Wildpferde Florida in USA

"Ein echtes Cowboyerlebnis"

  • Freiwilligenarbeit
  • USA
  • 2 Wochen

Erfahrungsbericht von

2018-05-07

Alexandra schrieb:

Die Einführung in die Arbeit von dem Team vor Ort war ok. Jedoch wurde oftmals die richtige Ausführung der Arbeit vorausgesetzt, obwohl das ein bisschen unklar war. Der Pickup war auch etwas durcheinander, da mir nicht mitgeteilt wurde, dass ich am Flughafen eine Stunde Wartezeit habe, bis ich abgeholt werde.

Mein Projekt hat mir Spaß gemacht. In den Wochen, in denen ich vor Ort war, haben wir oft alleine etwas unternommen und waren dann auf Transportmittel wie einem Taxi oder Uber angewiesen, da nicht viele geplante, externe Aktivitäten stattgefunden haben.  Die Aktivitäten, die mit uns unternommen wurden haben sehr großen Spaß gemacht. Die Verpflegung an Lebensmitteln war sehr gut, lecker und ausgewogen. 

Wir sind jeden Tag um halb acht aufgestanden und um halb neun begann die morgendliche Arbeit. Dabei wurden die Ställe ausgemistet und alle Tiere mit Nahrung und Wasser versorgt. Um zwölf Uhr war Mittagspause. Jeder hat sich selbst einen Snack zubereitet und danach waren wir meistens im Pool. Nachmittags gab es meistens Horsework zutun, dabei wurden die Tiere gepflegt oder man hat mit ihnen trainiert. Einmal waren wir nachmittags an einem Hundestrand, oder haben einen Ausritt gemacht. Abends wurden dann wieder die Tiere mit Nahrung versorgt und jeweils zwei haben währenddessen gekocht. Sonntags und montags hatte jeweils die Hälfte der Gruppe frei und nur abends beim Füttern geholfen.

In der Freizeit waren wir meistens einfach nur im Supermarkt. Die Strecken von der Ranch, egal wohin, waren immer ziemlich weit. Abends waren wir zwei Mal im Barn Linedancing. Einmal waren wir im Kino und an meinem letzten Tag sind wir alle zusammen nach Jacksonville zu einer Horsetrainer-Show gefahren. Strandbesuche waren größtenteils leider nicht möglich, weil es oft geregnet hat. 

Die Kultur und Bevölkerung von Florida kannte ich vorher schon sehr gut. Ich mache immer dieselben Erfahrungen: alle sind sehr aufgeschlossen und interessiert an einem. Dies mag auch schnell mal oberflächlich wirken. Im Großen und Ganzen achtet man immer sehr auf seine Mitmenschen und ist hilfsbereit. Auch wenn man gegenteilig dazu in den Staaten auch oft das Gefühl hat, dass die Menschen aneinander vorbei leben. Was, wie ich finde, aber nicht auf die Südstaaten zutrifft.

Die schönsten Momente hatte ich immer mit meiner Mitbewohnerin Tilde, die aus Norwegen kam. Wir haben alles zusammen unternommen. Die lustigsten Momente waren immer die, in denen wir die Sprachbarriere durchbrochen haben und uns auffiel, wie ähnlich sich norwegisch und deutsch klingt. Schön war der Moment, als wir beim Ausritt durch Wasser geritten sind und eine Kuhherde vor uns hergetrieben haben, damit die Pferde sich nicht erschrecken. Ein echtes Cowboyerlebnis.

Es war eine gute Entscheidung diesen Aufenthalt zu machen. Ich habe es genossen, in Florida den Alltag erleben zu dürfen. Am Wichtigsten ist für mich am Ende aber, dass ich so viele interessante neue Menschen kennen- und lieben gelernt habe.

Meine Tipps an zukünftige Weltenbummler: Geht nicht mit zu vielen Erwartungen an den Aufenthalt heran. Es muss einem klar sein, dass der Hauptgrund, warum man es macht, die Arbeit an sich ist.
 

Erfahre mehr über das Projekt, das Alexandra Neubauer so begeistert hat: Wildpferde Florida in USA