Wildpferde Florida in USA

"Es war eine intensive Zeit, die ich nie vergessen werde"

  • Freiwilligenarbeit
  • USA
  • 4 Wochen

Erfahrungsbericht von

2017-04-19

Helena schrieb:

"Ich wurde vom 1. Tag an super ins Team aufgenommen und habe mich sehr wohl gefühlt. Es war die beste Zeit meines Lebens! Ich habe so viele Leute und auch neue Freunde kennengelernt. Menschen aus aller Welt kamen zusammen, um sich um diejenigen zu kümmern, die unsere Hilfe brauchen - die Wildpferde. Wir waren wie eine große Familie!

So sah mein typischer Tagesablauf aus:

Ich stand um 7 Uhr morgens auf und bereitete mir selbst mein Frühstück zu. Um 8:30 Uhr starteten wir den Tag und misteten die Pferdeboxen. Jeder bekam seine eigenen Boxen zugewiesen, die er zu misten hatte. Anschließend fütterten wir alle Pferde - auch diejenigen, die auf den Weiden standen - mit Heu, danach gab es Trockenfutter. Für die Versorgung der Pferde brauchten wir ca. 2 Stunden. Danach kümmerten wir uns um die anderen Tiere auf der Ranch. Wir fütterten und säuberten die Schweine, Hühner und Hunde. Alle Tiere erhielten zudem frisches Wasser. Um 12 Uhr gab es Lunch. Falls wir früher fertig waren, putzten wir die Pferde oder uns wurde eine andere Aufgabe gegeben. Es gab eigentlich immer etwas zu tun. Das Mittagessen wurde von uns Freiwilligen zubereitet. Jeden Tag hatten zwei Personen Küchendienst, die Lunch und Dinner zubereiteten und hinterher die Küche säuberten. Nach dem Lunch hatten wir bis 14 Uhr Freizeit. Meistens lagen wir gemeinsam am Pool und unterhielten uns oder genossen einfach die Sonne. Am Nachmittag arbeiteten wir mit den Pferden. Jeder erhielt ein Projektpferd mit dem er sich in dieser Zeit beschäftigen konnte. Manche Pferde waren wild und mussten an den Menschen gewöhnt werden, andere einfach nur bewegt oder geistig gefordert werden. Am späten Nachmittag mussten alle Boxen erneut gemistet werden. Anschließend wurden alle Pferde wieder mit Heu und Trockenfutter gefüttert und erhielten Wasser. Am Abend wurde wieder Essen zubereitet und anschließend saßen wir gemütlich zusammen oder schauten einen Film.

In unserer Freizeit fuhren wir oft zur Mall oder in den Supermarkt. Zweimal gingen wir zum Strand, der ca. eine Stunde Fahrt entfernt war. In der Nähe des Strandes gab es einen See, in dem wir Seekühe sahen. Mein Highlight war der Besuch eines typisch amerikanischen Rodeo, bei dem alle in Cowboy Boots und Cowboy Hüten rumliefen. Natürlich besuchten wir auch die typischen Attraktionen wie das Kennedy Space Center oder die Orlando Universal Studios.

Die Einwohner Floridas sind von ihrer Mentalität her sehr entspannt und lassen sich nicht stressen. Alle waren sehr offen und interessiert an meinem Herkunftsland und sehr kommunikativ. Ich wurde mit offenen Armen empfangen und habe mich sehr wohl gefühlt.

Mein schönster Moment ist für Außenstehende vielleicht nicht ganz nachvollziehbar, aber es war einfach ein perfekter Moment. Wir brachten mit dem Pick-Up den Müll nach vorn zur Straße, es war bereits dunkel. Meine neugewonnene Freundin und ich haben uns auf dem Rückweg auf die Ladefläche des Pick-Ups gelegt und betrachteten bei einer lauen Sommernacht die Sterne, während wir zurück zur Ranch fuhren. Es war einfach ein perfekter Moment, den Sternenhimmel bei 23 Grad auf der Ladefläche eines Pick-Ups mit einer Person, die mir sehr wichtig geworden ist, zu genießen.

Mein Fazit:

Dieser Auslandsaufenthalt war die beste Entscheidung! Ich bereue nichts. Im Gegenteil: ich bereue es, dass ich nicht noch länger dageblieben bin. Ich bin viel selbstständiger geworden, da ich auch im Anschluss an mein Programm allein in New York war. Das alles hat mich sehr weitergebracht - auch was das Englischsprechen angeht. Ich würde es jederzeit wieder machen und das werde ich auch.

Meine Tipps für zukünftige Weltenbummler:

Ich hatte keine besonderen Erwartungen an das Projekt, ich habe einfach alles auf mich zukommen lassen und war offen für Neues. So wurde ich nie enttäuscht. Das war jedenfalls für mich die richtige Entscheidung, so konnte ich wirklich jeden Moment genießen und meinen Alltag zurück in Deutschland lassen. Ich konnte meinen Kopf komplett abschalten und alle Alltagssorgen zu Hause lassen. Es war eine intensive Zeit, die ich nie vergessen werde. Im Gegenteil: ich schaue täglich mit einem Schmunzeln auf den Lippen auf diese besondere Zeit zurück."

Erfahre mehr über das Projekt, das Helena W. so begeistert hat: Wildpferde Florida in USA