Sozialarbeit mit Kindern in Indien

"Es war immer schön, einen Nachmittag mit der Gastfamilie zu verbringen."

  • Freiwilligenarbeit
  • Indien
  • 4 Monate

Erfahrungsbericht von

18.06.2016

Antje schrieb:

"Ich habe mich schon immer für Indien interessiert und diverse Filme und Dokus gesehen und Zeitschriften und Bücher gelesen, von daher war die Vorstellung vom Land, wie es auch im Nachhinein in Wirklichkeit war, recht gut. 

Meine Arbeit war auch zum größten Teil meinen Vorstellungen gemäß, aber ich habe es mir aufgrund der Sprachbarriere schwierig vorgestellt.
Die Leute und die Umgebung haben alle dazu geführt, dass ich mich sehr wohlgefühlt habe. Außerdem hat man mich sehr freundlich aufgenommen. Ich habe viel dazu gelernt, unter anderem geduldig zu sein und bin auch viel selbstbewusster und eigenständiger geworden. Es ist natürlich komplett anders als in Deutschland und an manche Sachen musste man sich natürlich auch gewöhnen. Manches ging schneller, anderes war eher schwieriger.
Es gab aber auch ein paar unangenehme Momente, mit denen man den richtigen Umgang lernen muss. Aber das ging dann auch nach einer gewissen Zeit.

Der Ablauf im Projekt ging jeden Tag ungefähr so: Zuerst haben die Kinder gebetet. Danach haben sie kleine Snacks gegessen: Kekse, Nüsse, Obst, etc. und falls es keine Milch vom Kindergartenpersonal gab, gab es Nüsse oder Linsen. Daraufhin habe ich den Kindern durch Schreiben und Sprechen (auch Reime usw.) englische Basics beigebracht. Den Kleinsten habe ich das Kannada-Alphabet beigebracht. Dann wurde gespielt, mit Duplo-Bausteinen, einem Ball, getanzt, gemalt usw. Um ca. halb 1 gab es dann Mittagessen und danach wurden auch schon die ersten Kinder von ihren Eltern abgeholt. Mit den restlichen habe ich dann noch etwas gespielt.

Nach dem Projekt habe ich mich manchmal mit anderen Freiwilligen getroffen, um zusammen zum Strand zu gehen oder zusammen zur Stadt zu gehen. Jeden Mittwochabend gab es einen Treffpunkt für alle Freiwilligen in einem Restaurant und dort haben wir dann zusammen gegessen und Erfahrungen ausgetauscht. Am Wochenende war ich auch oft mit anderen Freiwilligen unterwegs, meist waren wir das ganze Wochenende über in einer anderen Stadt. Wir blieben aber auch manchmal daheim, um mit unserer Gastfamilie Zeit zu verbringen. Es war immer schön, einen Nachmittag und/oder langen Abend mit der Gastfamilie und meiner Mitbewohnerin zu verbringen. Auch die Fortschritte zu sehen, die die Kinder im Projekt gemacht haben, waren sehr schöne Momente!"

Erfahre mehr über das Projekt, das Antje W. so begeistert hat: Sozialarbeit mit Kindern in Indien