Wildlife in Namibia

"Mein Aufenthalt in Namibia war mit Abstand das Beste, das ich bis jetzt machen konnte!"

  • Freiwilligenarbeit
  • Namibia
  • 3 Wochen

Erfahrungsbericht von

25.07.2015

Robi schrieb:

"Natürlich habe ich mich, wie jeder andere der seine Reise kaum erwarten kann, über mein Reiseziel Namibia informiert. Ich konnte mir jedoch nicht genau vorstellen, was auf mich zukommen wird und wie die Menschen dort sind. Über die Rehabilitationsfarm in Namibia habe ich mich absichtlich nicht groß informiert, weil ich mich überraschen lassen wollte und ohne irgendwelche Erwartungen ins Projekt starten wollte.

Mein Aufenthalt in Namibia auf der Rehabilitationsfarm war unbeschreiblich schön und mit Abstand das Beste, das ich bis jetzt machen konnte! Wir fünf Neuen wurden total lieb und herzlich von den Mitarbeitern empfangen. Ich habe mich von Anfang an total wohl gefühlt.

Unser typischer Tagesablauf begann um 07:30 Uhr mit Frühstück. Um viertel nach acht begann die erste Fütterungsrunde auf der Farm. Damit auch genug Abwechslung für Jeden dabei war, wurden wir circa alle zwei Tage in verschiedenen Gruppen, bei verschiedenen Tieren eingeteilt. Die Tiere sind eingeteilt in "Big Animals" und "Small Animals". Das Füttern hat immer total viel Spaß gemacht, auch wenn das Ganze am Anfang echt überfordernd war. Wenn man sich erst mal dran gewöhnt hat, geht alles ganz einfach. :) Nach dem Füttern stand immer eine Activity auf dem Plan, wie zum Beispiel Dinge in Gehegen reparieren, Sachen für die Farm bauen, Straßenschilder malen, ein lehrreicher Bush-Drive, Elephantcleaning oder ganz einfach verschiedene Gehege säubern. Dinge die halt dazu beitragen, dass die Farm so intakt bleibt wie sie ist.

Um 13:00 Uhr gab es Mittagessen, was immer total lecker und reichlich war. Auch für die Vegetarier unter uns, wurde immer extra gekocht. Das Essen war wirklich total spitze! Danach hatten wir bis 15:00 Uhr Pause, in der wir chillen, baden oder bei den Tieren sein konnten. Kaffee und Kuchen gab es übrigens jeden Tag.

Danach starteten wir in die zweite Fütterungsrunde und zum Schluss kamen dann noch die "Cats", (die Raubtiere) an die Reihe. Das war natürlich immer total beeindruckend. Nach dem Abendessen standen meistens Lagerfeuer, Spiele und endloses Plaudern und Lachen auf dem Plan.

In meiner Zeit in Namibia habe ich total viele Eindrücke und Erfahrungen sammeln können. Durch die ganze Reise alleine erlangt man viel Mut und Selbstvertrauen. Ich denke ich konnte viel von der Herzlichkeit und der Offenheit der einheimischen Einwohner mit in die Schweiz nehmen. Den "African Lifestyle" werde ich wohl immer vermissen. Ich habe gelernt offener gegenüber unerwarteten Dinge zu sein und einfach mehr im Hier und Jetzt zu leben. Die Menschen hier in der Schweiz könnten sich eine dicke Scheibe von der Herzlichkeit der Afrikaner abschneiden.

Einen wirklichen Kulturschock hatte ich nicht direkt. Die Menschen sind total herzlich und haben fast immer ein Lächeln auf den Lippen. An was ich mich etwas gewöhnen musste, war das "Easy-going" der Afrikaner. Zeit spielt bei Afrikanern keine wichtige Rolle, da lebt man eher nach dem Motto : "Wenn es heute nicht kommt, dann kommt es irgendwann nächste Woche". Auch wenn das manchmal etwas mühsam ist, ist es genau das, was ich am meisten vermisse!

Zwischen den Arbeitszeiten hatten wir genügen Freizeit um mal zu chillen, Billard zu spielen oder sonstige Dinge zu tun. Da die Farm sehr abgelegen ist, konnten wir in unserer Freizeit nicht groß in eine Stadt oder irgendwelche Sehenswürdigkeiten anschauen. Da ich aber das Bedürfnis danach gar nicht hatte, störte mich das auch gar nicht.

Sonntag war der Lazy-day. Da konnten wir eigentlich den ganzen Tag machen, was wir wollten. Natürlich haben wir auch Dinge unternommen, wie Ausflüge nach Etosha, zu den Himbas, mehrere Sleep-outs im Bush oder nächtliche Night-Drives mit dem Pick-up! :)

Für mich gab es keinen besten Moment. Der ganze Aufenthalt war total toll und unvergesslich! Was mir am Aufenthalt aber am meisten bedeutet hat, war der Zusammenhalt mit den anderen Volunteers und die tollen Mitarbeiter auf der Farm. Natürlich war auch das Arbeiten cool und eine super neue Erfahrung, aber das Zusammenleben mit allen zusammen war echt total lustig und schön. Wie die Farmmitarbeiter immer sagen: "Once a Family-always a Family!"

Mit der Praktikaweltenorganisation war ich rundum zufrieden. Ich wurde schon früh vor der Abreise gut vorbereitet. Bei Fragen, war immer jemand da der mir geholfen hat.

Die Arbeiter auf der Farm waren echt total toll und endlieb! Man hat sich total wohl und akzeptiert gefühlt. Unsere Guides Chris, Joshua, Mathew und Simone waren immer für uns da und haben versucht uns jeden Wunsch zu erfüllen. Ich habe mich auch viel mit den Arbeitern auf der Farm unterhalten und manchmal machte es mich einfach sehr traurig zu sehen wie hart die Arbeiter dort arbeiteten und wie wenig sie zurückbekommen oder wie selten sie ihre Familien sehen können. Aber das lässt sich halt leider manchmal nicht ändern.

Fazit: Es war definitiv eine sehr gute Entscheidung, diesen Aufenthalt zu machen! Ich habe sehr viel dazu gelernt und bin mir sicher, sobald wie möglich wieder einen solchen Aufenthalt zu machen! Tipps: Ich denke jeder sollte einen solchen Aufenthalt mal machen und merken, wie viel man dabei lernen kann. Seid einfach offen für alles und Jeden und lasst den Europäer zuhause!! Alles andere klappt schon, denn dort wirst du schnell merken, dass dich jeder so nimmt, wie du bist!

Erfahre mehr über das Projekt, das Robi so begeistert hat: Wildlife in Namibia