Wildlife in Namibia

"Für mich waren die schönsten Momente bei den Giraffen"

  • Freiwilligenarbeit
  • Namibia
  • 3 Wochen

Erfahrungsbericht von

29.08.2014

Julia schrieb:

"Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mir das Leben in Afrika vollkommen anders vorgestellt habe. Ich hatte vor meiner Abreise auch schon mit meinen Mitreisenden geschrieben und wir haben noch Witze darüber gemacht, dass wir dort eine Diät machen und man morgens z.B. immer Maisbrei isst ...

Dies kann ich auf jeden Fall überhaupt nicht bestätigen! Das Essen war fantastisch! Des Weiteren hätte ich nicht erwartet, dass so viele verschiedene Aufgaben mit und ohne Tiere auf uns warten. Wir haben uns vorgestellt, dass wir mit den Betreuern/Besitzern der Farm als "Angestellte" fungieren, doch es war mehr wie eine große Familie! Als ich mit den drei anderen Mädels auf der Farm ankam, konnten wir unser Glück kaum fassen! Wir wurden super herzlich begrüßt und haben uns von Anfang an sehr gut aufgehoben gefühlt – ein Zuhause auf Zeit mitten in Namibia. Außerdem ist die Farm total schön und die Zimmer waren wirklich ein Traum! Jeder Tag war abwechslungsreich und uns wurde nie langweilig. Unsere Betreuer haben sich in der Zeit alle Mühe gegeben uns jeden Wunsch zu erfüllen und wir hatten durch sie unvergessliche Momente. Nicht nur die wunderschönen Momente mit den Tieren werde ich nie vergessen, sondern auch unsere Pausen am Pool & auf der Terrasse.

Ein typischer Tag begann um 7:30 Uhr morgens mit einem ausgiebigen Frühstück in gemütlicher Atmosphäre. Dort besprachen wir dann auch gleich wer in welcher Gruppe ist und was für den Tag zu tun ist. Bei der Fütterung hatten wir einmal die „Small Animals“ und die „Big Animals“. Zu den „Small Animals“ gehörte die Bird Avery, in der sich neben Papageien, Meerschweinchen und Schildkröten noch mehr kleinere Tiere befinden. Aber auch die Mungos und die Ziegen gehörten dazu. Bei den „Big Animals“ haben wir die Giraffen gefüttert und die Nashörner versorgt. Danach haben wir noch Futter am Wasserloch verteilt. Wenn die Aufgaben erledigt waren, haben wir uns alle wieder getroffen und haben zum Beispiel das Elefantengehege gesäubert bis es um 13 Uhr Mittagessen gab. 

Danach hatten wir meist freie Zeit, um sich an den Pool zu legen oder man konnte tun, worauf man eben Lust hatte. Um 15 Uhr trafen wir uns dann beim Kuchen essen und gegen 15:30 Uhr ging es dann mit der 2. Fütterungsrunde weiter wie am Morgen. Um 17 Uhr sind wir alle gemeinsam mit zur Raubtierfütterung gefahren, die jeden Abend ein Highlight war. Um 19 Uhr gab es dann Abendessen und danach haben wir oft noch stundenlang am Lagerfeuer gesessen oder Filme geguckt. Teamwork ist in diesem Projekt großgeschrieben und man lernt, dass man auf alles Neue offen zugehen sollte und sich nicht scheuen muss.

Auf unserer Rundreise durch Namibia konnte ich nur positive Erfahrungen mit der Kultur und Bevölkerung sammeln. Alle Menschen sind dort gegenüber Fremden sehr offen und immer freundlich! Sie sind sehr gastfreundlich und versuchen so gut es geht immer hilfsbereit zu sein. Ich hatte überhaupt keine Probleme und habe mich sehr wohlgefühlt.

In unserer freien Zeit haben wir am Pool gelegen, Karten gespielt, Sport gemacht oder uns bei den Tieren aufgehalten. Abends saßen wir meist am Lagerfeuer oder haben einen Film geguckt. Am Sonntag hatten wir den Fun Day, an dem wir zusammen Billard, Darts oder andere Spiele gespielt haben. Am Wochenende konnten wir unter anderem mit in den Nationalpark Etosha zum Campen fahren oder haben beim Wasserloch oder den Elefantengehege geschlafen. 

Für mich waren die schönsten Momente bei den Giraffen, als wir sie mit Roiboos Tee gefüttert haben. Eine dort gewonnene Freundin hat ihre Flasche aus dem Mund der Giraffe gezogen und dann hatte ich einen zähen und langen Sabberfaden auf der Stirn. Es gab aber so viele tolle Momente, die man gar nicht alle aufschreiben kann! Die ganze Zeit war einfach super!

Praktikawelten hat auf meine Fragen immer sehr schnell reagiert und hatte auch zu jeder Frage eine passende Antwort. Die Reiseunterlagen fand ich sehr übersichtlich und waren auch schnell bei mir. Ich habe nichts vermisst.
Die Betreuung von dem Team vor Ort hätte nicht besser sein können! Man hat sich wie ein Teil einer Familie gefühlt und hatte immer jemanden den man bei Fragen ansprechen konnte und es wurde einem auch immer umgehend geholfen!

Fazit:
Es war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben, diesen Auslandsaufenthalt alleine zu machen! Ich habe viele neue Freunde gefunden und Erfahrungen sammeln können. Ich denke, dass man danach auch selbstbewusster auf neue Situationen zugehen kann! Ich würde es immer wieder machen und habe es nicht eine Sekunde bereut!

Meine Tipps:
Macht euch nicht zu viele Sorgen! Ich hatte am Anfang, meiner Meinung nach, etwas zu viele! Natürlich muss man auf einige Sachen achten, aber es ist alles halb so schlimm! Oder halt auch gar nicht schlimm ... Man ist dort gut versorgt und sicher."

Erfahre mehr über das Projekt, das Julia H. so begeistert hat: Wildlife in Namibia