Unterrichten in Ayutthaya in Thailand

"ich habe neue Seiten und Möglichkeiten an mir entdeckt"

  • Freiwilligenarbeit
  • Thailand
  • 4 Wochen

Erfahrungsbericht von

20.07.2013

Christian schrieb:

"Da ich bereits einige Male in Thailand war, hatte ich genaue Vorstellungen was mich dort erwartet. Völlig neu war jedoch die Erfahrung als Lehrer, und der Umgang mit den Kindern aus einer anderen Kultur. Ich habe erwartet, dass der Unterricht zum Großteil spielerisch gestaltet werden muss.

Ich habe die Zeit in Ayutthaya sehr genossen. Die Stadt ist sehr interessant, und es gibt viele schöne Plätze zu entdecken, auch nach mehreren Wochen. Ich habe mich im Volunteer-House sehr wohl gefühlt, obwohl ich doppelt so alt war wie die meisten Mit-Freiwilligen. Der Unterricht an der Schule war sehr fordernd, zudem ich die meiste Zeit als einziger Freiwilliger dort war. Meine Anwesenheit wurde sehr geschätzt. Es hat mir große Freude bereitet den Kindern etwas mitgeben zu können.

Ich habe das Volunteer-House um 08:00 Uhr velassen. Die Schule liegt auf der anderen Seite des Flusses, und ich musste am nahe gelegenen Pier eine Fähre zur anderen Seite nehmen. Dort war es noch ein Fußmarsch von wenigen Minuten zur Schule. Der Unterricht begann um 08:30 Uhr. Ich hatte 3 verschiedene Klassen, und auch eine Kindergartengruppe. Der Unterricht wurde vom ersten Tag an komplett von mir gesatltet. Ab und an war ein Lehrer anwesend aber lediglich um die Kinder im Zaun zu halten. Der Unterricht muss für die Thai-Kinder anders gestaltet werden als bei uns in Deutschland. Es muss immer eine gute Portion Spass im Spiel sein. Mit der Zeit habe ich mich darauf eingestellt, und den Unterricht sehr genossen. Nach dem Mittagessen bin ich wieder heimwärts Richtung Volunteer-House aufgebrochen. Am Nachmittag hatte ich genug Zeit, für Aktivitäten und die Unterrichtsvorbereitung.

Ich konnte durch den Umgang mit den Kindern meine soziale Kompetenz ausbauen. Auch die interkulturelle Kompetenz wurde gefördert, und ich habe mich komplett auf die andere Kultur eingelassen. Die Arbeit mit den anderen Freiwilligen an Unterrichtskonzepten fördert die Teamfähigkeit.

Ich bin während meines Aufenthalts direkter mit der thailändischen Kultur in Kontakt gekommen, als es für normale Touristen möglich wäre. Ich habe auch sehr viel Hintergrundwissen über Religion, Rituale und soziale Strukturen erhalten.

Man sollte sich nicht wie die klassischen Touristen kleiden oder verhalten. Wenn man der Kultur und den Menschen Respekt entgegenbringt, entdeckt man wirklich das authentische Thailand.

Abends sind wir meistens nach dem Essen zusammen gesessen und haben uns unterhalten. Wir haben auch oft einfach spontan Sehenswürdigkeiten in Ayutthaya besichtigt. An den Wochenenden wurde viel gereist, meistens in Gruppen. An einem Wochenende sind wir alle nach Bangkok gefahren. Ich war auch einmal am Golf von Thailand (Hua Hin). An einem anderen Wochenende bin ich mit zwei anderen Freiwilligen nach Lop Buri (Monkey Town) gefahren.

Als wir die Affen-Stadt Lop Buri besichtigt haben, sind wir plötzlich in das Einführungs-Ritual eines Mönchs geraten. Die Thais haben uns einfach mit hineingezogen. Wir sind dann mit den anwesenden Gästen, zu Samba-Klängen tanzend, mit dem Mönch dreimal um den Tempel gezogen.

Die Informationen von Praktikawelten waren sehr umfangreich und vollständig.

Die Betreuung vor Ort war optimal. Wir hatten im Volunteer-House einen permanenten Ansprechpartner. Er konnte uns immer weiterhelfen und es war eine Freude sich mit ihm zu unterhalten.

Ich bin sehr froh diesen Aufenthalt gemacht zu haben. Die Arbeit mit den Kindern hat mir sehr viel gegeben, und ich habe neue Seiten und Möglichkeiten an mir entdeckt."

Erfahre mehr über das Projekt, das Christian W. so begeistert hat: Unterrichten in Ayutthaya in Thailand