Unterrichten in Ayutthaya in Thailand

"Vom "floating market" über die Tempel und den alten Königspalast bis hin zum Museum"

  • Freiwilligenarbeit
  • Thailand
  • 4 Wochen

Erfahrungsbericht von

23.03.2012

Dominique schrieb:

"Ich wurde gut von Praktikawelten betreut. Zum Beispiel konnte man vor der Abreise jederzeit anrufen und Informationen einholen. Man hatte das Gefühl, gut versorgt zu sein. Vor Ort fand ich es super, dass wir immer mit Essen versorgt wurden und dass fast jeden Tag geputzt wurde.

Auch konnten wir uns bei Fragen immer an unsere Betreuung in Thailand wenden.
Vor meinem Abflug habe ich mir meine Arbeit so erdacht, dass ich zusammen mit einem Lehrer oder einer Lehrerin vor der Klasse stehen würde und sozusagen ein "Gehilfe" sein würde. Ich hab mir vorgestellt, dass ich in ein armes Land komme, in dem so ziemlich alles anders ist wie bei uns daheim. Außerdem war ich echt gespannt, ob die Menschen dort tatsächlich so sind wie ihr Ruf: Das Land des Lächelns.
Die Leute waren letztendlich noch viel freundlicher als ich dachte und offener als ich mir je hätte vorstellen können. Alle waren mehr als hilfsbereit und die Kinder haben wahnsinnig schnell Vertrauen zu mir gefasst. Auch meine Arbeit dort hat meine Vorstellungen übertroffen. Ich habe die Klasse ohne jegliche Hilfe von einem Lehrer unterrichtet und die Kinder haben erstaunlich gut mitgearbeitet.

Wir sind eigentlich jeden Morgen um 7 Uhr aufgestanden, um erst mal schön ausführlich zu frühstücken. Dann sind wir mit dem Fahrrad zum Bus und mit dem Bus dann zur Schule gefahren. Dort wurde mir eine Klasse zugeteilt, die ich an dem Tag unterrichten sollte. Danach war ich erst mal den ersten Teil des Tages auf mich gestellt, was aber sehr schön war. Später gab es Mittagessen in der Schule, danach manchmal noch Nachmittagsunterricht.
Nach der Schule haben wir meistens eine kleine Pause in unseren Zimmern gemacht, da es ziemlich warm war und die Schule und das Unterrichten doch ein wenig anstrengend waren.
Abends bin ich dann mit den anderen Mädels öfters in die Stadt gefahren, um noch etwas in einer kleinen Bar zu trinken oder über die Märkte zu bummeln. Ab und an sind wir auch bei einem Obsthändler vorbeigefahren, um viele verschiedene uns unbekannte Früchte zu probieren.

Es war sehr interessant zu sehen, wie gut man sich mit Händen und Füßen und einigen Brocken Englisch, die die Kinder dort sprechen konnten, verständigen kann. Auch war es schön zu sehen, dass die Kids auf spielerisches Lernen sehr gerne und gut reagieren und sehr aufmerksam sein können, wenn sie etwas interessant finden.

Während meines Aufenthalts hatte ich sehr guten Kontakt zu Teilnehmern und Thais. Die Hilfsbereitschaft der Menschen in Thailand ist wohl, genau wie ihre gute Laune, unübertrefflich. Natürlich gibt es auch schlecht gelaunte Menschen in Thailand, doch ich habe die allgemeine Stimmung dort als sehr viel positiver empfunden als hier. An die Kultur passt man sich erstaunlich schnell an und das Tragen längerer Hosen und schulterbedeckender Shirts gehörte bei uns sehr bald zum Alltag.
Jedoch gab es am Anfang die Sache mit der Nationalhymne, die immer zu einer bestimmten Zeit gespielt wird. Anfangs überhört man diese nämlich sehr leicht, da überall immer Geräusche sind, und wird dann sehr böse angeschaut, wenn man einfach weiter läuft. In Thailand muss man dann nämlich stehen bleiben.

An den Wochenenden gab es in Ayutthya genug zu entdecken. Vom „floating market“ über die Tempel und den alten Königspalast bis hin zum Museum. Mit unseren Fahrrädern war das alles super zu erreichen und auch die Touren auf den viel befahrenen Straßen haben uns, nach anfänglichen Schwierigkeiten, doch großen Spaß gemacht. Abends haben wir uns natürlich auch den Nachtmarkt angeschaut, der sehr leckeres Essen anbot.
Auch haben wir einmal die Insel „Ko Tao“ besucht, die ich allen nur empfehlen kann. Wir haben sie empfunden, als wären wir im Paradies!

Der lustigste Moment war, als wir einem TukTuk-Fahrer beschreiben wollten wo wir wohnen und er uns zu einem ganz anderen Platz gefahren hat, dann aber nicht verstand, dass er falsch gefahren war. Als wir ihm das dann aufschrieben, konnte er noch dazu nicht lesen. Und der schönste Moment war, als wir uns von den Kindern verabschieden mussten (was natürlich auch der traurigste Moment war) und mir ein Mädchen sein Armband geschenkt hat und mich ganz fest umarmte. Das hat mich sehr berührt.

Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich das gemacht habe. Ich würde es auch jederzeit wieder machen. Ich habe so viele neue, nette Menschen kennen gelernt!
Ich glaube einfach, dass man unbedingt offen sein sollte für alles Neue und mit positivem Gefühl und einem Lächeln im Gesicht auf die Menschen dort zugehen sollte. Dann geht alles von allein!"

Erfahre mehr über das Projekt, das Dominique S. so begeistert hat: Unterrichten in Ayutthaya in Thailand