Unterrichten in Guatemala

" In den Wahnsinnslandschaften Guatemalas gab es einige traumhafte Momente"

  • Freiwilligenarbeit
  • Guatemala
  • 12 Wochen

Erfahrungsbericht von

22.10.2007

Isabel schrieb:

"Bevor ich meine Reise nach Guatemala antrat, hatte ich kaum eine Vorstellung, was mich dort erwarten würde. Ich ging davon aus, das Land wäre in finanzieller und technologischer Hinsicht ärmer als Deutschland oder andere Industrienationen, jedoch reich in kultureller Hinsicht.

Da ich mir schon nur vage Vorstellungen über das Land machen konnte, machte ich mir keine über das Projekt. Dies wollte ich einfach auf mich zukommen lassen.

Die Arbeit im Projekt hat mir sehr gut gefallen, da ich von den Schülern herzlich aufgenommen wurde und durchgehend Englisch unterrichten konnte. Das Englisch-Unterrichten war eine Herausforderung, da es an Lehrplänen, Material und Informationen zu Vorkenntnissen der Schüler mangelte, aber genau dadurch und durch das Unterrichten selber bzw. die Unterrichtsplanung habe ich wichtige Erfahrungen für mein Studium und damit für meine spätere berufliche Laufbahn gesammelt. Zudem waren wie gesagt die Schüler herzlich und verständnisvoll, so dass ich sie schnell ins Herz geschlossen hatte.

Morgens um 8 Uhr ging die Schule los, für mich bedeutete das Englischunterricht in der 2. Klasse. Die 2. gehörte zu den schwierigeren Klassen, das heißt mühevoll zu motivieren und im Zaum zu halten, um so schöner war es, in dieser Klasse Erfolge zu verzeichnen. Anschließend ging es weiter in die dritte Klasse, die nach anfänglichen Schwierigkeiten zu den Klassen gehörte, die im Englischunterricht am engagiertesten mitarbeitete. In der Pause aß ich entweder in einer der Klassen mit anderen Freiwilligen zusammen und spielte mit den Kindern. Nach der Pause gings weiter in die 4. Klasse, in der der Lehrer mich besonders unterstützte, dementsprechend war es hier sehr angenehm zu unterrichten und es machte Spaß mit den Schülern zu arbeiten. Abschließend der Englischunterricht in der 5. Klasse, der immer wie geschmiert lief, da sich alle Schüler pfiffig und engagiert am Unterricht beteiligten. Um 12 Uhr mittags machte ich mich schließlich wieder auf den Heimweg, um zeitig zum Essen dort zu sein.

An den Abenden bin ich gemeinsam mit den anderen Freiwilligen in die Lokale Antiguas, wo über trinken, Filme schauen, billarden, tanzen und Life-Musik genießen - alles möglich ist. Natürlich gab es auch Abende, die einfach erschöpft zu Hause verbracht wurden.
An den Wochenenden bin ich zusammen mit den anderen durch Guatemala gereist, zum Beispiel in den Regenwald von Tikal oder Coban, an den Atitlansee oder den Pazifikstrand Montericos. In den Wahnsinnslandschaften Guatemalas gab es schon so einige traumhafte Momente. Am glücklichsten war ich jedoch als ich in einem antiguanischen Café mit Life-Begleitung singen durfte.

Ich war rundum mit der Betreuung vor der Abreise zufrieden, es blieben keine Fragen offen!

Die Betreuung in Guatemala war echt super! Immer wenn Fragen waren, oder Organisatorisches geklärt werden musste, konnte Vilma angesprochen werden und alles nötige wurde veranlasst. Und auch sonst ist Vilma in ihrer herzlichen Art immer für ein munteres Gespräch zu haben. Ebenso standen mir meine Gastmutter und meine Sprachlehrerin mit Rat und Tat zur Seite.

Meine Einführung war gut! Leonel holte mich vom Flughafen ab und brachte mich zu meiner Gastfamilie. Am nächsten Tag in der Schule erhielt ich dann eine Stadtführung und bekam die wichtigsten Orte gezeigt. Mit dem Beginn des Sprachunterrichts lernte ich auch schon andere Feriwillige kennen, von da an lief alles wie von selber...! Meine Unterkunft und der Sprachkurs haben mir sehr gut gefallen.

Ich hab meine Zeit in Guatemala sehr genossen und würde es jeder Zeit wieder machen. Viele schöne Erinnerungen, Erfahrungen und interessante Eindrücke habe ich während dieser Zeit gewonnen, die ich nicht missen möchte."

Erfahre mehr über das Projekt, das Isabell D. so begeistert hat: Unterrichten in Guatemala