Unterrichten in Indien

"In meinem Projekt angekommen, haben mich die Kinder freudestrahlend begrüßt"

  • Freiwilligenarbeit
  • Indien
  • 6 Wochen

Erfahrungsbericht von

01.07.2008

Eva schrieb:

"Große Erwartungen an das Land und das Projekt hatte ich eigentlich nicht. Ich wusste gar nicht so richtig, wie ich mir Indien vorstellen sollte. Ich wusste nur, dass es eine, im Vergleich zu Deutschland, völlig andere Welt sein würde.

Von meinem Projekt habe ich erwartet, dass ich viel Spaß haben werde und wirklich ein bisschen etwas bewegen kann. Die Zeit in meinem Projekt war wirklich sehr schön. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, auf Grund von Verständigungsproblemen und der Tatsache, dass ich die einzige Freiwillige in dem Projekt war, hatte ich eine sehr interessante, lehrreiche und spaßige Zeit in meinem Projekt und mit den Kindern. Ich hatte die Chance mich täglich neuen Herausforderungen zu stellen und sie zu überwinden! Dann zu sehen, dass die Kinder Spaß hatten, gelacht haben und dabei sogar noch etwas gelernt haben, war ein echtes Geschenk und hat mir sehr große Freude bereitet!

In meinem Day Care Center angekommen, haben mich erstmal "meine Kinder" freudestrahlend begrüßt, was ein echt tolles Gefühl war. Am Anfang jedes Tages habe ich den Kindern Kreide und kleine Tafeln verteilt und dann mit ihnen das ABC oder die Zahlen geübt. Meistens hat dann die Lehrerin, wenn ich mit dem ABC fertig war, mit den Kindern gebetet und dann durfte ich mit den Kindern singen und Reime aufsagen. Dabei hatten wir immer sehr viel Spaß und ich hatte die Möglichkeit den Kindern während meines Aufenthalts 4 neue Lieder beizubringen. Auf Englisch natürlich. Nach den Liedern gab es für die Kinder eine kleine Pause in der wir draußen gespielt haben. Anschließend bekamen die Kinder etwas zu essen und dann hatten wir noch einmal eine kurze Zeit zum draußen spielen. Meist habe ich den Kindern nach dem Essen noch Zahlen oder Gegenteile oder Farben beigebracht und oft habe ich ihnen etwas zum malen mitgebracht, was sie wirklich liebten. Dann war die Zeit auch schon ganz schnell wieder vorbei und ich wurde wieder abgeholt und zurück zum Haus gefahren.

Nach dem dortigen Mittagessen ging es dann meistens zum Strand, zum schwimmen und in der Sonne entspannen, oder einfach in die Stadt um Mitbringsel zu kaufen. Abends gab es dann noch Abendessen und danach hat man dann entweder den nächsten Tag vorbereitet oder einfach mit den anderen Freiwilligen gequatscht oder gespielt oder einfach mal eine DVD geguckt. Irgendwann ging es dann auch wieder ins Bett um fit für den nächsten Tag zu sein.

Während meines Aufenthalts habe ich vor allem gelernt, dass man nicht so sehr viel braucht um wirklich glücklich zu sein! Viele Inder haben nicht solchen Luxus wie wir in der westlichen Welt und doch scheinen sie wesentlich glücklicher mit ihrem Leben zu sein. Die Einheimischen waren immer sehr nett, hilfsbereit, freundlich und man hatte wirklich viel Spaß mit ihnen. In meiner Freizeit habe ich versucht möglichst viel von Indien zu sehen und möglichst viel zu unternehmen. Unter der Woche hatte man dazu nicht allzu viele Möglichkeiten, also hat man die meiste Zeit am Strand verbracht. An den Wochenenden bin ich dann oft weggefahren, innerhalb von Goa aber auch bis nach Hampi habe ich es geschafft.

Ich habe mich vor meinem Flug nach Indien sehr gut vorbereitet gefühlt und hatte eigentlich keine offenen Fragen mehr. Außerdem positiv aufgefallen ist mir, das ich auf jede Frage eine Antwort bekam. Und ich fand es schön, dass alles sehr persönlich, locker und nett war. Das Team in Indien war wirklich sehr nett, freundlich und hilfsbereit! Meine Einführung war in Ordnung. Es war teilweise schwierig alles so schnell einzuordnen und zu verarbeiten. Indien ist einfach ein völlig anderes Land und eine völlig andere Kultur und von daher weiß ich auch nicht ob das ganze anders möglich gewesen wäre und ob ich die Einführung nur so empfand, weil ich mit den vielen Eindrücken zunächst vielleicht einfach überfordert war und der Jetlag an mir nagte.

Ich denke, dass es eine sehr gute Entscheidung war diesen Auslandsaufenthalt zu machen. Ich habe sehr viel über mich selbst gelernt, bin manchmal an meine Grenzen gekommen und habe gelernt auch schwierige Hindernisse zu überwinden. Ich bin an dieser Reise gewachsen. Außerdem hatte ich die Chance eine völlig andere Kultur und Lebensweise kennen zu lernen, was ich als eine echte Bereicherung empfinde und was meinem Horizont erweitert hat."

Erfahre mehr über das Projekt, das Eva M. D. so begeistert hat: Unterrichten in Indien