Sozialarbeit mit Kindern in Guatemala

"Zögert nicht, ins Ausland zu gehen!"

  • Freiwilligenarbeit
  • Guatemala
  • 8 Wochen

Erfahrungsbericht von

07.09.2010

Mirjam schrieb:

"Die Arbeit habe ich mir anders vorgestellt. Aber die Arbeit mit den Kindern hat meine Vorstellungen übertroffen. Sie geben so viel Liebe und sind so schnell zufriedenzustellend.

Das Schönste war, wenn man zu den Kindern gegangen ist und sie einen erkannt haben. Oder wenn sie nur auf dem Arm von einem ruhig wurden.

Die Zeit während meines Programms war sehr schön, aber anders als ich dachte. Es hat meine Vorstellungen in fast allem übertroffen. Die Zeit werde ich immer in meinem Kopf und in meinem Herzen bei mir tragen. Es war schwer wieder nach Hause zu fliegen in das "Alte" Leben.

Meine Unterkunft hat mir sehr gut gefallen und ein typischer Tagesablauf sah in etwa so aus:
Ich wurde um 7 Uhr geweckt zum Frühstück. Danach habe ich nochmal meine Hausaufgaben angeschaut und bin die Vokabeln durchgegangen. Kurz darauf bin ich in die Schule und hatte Unterricht. Nach der Schule bin ich mit Freunden in die Stadt um irgendwelche Dinge zu machen. Um 1 Uhr gab es dann Mittagessen. Danach waren die Hausaufgaben dran.

Und was danach gemacht wurde war unterschiedlich. Meist aber mit Freunden getroffen.

Während der Arbeit:
Während der Arbeit gab es in meinem Tagesablauf nur kleine Abweichungen. Morgens bin ich gleich nach dem Essen in das Projekt los gelaufen. Und nach dem Projekt gab es keine freie Zeit bis zum Essen.

Selbstständigkeit habe ich gelernt. Außerdem habe ich erfahren, dass es Menschen sehr schlecht gehen kann und dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass eine Mutter weiß, wie man ein Kind stillt oder wickelt oder dass es auch Zuneigung und Liebe braucht.

Mit der fremden Kultur bin ich sehr gut zurechtgekommen. Aber es war sehr schwer Kontakte zu Einheimischen aufzunehmen. Aus diesem Grund hatte ich persönlich eher mit Amerikanern oder Europäern Kontakt.

Zu den anderen Teilnehmern hatte ich einen sehr guten Kontakt.

Ich habe meine Freizeit hauptsächlich mit meinen neugefundenen Freunden verbracht. Wir waren oft im Kaffee oder auf dem Markt oder auch im Park von Antigua einfach reden.

Am Wochenende waren wir immer unterwegs. Ich war nur ein Wochenende in Antigua.

Abends sind wir meistens auch weggegangen, ins Kino oder in Bars zu anderen Teilnehmern oder zu den Leuten, die wir dort kennen gelernt haben.

Es gab zu viele lustige Momente :) Aber die witzigsten Momente waren immer, als wir Deutsche uns über unsere verschiedenen Dialekte unterhalten haben.

Also die Information und Organisation von Praktikawelten in Deutschland fand ich gut und auch die Betreuung durch das Team vor Ort hat mir gut gefallen.

Auf jeden Fall war es eine gute Entscheidung diesen Auslandsaufenthalt zu machen. Dies war bestimmt nicht mein letzter Auslandsaufenthalt für mich. So wie ich mich kenne.

Ich kann jedem nur dazu raten!!! Es verändert einen selber und die Sicht über bestimmte Dinge. Man lernt das Leben, das man hat, mehr zu schätzen und lernt auch seine Schwächen und Grenzen kennen.

Als Tipp möchte ich noch sagen: Zögert nicht, ins Ausland zu gehen! Es bringt euch in eurem Leben und in eurer Selbsteinschätzung einiges weiter!

Wenn ich davor nicht wusstet, wie ihr seid oder was ihr machen wollt in eurem Leben dann hilft ein Auslandsaufenthalt euch auf jeden Fall weiter!!!"

Erfahre mehr über das Projekt, das Mirjam S. so begeistert hat: Sozialarbeit mit Kindern in Guatemala