Sozialarbeit mit Kindern in Peru

"in Südamerika ticken die Uhren doch ganz anders"

  • Freiwilligenarbeit
  • Peru
  • 8 Wochen

Erfahrungsbericht von

11.05.2009

Daniela schrieb:

"Ich war sehr gespannt auf Peru an sich, die Menschen und insgesamt das Leben in einer ganz anderen Kultur, die ja doch sehr unterschiedlich von Deutschland ist.Mein Projekt war sehr schön! Die Mädchen im Waisenhaus hatten einen sehr geregelten Tagesablauf.

Morgens wurde u.a. gemeinsam gestrickt und gestickt, was mir gefallen hat, da ich so in den Genuss gekommen bin, stricken zu lernen. Danach habe ich meist den kleineren Mädchen beim Umziehen in die Schuluniform geholfen. Nach dem Lunch habe ich die Mädchen zur Schule begleitet und danach hatte ich frei.

Oft habe ich mich dann mit Freunden getroffen und wir haben zusammen etwas unternommen, oder ich war im Internet, um meinen Freunden zu Hause zu berichten, wie es mir geht. Abends bin ich dann mit Freunden Essen gegangen. Danach ging es dann oft noch in eine Bar oder Kneipe, aber nicht zu lang, da ich ja am nächsten Tag wieder früh aufstehen musste.

Viele Einheimische sind wirklich sehr nett, höflich und interessiert. Ich bin regelmäßig zu einer bestimmten Senora auf dem Markt gegangen, um meinen Jugo zu trinken. Sie hat mich nach einigen Tagen auch immer wiedererkannt und wir haben uns immer gut unterhalten! Am letzten Tag hat sie sogar nach Arbeitsschluss meiner Freundin noch eine halbe Stunde lang Stricken beigebracht, das war eine wirklich tolle Erfahrung!

In der Freizeit war ich auf sehr vielen Ausflügen mit anderen Freiwilligen unterwegs. Ich habe den Inka-Trail nach Machu Picchu gemacht, war 4 Tage lang auf einem Ausflug im Nationalpark Manu, war am Titicacasee und dort auch an der Copacabana in Bolivien, und in Arequipa und im Colca Canyon war ich auch.
Außerdem haben wir Ausflüge zu den umliegenden Ruinen und Märkten in der näheren Umgebung von Cusco gemacht, waren Paragliden und Pferdereiten!

Die lustigsten Momente waren wohl die, als wir alle cuy al horno (Meerschweinchen aus dem Ofen) probiert haben und endlos viele Fotos gemacht haben.

Die Organisation hätte besser einfach nicht sein können, es war fantastisch! Ich habe alles an Unterstützung bekommen, was ich gebraucht habe, habe auf Fragen immer eine schnelle und hilfreiche Antwort bekommen! Ich bin pünktlich am Flughafen abgeholt worden, dann sind wir gemeinsam zum Apartment gefahren, von dort aus zum Büro gelaufen, wo ich einen Stadtplan und einige erste Erklärungen bekommen habe, das war super! Einen Tag später gab es einen gemeinsamen Stadtrundgang, mit guten Tipps.

Wenn ich ein Problem hatte, wusste ich immer, wo ich mich hinwenden musste, aber zum Glück ging es mir die meiste Zeit so gut, dass ich es nicht in Anspruch nehmen musste. Aber ich wurde auch so öfters von Manfred gefragt, ob alles ok ist und wie es mir geht, wenn ich im Office war, das fand ich nett.

Es war definitiv eine gute Entscheidung, und ich würde es auch jederzeit wieder machen! Weitergebracht hat es vor allem mein Spanisch, und ich denke, es hat insgesamt auch geholfen, meinen Horizont über Europa hinaus weiter zu erweitern, in Südamerika ticken die Uhren doch ganz anders, und man wird in täglichen Leben mit Problemen konfrontiert, an die man hier nicht einmal denkt!"

Erfahre mehr über das Projekt, das Daniela Z. so begeistert hat: Sozialarbeit mit Kindern in Peru