Greater Krüger Premium in Südafrika

"Das darf man definitiv nicht verpassen"

  • Freiwilligenarbeit
  • Südafrika
  • 4 Wochen

Erfahrungsbericht von

2017-04-01

Annika schrieb:

"So sah mein typischer Tagesablauf aus:

Morgens sind wir meist zwischen 4.30 Uhr und 6.30 Uhr rausgefahren (abhängig von Sonnenaufgang und Art der Aufgabe), um unseren Tätigkeiten nachzugehen. Nachmittags war es meist zwischen 15.00 Uhr und 16.00 Uhr (je nach Temperatur). Zu unseren Aufgaben gehörte: Vögel zählen, Tiere auf den beiden Transect Routen zählen + notieren, Reserve Work (Straßen "bauen", Wege ausbessern, Löcher füllen, Gräben schaffen etc.), Spurensuche und das Wechseln der Batterien + Speicherkarten der Wildtier-Kameras. Später im Camp wurden dann die Listen in den PC übertragen oder die Kamera-Fotos ausgewertet. Von ca. 8/9 Uhr morgen bis 15 Uhr nachmittags hatten wir dann frei. Frühstück und Mittag konnte jeder essen, wann er wollte (Eigenregie). An manchen Tagen gab es dann auch mal eine kurze Lecture zu den wichtigsten Dingen, wie z.B. das Verhalten gegenüber Wildtieren, Informationen zu giftigen Schlangen, Skorpionen oder Spinnen, Spurensuche, Vogelgesänge etc.

Während des Tages hatten wir viel Freizeit und es gab auch oft nicht viel zu tun. Dann haben wir meistens nach dem Frühstück nochmal geschlafen, Filme geschaut, Karten gepielt, im Pool gebadet, gelesen oder einfach gechillt. Montags ist Ausflugstag. Da sind wir dann meist in die Stadt (ca. 1 Std vom Camp entfernt), zum Blyde River Canyon oder in Maholoholo Reha Zentrum gefahren.

Meine Erfahrungen mit der neuen Kultur und Bevölkerung:

Die Menschen im Projekt sind alle super cool und freundlich gewesen. Im Allgemeinen sind die Leute dort sehr aufgeschlossen, lebensfroh und extrem freundlich, egal ob fremd oder einheimisch. Leider gibt es trotz allem noch ein paar Menschen, die Unterschiede zwischen Weiß und Schwarz machen. Denn oftmals ist es noch immer so, dass hauptsächlich Schwarze Aufgaben wie Gartenarbeit, Haushaltshilfe, Parkservice etc. übernehmen. Trotz allem sind gerade diese Leute besonders freundlich und lebensfroh.

Abgesehen davon, dass wir von unserem Camp aus immer ein Krokodil auf der Sandbank unten am Fluss beobachten konnten, haben wir viele Tiere hautnah erlebt, auch wenn jede Menge Glück dazugehört. Einmal sind wir ganz überstürzt aufgebrochen, weil in unserer Nähe Wildhunde gesichtet wurden. Das war irre cool, durch die Dämmerung zu rasen und dann tatsächlich Wildhunde zu sehen. Oder einmal saß eine Löwin direkt neben unserem Auto hinter einem Busch und hat uns in aller Seelenruhe beobachtet. Meine Highlights waren aber nicht nur die Tiere, sondern auch die wunderschönen, atemberaubenden Sonnenauf- und -untergänge! Das darf man definitiv nicht verpassen! Und natürlich das Busch Camp, wo wir unter freiem Himmel geschlafen haben.

Mein Fazit:

Es war definitiv die beste Entscheidung meines Lebens, diesen Auslandsaufenthalt zu machen! Am Besten ist es aber immer, wenn man nach Möglichkeit mehrere Projekte kombiniert, um möglichst viel zu sehen und zu erleben. Es ist unglaublich, wie sich mein Englisch verbessert hat und wie selbstständig/selbstsicher ich dadurch geworden bin! Allein verreisen klingt erstmal schlimm, ist aber wirklich super! Ich habe nicht nur unglaublich viel über mich gelernt und meine Fähigkeiten verbessert, sondern weiß nun auch eine Menge über die Natur, Tiere und Kultur des Landes.

Meine Tipps für zukünftige Weltenbummler:

Es ist auf jeden Fall zu empfehlen, sich im Voraus (teurer) oder spätestens vor Ort eine ausländische SIM-Karte zu holen. Im Camp hat man mit MTN sehr guten Empfang, aber auch Vodacom ist okay. Wichtig wäre, dass ihr euch etwas zum beschäftigen mitbringt, denn ihr habt viel Freizeit und wenn man nichts zu tun hat, zieht sich der Tag nur so dahin. Ansonsten kann man auch die PCs vor Ort benutzen (kein Internet) oder Filme schauen. Gerade für den Wildeinsatz sind Kamera, Fernglas und viel viel Sonnenschutz sehr wichtig! Die Haare werden da schnell trocken, aber mitnehmen muss man nichts, denn viele lassen ihre Pflegeprodukte da und nichts hilft besser als Kokosnussöl (gibts dort relativ günstig; wirkt Wunder)! Ansonsten ist es auch immer gut, ein Reisetagebuch zu führen, einen USB-Stick zum Bilder austauschen mitzunehmen und eine FLASCHE, um sich das Wasser abzufüllen + mitzunehmen! Reiseschlafsack nicht vergessen! Moskitonetz und Kissen sind NICHT NÖTIG, gibt es vor Ort. Und plant ruhig etwas mehr Taschengeld ein, vor allem wenn ihr spezielle Lebensmittel wie Wurst, Kekse, Cornflakes etc. wollt. Bezahlen kann man übrigens problemlos mit Kreditkarte. ;-)

Zu guter Letzt: Habt nicht so viele Erwartungen und genießt die tolle Zeit!"

Erfahre mehr über das Projekt, das Annika S. so begeistert hat: Greater Krüger Premium in Südafrika