Wilde Tiere in der Nähe von Vancouver in Kanada
Elch am Straßenrand in Kanada

"Der Aufenthalt hat mich in Sachen Studium extrem weiter gebracht"

  • Freiwilligenarbeit
  • Kanada
  • 6 Wochen

Erfahrungsbericht von

01.03.2015

Stefanie schrieb:

"Vor meinem Abflug nach Kanada dachte ich, dass das Klischee mit dem kalten Wetter stimmt und dass es überall Wolkenkratzer gibt. Eben das standardmäßige Bild, welches die meisten haben, aber welches bei meinem Aufenthalt widerlegt worden ist.
An meine Arbeit habe ich nicht so viel gedacht, weil es einfach kurz vor Abflug so viel zu erledigen gab, dass ich daran eher nicht gedacht hatte. Ich habe nur gehofft, dass ich auch selber mithelfen kann und darf und nicht nur immer zuschauen soll. Außerdem habe ich auch gehofft, etwas von der Tierwelt zu lernen und natürlich auch zu sehen! ;)

Es hat einfach alles geklappt! Ich war anfangs echt nervös, ob ich nicht schnell Heimweh bekomme, wenn ich ganz alleine nach Kanada komme. Aber als ich dann von meiner Gastfamilie herzlichst aufgenommen wurde und die Leute auf der Arbeit super lieb waren, waren alle Zweifel verflogen. Es war einfach so schön zu wissen, dass die Kollegen dort auch mal Dinge öfter erklären und auch so mit einem über die Arbeit oder Privates reden. Ich habe mich dort einfach total wohl und willkommen gefühlt.

Meine Arbeit:

Bei der Frühschicht (8 - 14 Uhr) hat man begonnen, die Außengehege zu versorgen. Also Gehege säubern, Wasser (bzw. bei den meisten Tieren auch den Pool) wechseln und frisches Futter vorbereiten und ihnen bringen. Nach den Außengehegen wurde die gleiche Prozedur innen vollzogen. Nachdem die Tiere versorgt waren, kamen alltägliche Aufgaben dran. Also nach der Wäsche bzw.dem Trockner schauen, Geschirr abspülen oder Essen für die nächste Schicht vorbereiten. Das klingt ja noch alles ganz entspannt, aber anfangs war das Essen zubereiten bzw. die Fische klein zu schneiden eine echte Herausforderung für mich, da diese nicht ausgenommen waren. Aber nachdem mir gesagt worden ist, dass ich die Fische einfach halbgefroren schneiden soll, war das echt kein Problem mehr, da es dadurch zu keiner Sauerei kam. :)

Ich konnte lernen wie es ist im Team, aber auch alleine zu arbeiten. Und außerdem, wie man verantwortungsbewusst mit den Tieren umgeht bzw. mit den ganzen Arbeitsmaterialien.

Meine Freizeit:

Da Kanada ziemlich multikulturell veranlagt ist, konnte ich eigentlich nicht sagen, dass etwas typisch kanadisch ist. Abgesehen von dem ganzen Ahornsirup, den man in allen Variationen (bspw. im Tee, als Bonbon etc.) kaufen konnte. Die Menschen in Kanada sind alle sehr aufgeschlossen und kommen immer gleich ins Gespräch mit dir.

Die Partnerorganisation von Praktikawelten hat viele Dinge angeboten, wie bspw. einen Wochenendtrip in die Rockies, wo ich dann auch noch viele andere kennengelernt habe, mit denen ich auch weiterhin in meiner Freizeit viel unternommen habe. Des Weiteren war jeden Mittwoch eine PubNight. Durch diese vielen Angebote, aber auch durch die vielen "Festivals" in Kanada, wie bspw. dem Street Dance Festival oder Caribbean Festival wurde es einem nie langweilig. Natürlich habe ich auch einige Strände in Vancouver ausprobiert, denn sonntags war häufig ein Chiller-Tag. :)

Es gab einfach so viele und schöne Momente, dass eigentlich fast mein kompletter Aufenthalt ein einziger, schöner Moment war. Aber besonders schön war, als ich am Lighthouse Park mit 3 anderen Mädels den wunderschönen Sonnenuntergang bewundert habe.

Die Betreuung:

Besonders gut gefallen hat mir, dass ich Praktikawelten wegen jeder Kleinigkeit eine Mail schicken konnte und auch baldmöglichst eine Antwort bekommen habe. Des Weiteren fand ich das mit der Teilnehmerliste sehr gut! Vermisst habe ich eigentlich nichts, da sie an alles gedacht haben! :)

Die Betreuung war auch vor Ort super. Ich schätze mal, dass auch jemand da wäre, wenn es einem nicht gefällt in der Familie, was bei mir nicht der Fall war und ich deswegen nur davon ausgehen kann. Aber da sie mich eigentlich immer super betreut und meine Fragen beantwortet haben, steht bei dieser Vermutung nichts im Weg. :)

Fazit:

Es war die beste Entscheidung überhaupt, nach Kanada zu gehen und ich würde wieder mit Praktikawelten buchen, wenn ich das Geld dafür hätte. :P Ein Auslandsaufenthalt bringt einen sicherlich immer weiter, man wird aufgeschlossener und lernt neue Menschen und die Kultur dort kennen. Außerdem hat mich dieser Aufenthalt in Sachen Ausbildung und Studium extrem weiter gebracht, weil ich durch die Erfahrung jetzt weiß, ob das alles etwas für mich ist.

Kanada ist nicht so kalt, wie man meint (zumindest nicht im Juli/August) und man sollte sich evtl. nicht auf typisch kanadische Gastfamilien freuen, da es eben sehr multikulturell ist und viele Familien auch noch andere Teilnehmer aufnehmen, was aber definitiv nicht schlecht ist."

Erfahre mehr über das Projekt, das Stefanie S. so begeistert hat: Wilde Tiere in der Nähe von Vancouver in Kanada