Sozialarbeit mit Kindern in Indien

"es gab täglich eine Tanzstunde, wir haben Yoga gemacht und Englischunterricht"

  • Freiwilligenarbeit
  • Indien
  • 6 Wochen

Erfahrungsbericht von

14.05.2013

Birthe schrieb:

"Dadurch, dass in Indien wirklich sehr viele Unterschiede bestehen, kann man sich das Land nicht so richtig vorstellen, wenn man selbst noch nicht da war. Es ist ja eigentlich nie genau so wie man es sich vorstellt. Man darf sich anfangs nicht von den vielen Unterschieden abschrecken lassen, denn wenn man sich auf die andere Welt einlässt, ist es eine ganz tolle Erfahrung.

Jetzt zum Aufenthalt: In meiner Gastfamilie sah mein Tag so aus, dass ich morgens nach dem Aufstehen duschen war, Frühstück bekommen habe und dann zu der Bushaltestelle gelaufen bin, um drei Stationen mit dem Bus zu meinem Projekt zu fahren. Mir wurde am Anfang von meiner Koordinatorin gezeigt, wo ich wie hinkomme. Das war sehr hilfreich, denn anfangs ist wirklich erstmal alles fremd. Dann bin ich zum Sommercamp gelaufen. Wir fingen an mit einem Gebet (es war ein hinduistisch geprägtes Sommercamp), danach hatten wir freie Spielzeit und haben mit den Kindern unterschiedliche Spiele gespielt. Anschließend wurde gesungen, einmal am Tag gab es eine Tanzstunde, wir haben Yoga gemacht und auch Englisch unterrichtet. Ein Großteil der Arbeit bestand aus Betreuung, aber ich musste auch täglich unterrichten, was jedoch ganz anders abläuft, als man es aus Deutschland kennt. Man schreibt zusammen mit den Kindern Wörter ins Heft und erklärt ihnen diese oder sie müssen etwas abschreiben.

In meiner Freizeit habe ich, mit einer anderen Teilnehmerin von Praktikawelten, sehr viele Wochenendtrips gemacht, um das Land besser kennen zu lernen. Wir sind mit dem Bus an die unterschiedlichsten Orte gefahren, denn Reisen ist in Indien sehr unkompliziert und preiswert. Ansonsten haben wir auch was in der Stadt Mysore selbst gemacht, waren auch einmal im Kino oder in der Stadt auf dem Markt einkaufen. Unter der Woche war ich meistens in meiner Gastfamilie und habe mich viel mit ihnen unterhalten. Manchmal war ich jedoch auch in der Stadt im Café was trinken oder ähnliches :-).

Die schönsten Momente hatte ich mit Einheimischen: Meine Gastfamilie hat mich sehr gut aufgenommen und war sehr interessiert, was für mich ein tolles Gefühl war. Am letzten Tag sind die Kinder aus meinem Projekt auf meinen Schoß geklettert und haben gesagt ich soll nicht weggehen, was auch sehr herzzerreißend war. Außerdem habe ich auf meinen Reisen ganz tolle Orte gesehen und sehr viele interessante Menschen kennen gelernt. Einmal haben wir sogar einen Tempel-Elefanten im Fluss gebadet.

Wenn ich mal Fragen hatte, wurde mir von Praktikawelten immer geholfen und die Antworten kamen immer sehr schnell und waren hilfreich. Auch meine Koordinatorin vor Ort war sehr gut, immer erreichbar und hat mir bei allen Problemen geholfen. Sie wohnte selbst auch sehr nah an meiner Gastfamilie, was natürlich super praktisch war.

Es ist eine super Erfahrung, neue Leute und fremde Kulturen und wunderschöne Länder zu entdecken. Lasst euch nicht von den vielen kulturellen Unterschieden und Regeln abschrecken, sondern geht darauf ein! Offenheit gegenüber Anderen ist genauso wichtig wie die Bereitschaft, neue und vor allem auch sehr andere Dinge kennen zu lernen."

Erfahre mehr über das Projekt, das Birthe J. so begeistert hat: Sozialarbeit mit Kindern in Indien