Sozialarbeit mit Kindern in Guatemala

"Tolle Zeit! Ich wäre am Liebsten noch gar nicht zurückgekommen"

  • Freiwilligenarbeit
  • Guatemala
  • 8 Wochen

Erfahrungsbericht von

21.06.2012

Katharina schrieb:

"Mein Aufenthalt in Guatemala war super! Ich hatte mich für ein Projekt mit Kindern entschieden, was auch die richtige Entscheidung gewesen ist, denn es war klasse!!!!Sie waren so herrlich unkompliziert und hatten mich gleich mit offenen, im wahrsten Sinne des Wortes, Armen aufgenommen- und wegen meiner Schwerhörigkeit gab es überhaupt keine Probleme!!!!

Meine Unterkunft und auch den Sprachkurs fand ich sehr gut. Mein Tagesablauf war eigentlich immer so:
Morgens um 7 Uhr gab es mit der Familie leckeres Frühstück, dann ging es mit dem Chickenbus nach Jocotenango zu meinen Kindern, dort wurden alle Kinder begrüßt und geknuddelt. Um 8 Uhr gab es dann Frühstück, bei dem wir mitgeholfen haben: die Kleinen füttern, abwaschen, Boden fegen usw. Danach wurden Zähne geputzt und anschließend gespielt, gebastelt oder auch gesungen. Um 10 Uhr gab es dann eine Zwischenmahlzeit, die meistens aus Melone oder Äpfeln bestand. Nach dem Essen gab es dann wieder eine Spielstunde; entweder haben wir Völkerball und Fußball mit allen, auch die Betreuerinnen haben mit gemacht, gespielt, teils haben wir auch für die Weihnachtsfeier gebastelt oder gemalt. Anschließend gab es um 12 Uhr Mittagessen, bei dem wir wieder mitgeholfen haben. War das Essen fertig, wurden wieder Zähne geputzt und sauber gemacht. Die Kinder haben dann ihre Matratzen rausgeholt und haben dann bis nachmittags geschlafen, für uns war dann um 13 Uhr Feierabend. Bei mir gab es dann zu Hause Mittagessen mit meiner Gastmutter und den anderen Mitbewohnern. Nachmittags war ich dann in der Stadt, oder habe Ausflüge von der Schule aus gemacht oder hab mit Freunden was unternommen.

Ich hab vieles gelernt, vor allem bin ich offener und selbstsicherer geworden. Das Wichtigste ist aber, dass man auch mit "wenig" so viel machen kann. Dort ist es teils sehr arm, und trotzdem machen sie so viel draus und strahlen eine Lebensfreude aus, von der wir uns eine Scheibe abschneiden können!!!

Das Zusammenleben mit der Familie war klasse, ich hatte noch 4 Mitbewohner, teilweise auch 6, aber es war immer sehr schön, die Familie gibt sich soviel Mühe, ich wurde als volles Familienmitglied betrachtet. Meine Gastmama war ein besonderer Schatz, sie hat immer ein Ohr für mich gehabt, hat mein Spanisch verbessert und zum Schluss, als wir nur noch zu zweit (eine Mitbewohnerin und ich) waren, unsere Lieblingsgerichte gekocht. Es war so schön, sie waren herzlich, immer gut drauf und waren immer für mich da! Der Abschied war somit auf beiden Seiten tränenreich!!!

Ich hab sehr viel unternommen, an den Wochenenden war ich immer weg: Monterrico, Lake Attitlan, Livingston, Rio Dulce, El Salvador... In der Woche war ich fast jeden Abend mit Freunden im Kino oder im Cafe. Dazu jede Woche die Ausflüge von der Schule aus, sodass ich auf 2 Vulkanen war und viele Freundschaften geschlossen habe. Zudem hab ich Salsa gelernt, was immer großen Spaß gemacht hat. Langweilig wird es nie!!!

Der schönste Moment? Da gab es viele, aber ich weiß noch, dass ich von El Salvador begeistert war, oder als ich in Livingston ein Affenbaby auf dem Arm halten durfte, dann die täglichen Umarmungen mit meinen Kindern, der 1. Ausblick vom Vulkan Pacaya...es waren alles schöne Momente.

Die Organisation und Beratung durch Praktikawelten fand ich sehr gut! Auch die Betreuung in Guatemala war klasse! Vilma war immer für mich da. Sie ist sehr herzlich und spricht perfekt Englisch, so dass man echt mit allem zu ihr kommen kann! Die Entscheidung war definitiv eine richtige Entscheidung, es hat mir unheimlich viel gegeben und ich bin so dankbar, dass ich es machen konnte. Es war eine klasse Zeit, die mir immer in Erinnerung bleiben wird. Ich hab so viele Freundschaften geschlossen und mit meiner Familie werde ich nach wie vor im Kontakt bleiben, sodass ich im nächsten Jahr zu Besuch dorthin fahren werde! Es hat sich wirklich gelohnt, allein auch weil man was erlebt, was nicht jeder im Leben erleben wird!

Tipp: Ich kann nur sagen, dass man die Gelegenheit nutzen sollte, die Nachbarländer wie El Salvador, Belize, Honduras und Nicaragua zu besuchen. Wann kommt man schon dazu, so viele Länder auf einmal bereisen zu können!?"

Die Vorbereitung von Praktikawelten hat mir sehr gut gefallen. Vor Beginn des Freiwilligendienstes habe ich viele Informationen erhalten und alle meine Fragen - ob nun über Email oder telefonisch - wurden schnell und hilfreich beantwortet. Praktikawelten war für mich immer erreichbar.

Auch die Betreuung durch das Team in Cusco war super! Es herrschte eine sehr freundschaftliche Atmosphäre. Auch bei Problemen im Apartment oder im Projekt fand man stets ein offenes Ohr und es wurde schnell Abhilfe geschaffen.
Bei der Einführungsveranstaltung vor Ort wurde man durch eine kleine Stadttour gleich mit Cusco, anderen Neuankömmlingen und dem peruanischen Leben bekannt gemacht. Der Spanischkurs hat mir auch sehr gut gefallen und er war sehr erfolgreich.

Insgesamt bin ich sehr froh, mich für diesen Aufenthalt in Peru entschieden zu haben! Ich habe viele neue Erfahrungen gesammelt und ein paar mir sehr wichtige Menschen kennen gelernt. Ich hatte eine tolle Zeit in Peru und wäre am Liebsten noch gar nicht zurückgekommen!"

Erfahre mehr über das Projekt, das Katharina L. so begeistert hat: Sozialarbeit mit Kindern in Guatemala