Wildtier Rehab Florida in USA

"ich wäre wirklich gerne länger dort geblieben"

  • Freiwilligenarbeit
  • USA
  • 5 Wochen

Erfahrungsbericht von (24 Jahre)

09.09.2016

Im Prinzip habe ich mir meinen Aufenthalt so vorgestellt, wie er dann auch tatsächlich war. Ich würde Anlagen säubern, die Tiere füttern und kranken Tieren dabei helfen, wieder gesund zu werden. 

Die Arbeit mit den Tieren hat mir Riesenspaß gemacht. Um sieben Uhr bin ich aufgestanden, habe mich fertig gemacht und gefrühstückt. Dann bin ich mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren, was mich gleich mal richtig wach und munter gemacht hat (bis auf die Tage, an denen der Wind so stark war, dass ich mich kaum von der Stelle gerührt habe ;-)). Ich habe die Tiere gefüttert, gesäubert und im Hospital geholfen, die verletzten oder kranken Tiere wieder fit zu bekommen.
Am besten gefallen hat mir die Arbeit draußen, die großen Gehege zu reinigen, das Wetter war eigentlich immer super schön und warm und ich habe es genossen, dies bei den Tieren genießen zu können.

Ich habe jede Menge Berufserahrungen sammeln können. Ich bin offener geworden und gehe jetzt mehr auf die Menschen zu, darüber hinaus war ich gefordert, Verantwortung zu tragen und auch für Fehler geradezustehen. Ich denke daran bin ich wirklich gewachsen.

Florida ist sehr multikulturell, was man besonders in Miami bemerkt. Die meisten Menschen sind sehr hilfbereit und offen. Es gab aber auch Situationen, in denen man gemerkt hat, dass die Leute sich eher vorsichtig an (insbesondere) Europäer herantasten, auf diese Menschen war es schwieriger zuzugehen. Ich muss zugeben, in Florida habe ich es mir angewöhnt, viele Avocados zu essen.
Allgemein die Vielfalt von Restaurants ist wirklich beeindruckend, ich habe meine Liebe zum kubanischen Essen entdeckt. :)

In meiner Freizeit bin Ich bin mit den anderen Praktikanten in die Mall gegangen, zum Strand gefahren, an einer Everglades Tour teilgenommen, wir sind zu einem Ice Hockey Spiel gegangen. Wir haben uns nicht nur jeden Tag bei der Arbeit gesehen, sondern haben auch die Wochenenden zusammen verbracht und bei den verschiedenen Gastfamilien zusammen gegessen. Das war besonders schön, weil wir viele Leute getroffen haben und es immer ein Spaß war, wenn so viele Menschen beisammen saßen.
Es ist schwierig zu sagen was der schönste Moment war. Wo soll ich da nur anfangen? Die ehrliche Antwort wäre der gesamte Aufenthalt war ein Traum! Der lustigste Moment aber war wohl als eines der Squirrels mir beim Säubern seines Geheges auf den Rücken gepinkelt hat.
Ich fragte mich erst warum mein Rücken auf einmal so warm wird und da wurde mir klar - der kleine Monkey hat mir auf den Rücken gepinkelt! Dem Team vor Ort bin ich ehrlich gesagt nie begegnet und hatte auch keinen telefonischen Kontakt zu ihm, da es keine Probleme oder Fragen gab.

Fazit:
Auf jeden Fall war es eine gute Entscheidung in's Ausland zu gehen. Ich hatte zwar gehofft, dass ich mich wohlfühlen und mich mit den anderen ArbeiterInnen gut verstehen würde, doch ich hätte niemals gedacht wie sehr Zuhause ich mich dort fühlen würde.
Schnell hatte ich mich an meinen Tagesablauf, um sieben aufstehen, frühstücken, zur Arbeit radeln und den Tag und die Arbeit genießen, und die Menschen sowie die Sprache gewöhnt und wollte gar nicht mehr nach Hause zurück.
Das mag sich zwar übertrieben anhören, doch ich wäre wirklich gerne länger dort geblieben. Die Tiere sind mir wirklich ans Herz gewachsen und auch jetzt schaue ich mir gerne die Fotos von ihnen an und erinnere mich an die beste Zeit meines Lebens zurück.

Tipps:
Zukünftigen Teilnehmern würde ich empfehlen, sich keine Sorgen zu machen und vor Ort alles auf sich zukommen zu lassen!Ich hatte mir vor meiner Abreise wegen den banalsten Dingen viel zu viele Gedanken gemacht, die sich dann einfach in Luft auflösten. Seid einfach offen für alles und offen den Menschen gegenüber...denkt immer daran, ihr seid nur einmal dort ;-)

Erfahre mehr über das Projekt, das Ann Christin H. so begeistert hat: Wildtier Rehab Florida in USA