Big Five Reserve in Südafrika

" Es war für mich eine perfekte Auszeit "

  • Freiwilligenarbeit
  • Südafrika
  • 4 Wochen

Erfahrungsbericht von (21 Jahre)

01.03.2012

Sonja schrieb:

„Ich habe mir nicht wirklich Gedanken oder Vorstellungen gemacht bevor ich nach Südafrika geflogen bin. Die Landschaft war aber so, wie ich dachte, also endlose Weiten und eine unglaublich schöne Natur.
Es war alles sehr familiär in dem Camp und ich war immer mit Gleichaltrigen zusammen, das war einfach super! Die Unterkunft war auch weit besser als ich es mir ausgemalt hatte. Es gab so ziemlich alles, was man in Deutschland auch hat. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass man auch ohne Internet oder Telefon problemlos überleben kann. Ich habe in meiner Zeit dort unten nichts davon vermisst. Man denkt noch nicht mal dran, weil es so viele andere Sachen gibt, die wichtiger und spannender sind!

Mir hat sehr gut gefallen, dass Praktikawelten sich sogar um meine erste Nacht gekümmert hat, da ich einen Tag früher angekommen bin, als ich eigentlich sollte. Auch die Anfragen per Mail und Telefon wurden super  beantwortet und ich habe tolle Reiseunterlagen gekriegt.

Die Betreuung in Südafrika war auch super. Sehr gut hat mir gefallen, dass unsere Betreuerin bei uns im Camp geschlafen hat und somit immer für uns da war. Außerdem war es richtig cool am Samstagabend immer mit allen zusammen was zu trinken oder einfach nur von den Erlebnissen der Ranger zu hören.

In der ersten Woche sind wir oft sehr früh losgefahren, um auf den Feldern zu arbeiten. Wir mussten dann von unterschiedlich großen Feldern jeweils 100 Stichproben von den Gräsern nehmen. Das braucht man, um zu wissen mit welchen Mitteln welche Pflanzen am besten wachsen. Nach dieser Arbeit haben wir die Felder nochmals mit Stangen abgesteckt, damit diese gemäht werden können. Wir haben einmal zwei Tage lang einen Weg zu Bushman-Paintings mit Macheten von Sträuchern und Gräser befreit und ein anderes Mal sind wir  2 Tage hintereinander durch das Reservat gefahren und haben alle Tiere aufgeschrieben und gezählt, die wir gesehen haben.

Die Arbeit im Nationalpark war sehr interessant, weil sie so anders ist als meine in Deutschland und natürlich spannender, da man ja oft mit wilden Tieren zu tun hat. Es ist dort auch viel heißer, sodass es manchmal ein wenig anstrengend sein kann.

Ich hatte sehr guten Kontakt zu den anderen Teilnehmern und in unserer Freizeit sind wir zum Beispiel alle zusammen zum Schwimmen gefahren. Mit den anderen Teilnehmern haben wir uns oft auch nur unterhalten, die Sonne genossen oder ein Würfelspiel gespielt. Als wir dann umgezogen sind nach „Lapalala“ haben wir jede freie Minute am Pool verbracht oder auch ab und zu Fußball gespielt.

Es gibt zwei Dinge, die ich nie vergessen werde: Das Zusammenleben und richtig viel Lachen mit den anderen Teilnehmern, die ich selbst in einem Monat richtig ins Herz geschlossen habe und der zweite sind die Tiere, die man ab und zu richtig nah zu sehen bekam.

Da erinnere ich mich an meinen ersten Tag im Reservat. Wir wollten zur Arbeit fahren und haben Löwenspuren entdeckt und sind hinter her gefahren. Dann konnten wir hören, wie ein Rudel Löwen gerade ein Gnu erlegte und sind dann näher hin und konnten zuschauen wie sie es aßen. Der ältere männliche Löwe hat mit dem jüngeren, der noch keine richtige Mähne hatte noch richtig darum gekämpft. Es war Wahnsinn, die Geräusche zu hören, so hautnah dran zu sein und das alles richtig in der Natur!

Nach Südafrika zu gehen war eine meiner besten Entscheidungen im Leben! Nur bereue ich, dass ich nur einen Monat gebucht habe und nicht länger. Ich denke alles im Leben bringt einen weiter und diese Erfahrungen und Bekanntschaften in Südafrika kann mir niemand mehr weg nehmen. Es war für mich eine perfekte Auszeit zwischen Ausbildung und Arbeitsbeginn."

 

Erfahre mehr über das Projekt, das Sonja G. so begeistert hat: Big Five Reserve in Südafrika