Elefanten-Projekt in Thailand
Elefanten mit Sattel auf dem Rücken in Thailand

"Einen solchen Auslandsaufenthalt kann ich wirklich jedem empfehlen."

  • Freiwilligenarbeit
  • Thailand
  • 2 Wochen

Erfahrungsbericht von

23.06.2016

Rebecca schrieb:

"Das Land habe ich mir vor meiner Abreise exotisch und die Menschen vor Ort sehr freundlich vorgestellt. Die Arbeit dort habe ich mir körperlich anstrengend, dennoch spaßig vorgestellt.

Von Anfang an war alles super organisiert. Wir wurden am Treffpunkt, der gut zu finden war, abgeholt und freundlich empfangen. Auch im Projekt waren wir bei allen herzlich willkommen. Alle kümmern sich gut um die Volunteers und sind sehr freundlich. Die Thailänder sind alle sehr gastfreundlich und sehr humorvoll. Es wird alles dafür getan, dass man sich wohl und wie Zuhause fühlt und falls es mal ein Problem gibt, geben die Gastgeber alles um dieses zu lösen. Vor Ort lernt man sehr viel über das echte Leben der Menschen in Thailand und über deren Kultur.

Das gemeinsame Frühstück begann täglich um 7:00 Uhr morgens und findet bei der Plattform statt. Es gab Toastbrot mit Erdnussbutter, Marmelade, Bananen und ein bis zwei Mal die Woche Spiegeleier. Kaffee, Tee und Wasser wurden auch zur Verfügung gestellt. Nach dem Essen wurde gemeinsam der Abwasch gemacht, danach fing die tägliche Arbeit an, dafür wurde man in drei Gruppen aufgeteilt. Dann wurden die Ställe ausgemistet, das Gehege gehakt und Zuckerrohr für die Elefanten geschnitten. Jede Gruppe verrichtete jeden Tag eine andere der drei Arbeiten. Die Arbeit dauerte höchstens eine Stunde und war zwar körperlich anstrengend, aber durchaus auch für zierliche Personen zu bewältigen. Nach getaner Arbeit gingen wir mit den Elefanten circa zwei Stunden spazieren und hatten die Möglichkeit Fotos von und mit den Elefanten zu machen und Fragen, die sowieso immer und überall gerne beantwortet werden, an die Guides zu stellen. Zweimal in der Woche wanderten wir circa zwei Kilometer zu einem Fluss und badeten mit den Elefanten. Mittagessen gab es täglich um 12:00 Uhr im Restaurant und abends wurde wieder bei der Plattform im Projekt gegessen.Wir hatten den ganzen Tag Programm und nie Langeweile. Trotzdem gab es noch genügend Freizeit um sich mal zu entspannen. Ich fühlte mich die ganze Zeit sicher. Besonders im direkten Umgang mit den Elefanten braucht man wirklich keine Bedenken zu haben.

Der allgemeine Standard in Thailand ist ganz anders als in Deutschland. Ich habe nur Erfahrungen mit körperlicher Arbeit gemacht und weiß, dass die Thailänder allgemein härter arbeiten und trotzdem weniger bezahlt bekommen als wir in Deutschland. Ich habe das Leben in Deutschland zu schätzen gelernt und möchte einen Beruf finden der nicht nur viel Geld einbringt, sondern mir Spaß macht und sinnvoll ist.

Die Thailänder sind allgemein sehr gastfreundlich, hilfsbereit, humorvoll und offen für Neues. Auch die Kultur unterscheidet sich in verschiedenen Dingen sehr von der deutschen Kultur. Wenn man zum Beispiel ein Haus oder Geschäft betritt, zieht man immer die Schuhe aus, da diese im übertragenden Sinne als besonders schmutzig angesehen werden. Da das Projekt in keiner typischen Touristengegend liegt, kann man das wirkliche Leben der Menschen vor Ort erleben. Die Thailänder leben im Gegensatz zu Deutschen in ärmlichen Verhältnissen, aber verlangen meist auch gar nicht mehr und sind glücklich mit dem was sie haben.

Abends trafen wir uns oft mit allen am Meeting Point und verbachten gemeinsam Zeit und tauschten uns aus. Da die Tage sehr lang und anstrengend sind empfehle ich trotzdem früh schlafen zu gehen, damit man auch fit in den nächsten Tag starten kann. Am Wochenende kann man seine Freizeit selbst gestalten. Trotzdem kümmern sich die Guides um dich und helfen bei der Planung oder unternehmen auch in ihrer eigenen Freizeit etwas mit den Volunteers. Man kann zum Beispiel zu nahe gelegenen Sehenswürdigkeiten fahren und vieles mehr.

Die schönsten Momente waren die gemeinsame Zeit mit den Mahouts, da diese unglaublich freundlich, aufgeschlossen und humorvoll sind. Trotz Sprachbarrieren kann man sich irgendwie verständigen und kommunizieren. Besonders schön ist es, die Mahouts im Umgang mit ihren Elefanten zu beobachten, da man die besondere Bindung zwischen Mensch und Tier hautnah miterleben kann. Die ganze Zeit war besonders schön und gehört zu den bisher schönsten Erlebnissen meines Lebens.

Es war sehr interessant einen ganz anderen Lebensstandard kennenzulernen, auch wenn dieser gewöhnungsbedürftig ist. Man lernt, dass Luxus nicht notwendig ist um ein lebenswertes Leben zu führen. Negatives habe ich dort nicht erlebt. Ich habe mich durchgehend wohl gefühlt und vermisse die Zeit dort sehr und würde jederzeit wieder dorthin gehen. Alle haben sich gut um mich gekümmert und ich habe mich stets geborgen gefühlt.

Fazit:
Die Teilnahme am Projekt war definitiv die beste Zeit meines Lebens, da ich viel vom Land gesehen habe und viele interessante Menschen kennengelernt habe. Man lernt viel über sich selbst, andere Menschen und Kulturen. Einen solchen Auslandsaufenthalt kann ich wirklich jedem empfehlen.

Tipps:
Du musst dich gut auf das Wetter dort vorbereiten, mit Sonnenschutz und passender Kleidung und du solltest offen für Neues sein und nicht unbedingt pingelig was Hygiene angeht."

Erfahre mehr über das Projekt, das Rebecca S. so begeistert hat: Elefanten-Projekt in Thailand