Wildlife in Kanada

"...die kleinen Babyopossums und Babysquirrels alle 3 Stunden mit der Flasche..."

  • Freiwilligenarbeit
  • Kanada
  • 10 Wochen

Erfahrungsbericht von

2011-08-04

Julia schrieb:

"Vor meinem Abflug habe mir vorgestellt, bei meinen Aufenthalt in Kanada freundliche, nette Menschen kennenzulernen, viel von der Natur zu sehen, bei der Arbeit auch mithelfen zu dürfen und nicht nur zuzugucken, natürlich viele verschiedene Tiere zu versorgen und eine nette Arbeitsatmosphäre zu haben.

Meine Zeit in Kanada war dann auch super und genau nach meinen Vorstellungen! Ich wurde auf der Arbeit sofort liebevoll willkommen geheißen und hatte nette Arbeitskollegen. Ich durfte alle Arbeiten, die es zu tun gab ausführen und wir hatten immer eine Menge Spaß dabei.
Mein Gastvater hat mit mir und meiner deutschen Gastschwester viele Ausflüge gemacht und uns so die kanadische Landschaft gezeigt. Ein Highlight war dabei ein fünftägiger Urlaub bei seiner Verwandtschaft in Salmon Arm.

In meinem Projekt hatte ich Früh- oder Spätschichten:
Zuerst wurden immer alle Käfige gesäubert und die schmutzige Wäsche gewaschen. Dann hat man wieder neues Futter für den nächsten Tag zusammen gemischt. Die kleinen Babyvögel mussten alle 15 Minuten mit einer Spritze gefüttert werden und die kleinen Babyopossums und Babysquirrels alle 3 Stunden mit der Flasche. Zwischendurch hat man immer wieder mal abgewaschen, gefegt oder gewischt.

Höhepunkte waren immer wieder dann, wenn man Tiere freigelassen hat und gesehen hat, dass die Arbeit etwas gebracht hat.

Weiterhin hatten wir während meines Aufenthaltes den Tag der offenen Tür und es war sehr schön, wir konnten unsere Arbeit vielen Besuchern vorstellen.

Die Aufgaben waren sehr vielfältig und haben mir alle Spaß gemacht. Obwohl der Tagesablauf jeden Tag ähnlich war, habe ich gemerkt, dass er nicht langweilig wurde. Selbst Arbeiten wie dreckige Käfige auswaschen waren nicht halb so schlimm wie man sie sich eventuell vorstellt, da man dabei mit anderen Leuten viel Spaß haben konnte. Weil viele Tiere gestorben sind, die wir bekommen haben, ist es einem wieder neu bewusst geworden, dass der Tod etwas Natürliches ist und zum Leben dazu gehört.

Die Kanadier sind sehr offene und freundliche Menschen, die auf dich zugehen und die einen immer willkommen heißen. Auch an die anderen Essensgewohnheiten habe ich mich schnell gewöhnt, zum Beispiel Bratkartoffeln zum Frühstück oder Pfannkuchen mit Ahornsirup.

Abends sind meine deutsche Gastschwester und ich gerne noch mal in den Pool im Garten gegangen. Wir haben einen zweitägigen Aufenthalt in Vancouver Downtown gebucht mit Sightseeingtour und Pub Crawling. Shoppen gehörte auch zum Programm. Mit einer Arbeitskollegin aus Deutschland haben wir mit meinem Gastvater einen Ausflug zum Stanley Park unternommen. Auch Whistler und Vancouver Island standen auf dem Programm. Der Höhepunkt war der Urlaub in Salmon Arm mit meiner Gastschwester und meinem Gastvater. Wir wurden auch zu einer Hochzeit von einer befreundeten Familie eingeladen.

Ich hatte viele schöne Momente in Kanada. Einige der schönsten waren für mich, die Tiere in die Freiheit zu entlasssen, zu sehen, wie die kleinen Babytiere das erste Mal ihre Augen aufmachen, der Urlaub in Salmon Arm, Zeit mit meiner Gastschwester zu verbringen, Spaziergänge mit dem Familienhund Oscar zu machen und die wundervolle Landschaft zu bestaunen!

Ich wurde gut beraten und wenn ich irgendwelche Fragen hatte, wurden mir diese gut beantwortet. Ich habe mich vor Reiseantritt gut vorbereitet gefühlt. Ich hatte auch keine Angst, dass ich in Kanada auf einmal auf mich allein gestellt sein würde, wenn es irgendwelche Probleme gibt, sondern dass man sich immer an einen wenden kann.

Es war eine sehr gute Entscheidung, da mir der Aufenthalt  persönlich viel gebracht hat. Mein Englisch hat sich durch den täglichen Gebrauch verbessert und ich habe sehr viele Erfahrungen gesammelt, auch im Umgang mit anderen Menschen.

Ich würde so einen Auslandsaufenthalt immer wieder weiterempfehlen, da es richtig viel Spaß gemacht hat.
Ich würde auch empfehlen, immer mehrere Geldkarten mitnehmen, da manche Geldautomaten nicht mit den deutschen Karten klar kommen. Weiterhin sollte man eine gute Regenjacke besitzen, da dem kanadischen Regen nicht alle Jacken gewachsen sind. Der Bus in Kanada nimmt nur das passende Geld an und gibt einem kein Rückgeld, also ist ein bisschen Kleingeld dabei zu haben nie schlecht. Man sollte auch nicht zu viele Klamotten mitnehmen, da diese in Kanada oftmals viel billiger sind."

Erfahre mehr über das Projekt, das Julia H. so begeistert hat: Wildlife in Kanada