Wildtier Rehab Florida in USA
Hannah und eine Freundin halten zwei Waschbären auf dem Arm

""das Beste was ich jemals in meinem Leben erleben durfte.""

  • Freiwilligenarbeit
  • USA
  • 7 Wochen

Erfahrungsbericht von (20 Jahre)

14.06.2016

Bevor meine Freundin Anna und ich nach Amerika gestartet sind, haben wir uns viele Gedanken gemacht, wie wohl alles sein wird und ob es uns gefallen wird. Ich habe mir schon vorher gedacht, dass die Amerikaner sehr offen und hilfsbereit sein werden, was schlussendlich auch so war.

Die Freiwilligenarbeit habe ich mir sehr spannend und vielseitig vorgestellt. Ich meine, jeder hat schon mal eine Katze oder einen Hund gestreichelt. Aber wer kann schon sagen, dass er einen Alligator oder eine Boa auf dem Arm hatte?
Ich habe mir vorher vorgestellt, welche Tiere sie im Nature Center haben und wie viel Kontakt wir mit ihnen wohl haben werden.
Anna und ich hatten einfach wahnsinnig viel Spaß während unserer Zeit in Florida. Wir haben zwar von morgens bis abends gearbeitet, aber es hat uns nie gestört oder gelangweilt. Wenn man am Ende des Tages sieht, wie vielen Tieren man helfen konnte und wie sie anfangen einem zu vertrauen ist das einfach ein unglaublich tolles Gefühl!
Außerdem war das Team einfach super! Egal wie oft man Dinge fragen musste, weil man manchmal einfach nicht verstanden hat was sie von einem wollten waren sie immer superfreundlich und ruhig.

Wir sind immer so zwischen 9:00 und 10:00 Uhr am Morgen ins Nature Center gefahren. Als wir angekommen sind, folgte am Vormittag dann immer der gleiche Ablauf. Wir haben die Tiere, die mit uns zuhause waren, aus dem Kofferraum geholt und ins Center gebracht. Danach haben wir entweder die Vogelkäfige sauber gemacht, oder die Waschbär-Käfige. Danach haben wir uns noch um die Opossums gekümmert und haben danach einer Kollegin bei den Käfigen draußen geholfen. Um 13:00 oder 14:00 Uhr haben wir dann immer eine Stunde Mittagspause gemacht. Danach haben wir wieder die Waschbär-Käfige sauber gemacht und geputzt. Zwischendurch haben wir Essen für die Tiere vorbereitet, Donna im Hospital geholfen oder kleine Aufgaben erledigt, wie das Wasser bei den Schlangen wechseln oder die Käfige säubern. Natürlich lief fast nie alles wie geplant, weil sehr oft neue, verletzte Tiere ins Center gebracht wurden, denen wir zuerst helfen mussten.

Ich habe gemerkt wie viel Spaß es mir macht mit Tieren zu arbeiten und ihnen zu helfen und überlege deshalb auch Tiermedizin zu studieren.
Wir haben in den sechs Wochen, in denen wir in Florida waren, nur gute Erfahrungen mit den Menschen gesammelt. Als wir angekommen sind, wurde uns gleich ein positives Bild geboten, als wir verplant und verwirrt am Flughafen saßen und den Zug nicht gefunden haben den wir noch nehmen mussten. Wir standen höchstens zwei Minuten dort rum und haben verwirrt geschaut, dann wurden wir gleich von einem Pilot der American Airlines angesprochen, der uns gleich einen Koffer abgenommen hat und uns dann direkt vor dem richtigen Zug abgesetzt hat. Genau das zog sich durch den ganzen Aufenthalt! Immer wurden wir gefragt (z.B. von Polizisten) ob sie uns helfen können. Auch im örtlichen Supermarkt waren wir schnell bekannt. :D

Wir waren eigentlich jedes Wochenende unterwegs. Mindestens einen Tag am Wochenende haben wir am Meer verbracht. ( zum Beispiel Deerfield Beach oder Pompano Beach)  
Dann haben wir ein Wochenende direkt in Miami am Ocean Drive verbracht. Das war das beste Wochenende überhaupt, weil Miami einfach eine super tolle Stadt ist!
Da Miami ja auch nicht weit von den Bahamas entfernt ist, haben wir ein Wochenende genutzt, um mit der Fähre auf die Bahamas zu fahren und die türkisblauen Strände zu bewundern.
Natürlich haben wir uns auch die Everglades angeschaut. Ein absolutes Muss, wenn man in Florida ist.
Nach der Arbeit sind wir fast jeden Abend zum Pool unserer Community gegangen und haben dort entspannt.

Außerdem sind wir mindestens einmal in der Woche shoppen gegangen, in einer der riesigen Malls. Des Weiteren sind wir gerne ins Kino gegangen oder waren essen.
Wenn wir mal keine Lust hatten wegzugehen haben wir uns einfach auf das Sofa gelegt und uns an allen Serien erfreut die in Deutschland frühestens ein halbes Jahr später rauskommen werden.

Einer meiner schönsten Momente war, als wir das Wochenende in Miami waren und abends am Miami Beach waren und uns bei dieser traumhaften Kulisse eine Hochzeit anschauen konnten.
Ein anderer schöner Moment war auf den Bahamas, als wir den Traumstrand verlassen haben und wir wieder auf das Boot sind und die Einheimischen einfach ausgelassen getanzt und gesungen haben wie man es sonst nur aus Filmen kennt.

Der schönste Moment im Nature Center war, als wir an einem Morgen einen Babywaschbär bekommen haben, der nicht größer war als meine Hand und wir ihn füttern und einfach nur halten durften.
Und der letzte und beste Moment war, als Anna und ich am vorletzten Abend noch ein Tattoo haben stechen lassen, das uns beide verbindet und uns an die tolle Zeit erinnert.  

Wenn wir Fragen hatten gab es immer schnell eine Antwort.
Um uns wurde sich immer kümmert und wir hatten alles was wir brauchten.
Fazit:
Es war das Beste was ich jemals in meinem Leben erleben durfte.
Tipps:
Nehmt euch bequeme und alte Klammotten zum arbeiten mit und macht euch schon vorher Pläne was ich alles machen wollt.

 

Ein Strandhaus mit lila Blumen bemalt steht am weißen Sandstrand
Hannah und eine Freundin halten zwei Krokodilbabys in den Händen
Eine Eule wird gefüttert
Hannah schmust mit einem Baby-Waschbär
Ein Opossum

Erfahre mehr über das Projekt, das Hannah R. so begeistert hat: Wildtier Rehab Florida in USA