Wildpferde Florida in USA

"Ich bin so glücklich, was ich erreicht habe"

  • Freiwilligenarbeit
  • USA
  • 10 Wochen

Erfahrungsbericht von (19 Jahre)

2017-03-01

Kim schrieb:

"Die Arbeit begann täglich um 8:30 Uhr. Jeder Freiwillige hatte sein Pferde-Pen oder auch mehrere, welche jeden morgen gemistet und gerecht werden mussten (nur bei den small pens). Danach wurde an die rund 53 Pferde Heu verteilt und sie wurden gefüttert. Nach diesen Arbeiten wurden unter den Freiwilligen verschiedene Zusatzaufgaben (poop control & 3 Hunde-Pens, Wasser small pens, Wasser sancturary, Wasser east, pigs and chickens) aufgeteilt, da wir ab Ende Dezember so wenige Freiwillige waren und wir deshalb meistens erst um 12 Uhr fertig waren. Falls vor 12 Uhr noch Zeit war durften wir unsere Projekt-Pferde putzen. Falls man an einem Tag Küchendienst hatte, musste man, sobald die morgendlichen Arbeiten erledigt waren, das Mittagessen vorbereiten. Mittagspause war dann meistens von 12 - 14 Uhr. Am Nachmittag standen verschiedene Sachen an, z.B. Ausritt, Horse Work, Projekt Day, house cleaning. Die abendlichen Arbeiten begannen meist um 17 Uhr. Danach hatten wir dann frei. Der Küchendienst musste Abendessen vorbereiten und danach abspülen. Den Rest des Abends hatten wir frei.

Neben den Ranch Aktivitäten (Ausritte, Western Store, Kayakfahren) habe ich in meiner Freizeit das Kennedy Space Centre, die Universal Studios und Miami besucht. Des Weiteren haben wir einen Raketenstart gesehen, waren shoppen, im Kino und auf einem Rodeo. Aufgrund dessen, dass an diesem Projekt so viele verschiedene Kulturen aufeinander getroffen sind, haben wir sehr viele Mentalitäten kennengelernt. Die Leute kamen aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Frankreich, Schweden, Dänemark, Korea und natürlich Amerika. An Weihnachten wurden Spezialitäten aus allen Ländern gekocht. Ich persönlich habe viel über den amerikanischen Lebensstil gelernt. Er ist sehr entspannt und locker.

Der schönste Moment bzw. die schönsten Momente hatte ich mit meinem Projektpferd. Er war/ist ein 1-jähriger Mustang. Zu Beginn des Projektes war er so schreckhaft, dass er vor jedem weggelaufen ist und immer total angespannt war, als man sein Pen sauber gemacht hat. Er hat sich natürlich auch nicht anlangen lassen. Täglich, wenn ich in seinem Pen war, habe ich versucht auf ihn zuzugehen und ihm seine Angst zu nehmen. Woche für Woche ist es immer besser geworden, er hat angefangen auf mich zuzugehen, meine Hand abzuschnüffeln und sie abzulecken. In der 6. Woche konnte ich ihn das erste Mal streicheln, zwar nur im Gesicht, aber es war ein Anfang. In den letzten 3 Wochen wurde es dann immer besser, bis ich ihn zum Schluss sogar überall streicheln konnte. Er ist mir im Pen hinterhergelaufen und ist auf mich zugekommen, damit ich ihn streichle. Er hatte endlich Vertrauen aufgebaut. Auch zu anderen Leuten ist er mittlerweile offener und kommt auch an den Zaun und schnuppert. Ich bin so glücklich, was ich erreicht habe und so stolz auf ihn, dass er sich so positiv verändert hat.

Mein Fazit: Der Auslandsaufenthalt war auf jeden Fall eine gute Entscheidung. Ich habe so viele tolle Leute kennengelernt, ich habe mein Englisch verbessert, ich habe so viel Neues über Pferde gelernt, ich hab den Western Reitstil kennengelernt und ich habe Erfahrung und Erinnerungen gesammelt, die ich nie vergessen werde.

Meine Tipps für zukünftige Weltenbummler: Man darf sich nicht zu schade sein, dreckig zu werden."

Erfahre mehr über das Projekt, das Kim S. so begeistert hat: Wildpferde Florida in USA