Unterrichten in Indien

" Ich hatte eine unfassbar tolle Zeit in Indien"

  • Freiwilligenarbeit
  • Indien
  • 4 Wochen

Erfahrungsbericht von (19 Jahre)

Nadine schrieb: 

Mein Tagesablauf:

"Morgens um 8 Uhr hat mein Wecker geklingelt und ich habe zusammen mit den anderen Freiwilligen gefrühstückt, häufig gab es leckere Pancakes oder Porridge. Eine Stunde vor Unterrichtsbeginn habe ich mich noch einmal mit den anderen "Lehrerinnen" zusammengesetzt und wir haben letzte Details für den anstehenden Unterricht besprochen. Dieser fand vormittags von 10 bis 12 Uhr statt und nachmittags von 14 bis 15:30 Uhr. Nachdem alle Schülerinnen wieder Zuhause waren, haben wir uns erneut für eine Stunde zusammengesetzt, um den Lerninhalt des nächsten Tages zu planen. Den Rest des Tages hatte ich Freizeit."

Meine Freizeit:

"Mit anderen Freiwilligen bin ich abends häufig raus in die Stadt, um in einem der zahlreichen schönen Cafes noch Tee zu trinken oder einen ausgefallenen Fruchtshake. Oft sind wir auch durch die Shoppingstraße gebummelt oder haben am Hafen oder am Strand den Sonnenuntergang beobachtet. Alles befand sich in etwa 10 Gehminuten von der Unterkunft entfernt. Am Wochenende blieb mir dann Zeit für einen Ausflug zu einem Hotel mit Pool, einen Besuch im Elefantenpark, eine Bootstour oder Yoga." 

Meine Erfahrungen mit der neuen Kultur:

"Die Menschen in Indien sind außerordentlich freundlich und herzlich. Häufig hat sich jemand auf der Straße die Zeit genommen, ein paar Worte mit uns zu wechseln. Auch die Schülerinnen waren unheimlich an fremden Kulturen interessiert, haben aber auch gerne von ihren eigenen Lebensverhältnissen erzählt. Generell ist mir aber auch da aufgefallen, dass die Frauen noch mit ihrem Selbstwertgefühl zu kämpfen haben, wofür ich mir im Unterricht aber auch gerne mehr Zeit genommen habe, um sie aufzubauen und zu motivieren. Musik und der Tanz des Kathakali haben mich auch sehr beeindruckt. In einem Kochkurs durfte ich sogar zu einer Familie nach Hause und mit allen gemeinsam traditionell essen. Auch wenn Armut dort natürlich eine Rolle spielt und der Lebensstandard niedrig ist, bringen alle jeden Tag ganz viel gute Laune mit und sind super fröhlich. Im allgemeinen ist Indien einfach ein unglaublich farbenfrohes Land, welches trotz teils drückender Hitze nur so vor Lebendigkeit vibriert."

Meine schönsten und ungewöhnlichsten Momente:

"Meine Lieblingserinnerung ist eine bestimmte Unterrichtsstunde, in der wir eine Talentshow veranstaltet haben. Die Frauen haben mir indische Tänze beigebracht und sie haben mir Lieder in Malayalam vorgesungen. Wir hatten unheimlich viel Spaß miteinander, die Frauen sind richtig aus sich herausgekommen und wir sind alle ein Stück weiter zusammengewachsen."

Mein Fazit:

"Es war auf jeden Fall eine gute Entscheidung, ich hatte eine unfassbar tolle Zeit in Indien. Von den Frauen durfte ich sehr viel erfahren, was ihre eigene Lebenssituation betrifft. Somit habe ich einen authentischen Einblick in eine völlig andere Kultur bekommen und durfte für einen Monat ein Teil von ihr werden. Aber auch die anderen Freiwilligen aus der ganzen Welt haben mir viel neues erzählt. Persönlich durfte ich eigenständiger und selbstbewusster werden und viele neue Bekanntschaften machen. Ich weiß jetzt, dass ich auch in einem fremden Land zurechtkomme und konnte natürlich auch meine Englischkenntnisse erweitern." 



 

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