Unterrichten in Indien

"Es hat mir viel besser gefallen, als ich jemals erwartet hätte!"

  • Freiwilligenarbeit
  • Indien
  • 4 Wochen

Erfahrungsbericht von

11.09.2005

(4 Wochen "Sozialarbeit und Unterrichten" in Goa)

Sabrina schrieb:

"Vor meiner Ankunft im bezaubernden Indien hatte ich mir alles viel extremer vorgestellt, als es tatsächlich war! Diverse Filme, Berichte und Bücher stellen Indien um einiges weniger entwickelt dar, als es tatsächlich ist. Meine Arbeit habe ich mir eigentlich genauso vorgestellt, wie sie dann auch war. Einfach super und mit vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken und tollen Menschen!

Für mich war es sehr wichtig, dass ich das Team von Praktikawelten immer erreichen konnte, wenn ich Fragen hatte und dass sie immer sehr schnell auf meine vielen Mails geantwortet haben. Die Mitarbeiter waren sehr verlässlich und die Reiseunterlagen waren auch sehr gut!

Ich würde diesen Aufenthalt jederzeit wieder machen. Es hat mir viel besser gefallen, als ich jemals erwartet hätte! Ich werde vermutlich noch einen Aufenthalt mit Praktikawelten machen. Die Erfahrungen, die ich in diesem Monat gesammelt habe, hätte ich in Österreich nicht machen können. Es hat so viele Momente gegeben, die ich niemals vergessen werde.

Die Zeit in Indien war traumhaft! Die beiden von mir gewählten Projekte haben beide in Schulen in ärmeren Gegenden stattgefunden.
Mein Tag sah so aus, dass es von 07.30 bis 08.30 Frühstück gab und danach bestand auch die Möglichkeit, am Morgen Yoga zu machen. Dann fand das "lesson planning" statt, bei dem wir mit unserem Projektleiter die Schulstunde planten und von 09.30 bis 12.00 fand dann unser Vormittagsprojekt statt, bei dem ich Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren unterrichtete. Danach folgte das Mittagessen und um 14.00 das „lesson planning“ für die Nachmittagsprojekte für jugendliche Mädchen zwischen 13 und 18, wobei manchmal auch deren Mütter am Unterricht teilnahmen. Von 14:30 bis 16:30 arbeiteten wir, um 17:00 gab es täglich Chai-Tee und um 19:00 Abendessen.
Ich habe wirklich jede Minute im Projekt genossen, es war wunderbar, die sozial benachteiligten Kinder und Jugendlichen in Englisch und Mathematik zu unterrichten.
Vor dem Abendessen wurden meist auch Kurse angeboten, wie zum Beispiel einen Hindi-Kurs, einen indischen Kochkurs oder einen Sari-Kurs. Am Freitagnachmittag gab es keine Projekte und das Wochenende war auch immer frei.

Da ich Psychologie studiere und seit Jahren mit Kindern arbeite, hatte ich bereits viel Erfahrungen in diesem Bereich. Es ist jedoch etwas ganz anderes, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, die vom Leben benachteiligter sind, als wir es in Europa sind. Den Umgang mit einer anderen Kultur sowie Verständnis für eine vollkommen andere Lebensweise, waren die beiden wichtigsten Erfahrungen, die ich in Indien gemacht habe.

Indien ist eine ganz andere Welt. Groß, voll, laut, teilweise sehr dreckig, aber trotz alledem traumhaft schön! Indien ist bunt, freundlich, gemütlich und faszinierend - man muss sich auf das Land einlassen und man wird es lieben!

Nach der Arbeit sind wir oft zum nahe gelegenen Strand spaziert und haben die Abende dort gemütlich ausklingen lassen. Oft sind wir auch nach „Colva“ gefahren, einem größeren Ort in der Nähe von unserem Camp. Dort gibt es tolle Einkaufsstraßen, Restaurants, Coffee Shops und auch einen traumhaften Strand. Am Wochenende gibt es sehr viele Möglichkeiten für Ausflüge. Sehr empfehlenswert ist der ca. 2 Stunden entfernte Strand „Palolem Beach“ - sehr, sehr billige Strandhütten und ein Strand wie im Paradies.

Die schönsten Momente meines Aufenthaltes hatte ich bei der Arbeit, aber das ganze Land und seine Menschen haben mich immer wieder fasziniert und beeindruckt."

Erfahre mehr über das Projekt, das Sabrina D. so begeistert hat: Unterrichten in Indien