Psychologie in Peru

"...in diesem Moment wurde mir klar, dass es wichtig ist, was ich dort tat"

  • Freiwilligenarbeit
  • Peru
  • 25 Wochen

Erfahrungsbericht von

21.06.2014

Julian schrieb:

"Ich hatte einfach eine tolle, interessante, spannende, erlebnisreiche Zeit und habe mich nie alleine gefühlt!

Mein Tagesablauf lief so ab: am Morgen half ich immer in der Schule aus. Ich habe den Kindern geholfen, die Schulaufgaben zu lösen und dann gab es eine Sportstunde. Später dann noch Spielstunde und wir haben oft auch Ausflüge gemacht.

Es war am Anfang schwierig, da mir die Kinder nicht gehorchen wollten und sie mich nicht kannten. Je mehr Zeit ich jedoch mit ihnen verbrachte, desto mehr Spaß hat es gemacht und ich konnte auch echte Lernfortschritte bei den Kleinen erkennen. Ich habe besonders in den Bereichen Unterrichten und auch etwas IM Bereich Psychologie dazugelernt.

Was mir auffiel war, dass Peruaner jeden Tag Reis essen und ihre traditionelle Musik finde ich persönlich schrecklich ;-). Sie haben aber ein sehr gutes Herz und die meisten Gastfamilien sind sehr gute Gastgeber.

In meiner Freizeit habe ich ganz verschiedene Dinge unternommen: sind nach Arequipa gefahren (die Hauptstadt vom Land Arequipa), haben Paintball gespielt, war auf Homeparties im Praktikaweltenhaus, habe Fußball gespielt und bin in Cafés und Restaurants essen gegangen.

Der schönste Moment für mich war, als ich an einem Freitag, einem behinderten Jungen, eine Stunde lang nur beibrachte seinen Namen zu schreiben und er konnte es einfach nicht selbst. Obwohl er Fortschritte machte, vergaß er diese im nächsten Moment gleich wieder. Obwohl ich extra länger blieb schaffte er es einfach nicht. Ein wenig desillusioniert und erschöpft ging ich nach Hause. Als ich am nächsten Montag wieder in die Schule ging, saß derselbe Junge bereits auf seinem Platz und hatte schon mit seinen Aufgaben begonnen.

Als ich ihn sah konnte ich es kaum glauben. Ohne Probleme schrieb er seinen Namen immer und immer wieder. :-) In diesem Moment wurde mir klar, dass es wichtig ist, was ich dort tat und dass es einen Unterschied macht und sich das Leben der Kinder durch meine Hilfe zum Besseren wenden kann.

Es gibt noch viele weitere schöne Momente in Cusco, dieser ist nur einer von vielen.

Einmal wurde ich von jemandem aus dem Team zum Arzt begleitet, als es mir nicht gut ging. Ich war sehr froh, über die Hilfe vom Team vor Ort. Es war nicht nur eine gute Entscheidung, ich würde sogar sagen, dass es mein Leben positiv verändert hat. Ich habe interessante Leute aus jeder Ecke der Welt kennengelernt, bin erwachsener geworden und habe viele spannende Erfahrungen in meinem Projekt gemacht."

Erfahre mehr über das Projekt, das Julian J. so begeistert hat: Psychologie in Peru