte eine super Zeit auf Hawaii, eine klasse Gastfamilie, eine tolle Arbeit mit exotischen Tieren und ich konnte sehr viel von Hawaii sehen. Die Zeit ging leider viel zu schnell rum, aber ich denke ich habe alles gesehen/gemacht was man machen sollte, wenn man die Chance hat auf Hawaii zu sein. Insbesondere haben mir meine Gasteltern viel dabei geholfen Big Island zu erkunden und sie haben mir wundervolle Orte gezeigt.

Jeder Tag auf der Ranch war ein Abenteuer für mich, denn man wusste nie was passieren wird. Und es passierte immer irgendwas! Zum Beispiel hat der Hund der Familie gern mal ein Huhn gefangen oder die Katze hat ein Eichhörnchen mit nach Hause gebracht oder ein Pferd ist ausgebüchst. Aber ein normaler Tag begann damit, dass ich die Katzen und Hunde gefüttert habe. Anschließend habe ich das Essen für die Affen vorbereitet und bin dann raus gegangen, um die anderen Volunteers die auf der Insel leben, zu begrüßen. Wir haben dann die verschiedenen Aufgaben verteilt, wie zum Beispiel das Essen für die Flamingos vorbereiten, die Pferde, das Bison, die Zebras, den Strauß, die Alpakas und das Lama zu füttern. Das ist aber nur ein kleiner Teil der Aufgaben.

Eine meiner Lieblingsaufgaben war es, mit den Affen zu arbeiten. Sie sind so clever und auf eine Art auch so menschlich, dass ich eine Menge Spaß hatte ihre Fläche sauber zu machen und sie zu füttern. Was mir nicht so viel Spaß gemacht hat, war es die Papageien und die anderen Vögel zu füttern und sauber zu machen. Es war einfach nicht so spannend, aber natürlich muss es auch gemacht werden! Nach circa vier Stunden waren wir dann fertig mit der Arbeit. Dann habe ich mir erst mal eine Pause gegönnt, denn es ist ganz schön anstrengend in der prallen Sonne die ganze Zeit hin und her zu laufen. Meistens bin ich dann in die Stadt oder an den Strand gefahren und habe dort Mittag gemacht. Am Nachmittag ging dann die zweite Runde des Fütterns los. Die dauert aber nicht so lange, denn nicht alle Tiere bekommen zwei Mal am Tag was zu essen. Um sechs Uhr etwa habe ich dann erst mal geduscht und danach meiner Gastfamilie beim Abendessen kochen geholfen. Anschließend haben wir einen entspannten Abend vor dem Fernseher verbracht.

Ich habe nicht nur Berufserfahrungen sammeln können, sondern habe insbesondere sehr viel über Tiere, über mich selbst, über die amerikanische Kultur und die Menschen dort gelernt. Meine Gastmutter kennt sich sehr gut mit Tieren aus, so konnte sie mir zeigen wie man mit Tieren richtig umgeht und wie man mit ihnen kommuniziert. Es hat eine Weile gedauert bis ich wusste wann ich welche Tiere mit welchem Futter zu füttern habe, das hat anfangs ziemlich an mir genagt, denn ich musste ständig nachfragen. Aber nach einer Weile hatte ich die Routine super drauf und war letztendlich wirklich stolz auf mich.

Die Tiere auf der Ranch haben mir sooo viele lustige und schöne Momente bereitet!
Zum Beispiel:
Jeden Freitag kamen Schulkinder im Alter von 12 Jahren auf die Ranch, um die Tiere zu füttern. Vor allem die Jungs haben so gut wie immer Quatsch gemacht. An einem Tag hat ein Junge versucht, einem Alpaka einen Kuss auf die Nase zu geben. Das fand das Alpaka aber gar nicht so cool und hat ihm mitten ins Gesicht gespuckt.  Auf der Ranch gibt es einen Papagei, der sprechen kann. Nachmittags gab es immer eine ‚Tabletime’. Das bedeutet, wir haben uns alle zusammen an einen Tisch gesetzt, mit ihm gesprochen und er hat manchmal zu bestimmter Musik getanzt.

Ich habe auch in meiner Freizeit viel Zeit mit den Tieren auf der Ranch verbracht. Ab und zu war ich mit den anderen Volunteers shoppen, am Strand, im Kino, etwas essen oder wir sind einfach nur in der Stadt spazieren gegangen. An einem Wochenende haben die Volunteers und ich einen Trip rund um Big Island gemacht. Wir haben den schwarzen Strand gesehen, waren am Vulkan, haben in einem typischen Bed & Breakfast übernachtet, haben Wasserfälle gesehen und waren in einem Zoo. Das war echt super! In meiner letzten Woche kamen mich dann meine Mutter und ihr Freund besuchen. Gemeinsam sind wir über meinen Geburtstag nach Oahu geflogen. Dort haben wir den berühmten Waikiki Beach und Pearl Harbor gesehen. Außerdem bin ich mit Delfinen und Mantas geschwommen! Das war wirklich ein schöner Moment und eine super Erfahrung für mich! Unter der Woche habe ich die Abende meistens mit meiner Gastfamilie verbracht. Manchmal sind wir essen gegangen oder haben alle zusammen was gekocht und anschließend den Abend gemütlich vor dem Fernseher ausklingen lassen. Auch sonst hat mich meine Gastfamilie überall mit hin genommen. (Zu Freunden, einkaufen, zu Partys etc.) So habe ich mich wie ein richtiges Familienmitglied gefühlt und hatte nicht so großes Heimweh. 

Ich konnte mich mit vielen verschiedenen Volunteers, die jeden Tag zur Ranch kamen, über die unterschiedlichen Kulturen, Bräuche etc. in Amerika und Europa austauschen, das war super interessant. Die Menschen auf Hawaii sind auch ganz anders als in Deutschland. Jeder grüßt dich und fragt wie es dir geht, egal ob du ihn kennst oder nicht. Das fand ich anfangs ein bisschen komisch, aber jetzt liebe ich es! Es ist alles viel herzlicher dort. Ich würde mir wünschen es wäre in Deutschland genauso. Die Auswahl an Freiwilligenarbeit, Praktika und Work & Travel in den verschiedensten Ländern ist einfach großartig! Als ich mich dazu entschlossen habe meine Reise mit Praktikawelten zu machen wurde meine Anfrage sofort beantwortet. Die Arbeit von Praktikawelten in Deutschland ist echt super. Sie konnten immer meine Fragen beantworten und mir helfen. Auch während meines Trips hielten wir Kontakt.

Fazit:
Ich bin sehr froh, dass ich mich dazu entschieden habe ins Ausland zu gehen und mit Tieren zu arbeiten. Ich würde es genauso wieder machen!

Tipps:
Macht eure eigenen Erfahrungen. Es bringt euch so viel weiter!"

Erfahre mehr über das Projekt, das Janina M. so begeistert hat: Wildtier Rehab Hawaii in USA