Psychologie in Peru

"Meine Erwartungen wurden alle übertroffen."

  • Freiwilligenarbeit
  • Peru
  • 8 Wochen

Erfahrungsbericht von

09.04.2009

(8 Wochen "Psychologie" in Peru)

Sarah schrieb:
"Da ich mich ursprünglich für Humanmedizin angemeldet habe und glücklicherweise noch spontan mein Projekt wechseln konnte, hatte ich von meiner Arbeit keine konkrete Vorstellung. Über Peru habe ich mich im Internet informiert und mir Fotos angeschaut und ich freute mich auf ein schönes, vielfältiges Land.

Meine Erwartungen wurden alle übertroffen und ich war vom ersten Tag an begeistert!

Die Informationen und die Organisation durch Praktikawelten waren wirklich gut. Meine Anfragen wurden sofort beantwortet, und die Reiseunterlagen und Infos vorab waren auch sehr hilfreich. Die Betreuung durch das Team vor Ort war auch super. Ich habe mich ja kurzfristig entschieden, mein Projekt zu wechseln und mein Betreuer vor Ort hat mir sofort andere Projekte vorgeschlagen und konnte alles unkompliziert lösen. Er war auch immer für uns da, wenn wir Fragen hatten oder im Haus etwas defekt war.

Das WG-Leben im Praktikawelten-Haus, die Sprachschule, die Stadt Cusco und mein Projekt waren super! Ich habe meine Zeit in Peru in vollen Zügen genossen.

Mein Tag während meiner Zeit im Projekt sah ungefähr so aus, dass ich um 7.30Uhr aufgestanden bin und in der Gastfamilie gefrühstückt habe.

Zum Frühstück gab es immer Brötchen mit Marmelade und Tee und Rührei, Früchte, heiße Schokolade oder eine Art Milchreis mit Quinoa (eine typische Getreideart aus den Anden). Anschließend bin ich mit dem Bus eine halbe Stunde ins Projekt gefahren. Ich konnte meine Arbeitszeiten selber auswählen und war immer von 9 bis ca. 14 Uhr dort. Ich habe jeden Mittag im Projekt gegessen, weil sich die Patienten beim Kochen immer viel Mühe gegeben haben und sich freuten, wenn ich zum Essen blieb. An meinem letzten Tag haben sie mir sogar „Ceviche“ (sehr leckere peruanische Fisch-Spezialität) zubereitet. Nach dem Projekt ging ich zu Fuß ins Praktikawelten-Haus und traf mich mit meinen Freunden.

Meistens aß ich in der Gastfamilie Abendbrot und traf mich dann später nochmal mit den anderen Teilnehmern.

In meinem Projekt habe ich gute Erfahrungen mit den Leuten gemacht. Der Direktor, seine Frau und die Patienten haben mich herzlich empfangen und mir von Anfang an das Gefühl gegeben, Teil der Familie zu sein. Auch die Patienten waren immer respektvoll und sehr zuvorkommend. Da ich keine psychologischen Vorkenntnisse hatte, konnte ich im Projekt zum Beispiel Englisch unterrichten und mich um die Patienten kümmern.

Ich hatte sehr guten Kontakt zu Einheimischen, die Taxifahrer und die Leute auf der Straße waren sehr freundlich und an Gesprächen interessiert und ich hatte eigentlich keine unangenehmen Erfahrungen mit den Peruanern. Das einzig Auffällige war, dass ich vor allem mit männlichen Peruanern Kontakt hatte. Die Frauen waren da oft viel zurückhaltender. Sonst bin ich mit der peruanischen Kultur super zurechtgekommen!

Abends waren wir meistens in unserer Stammbar und gingen manchmal später noch feiern. Die Wochenenden haben wir oft verlängert und haben Ausflüge in die Umgebung, z.B. nach Ica, Arequipa, zum “Machu Picchu“ oder auch in den Regenwald nach Puerto Maldonado unternommen.

Kurz vor meiner Heimreise habe ich mir noch eine Woche freigenommen und bin mit 4 anderen Teilnehmern nach Bolivien gefahren. Wir sind zuerst nach Puno und Copacabana an den Titicacasee gefahren, dann weiter in die Hauptstadt La Paz und haben sogar eine 3-Tages-Tour in der Salzwüste von „Uyuni“ gemacht. Die Tour mit den unglaublich schönen Landschaften, das Bootfahren auf dem Titicacasee und die lustige Zeit mit meinen Freunden habe ich sehr genossen. Ein weiterer schöner Moment war, als der Direktor von meinem Projekt nach dem Mittagessen zu mir gesagt hat, dass sie es schön finden, mich bei sich zu haben. Er meinte, dass ich eine sehr liebenswerte Person mit einem guten Herz sei und dass er mir nur das Beste für meine Zukunft wünsche und jemanden der mich für mein Leben lang liebt. Es war sehr rührend und ich habe mich gefreut, dass mein Engagement wertgeschätzt wird.

Mein Aufenthalt in Peru war eine super Erfahrung und ich würde sofort wieder dorthin zurückkehren, wenn ich könnte. Ich hätte vielleicht am Schluss noch etwas mehr Zeit zum Reisen einplanen sollen, aber sonst war alles perfekt!"

Erfahre mehr über das Projekt, das Sarah M. so begeistert hat: Psychologie in Peru