Sozialarbeit mit Kindern in Guatemala

"Es hat allen viel Spaß gemacht, obwohl ich im Schnitt 30 Jahre älter war"

  • Freiwilligenarbeit
  • Guatemala
  • 4 Wochen

Erfahrungsbericht von (50 Jahre)

01.11.2015

Susanne schrieb:

„In der ersten Woche hieß es früh um 06:45 Uhr aufstehen, kalt duschen, denn warmes Wasser gab es selten, um 07:00 Uhr gab es Frühstück und dann ab in die Schule. Von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr hatte ich Einzelunterricht in Spanisch. Die Lehrerin hat geduldig mit mir geübt und nach einer Woche war ich in der Lage, ohne Vorkenntnisse übrigens, fast alles zu verstehen. 

Mittags gab es wieder ein kleines Essen in der Gastfamilie, der Nachmittag war frei zum Relaxen, für Besichtigungen etc.

In meinem Projekt für schwerstbehinderte Menschen habe ich 3 Wochen jeweils von Montags bis Freitags von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr geholfen. Von der Gastfamilie bin ich im Bus ca 20 Minuten gefahren. Dort angekommen habe ich 2 Stunden in der Wäscherei geholfen und anschließend beim Füttern der Patienten. Das war nicht immer einfach, aber dort wurde die Hilfe wirklich gebraucht.

Die Guatemalteken sind sehr freundlich. Die Kultur und Sehenswürdigkeiten phantastisch. Nicht umsonst gehört Antigua zum UNESCO Kulturerbe. Die Ausflüge an den Wochenenden, die die Sprachenschule organisiert hat, haben das ganze abgerundet. Das Team vor Ort war immer erreichbar und hat sich bei Ungereimtheiten sofort gekümmert. Das war super!

Die meiste Zeit habe ich mit Mitschülern aus der Schule verbracht. Wir haben uns Nachmittags und Abends getroffen, haben zusammen Besichtigungen gemacht, oder uns zum Kaffee oder Cocktail getroffen und ebenfalls an den Wochenenden Ausflüge zusammen gebucht. Es hat allen viel Spaß gemacht und das, obwohl ich im Schnitt 30 Jahre älter bin.
Am besten haben mir der Ausflug nach Tikal und der Ausflug nach Semuc Champain gefallen. Aber das wohl schönste war, dass einer unserer Mitreisenden, dessen Vater aus Antigua kommt, den er aber nie kennengelernt hat, dort seine Familie kennenlernen konnte.

Diese Tipps kann ich euch noch mit auf den Weg geben:
- Die Unterbringung in der Gastfamilie ist einfach, aber ausreichend.
- Vorsicht vor Montezumas Rache. Lasst euch vorher in Deutschland vom Arzt beraten wie man vorbeugen kann. Ich habs gemacht und war die Einzige aus unserer Gruppe, die es nicht erwischt hatte.
- Nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr alleine auf die Straße, immer in Gruppen laufen und schon gar nicht mit Smartphone am Ohr.“

Erfahre mehr über das Projekt, das Susanne R. so begeistert hat: Sozialarbeit mit Kindern in Guatemala