Sozialarbeit mit Kindern in Guatemala

"Die Zeit verging nur leider viel zu schnell …!"

  • Freiwilligenarbeit
  • Guatemala
  • 8 Wochen

Erfahrungsbericht von

27.10.2006

Jana schrieb:

"Ich hatte nicht wirklich genaue Vorstellungen, was mich in Guatemala erwartete, jedoch befürchtete ich eine komplett verschiedene Lebenskultur. Diese Kultur habe ich jedoch im Nachhinein so lieb gewonnen, dass es mir nach den 8 Wochen sehr schwer gefallen ist, wieder nach Hause zu fahren.

Mein Arbeitstag im Projekt begann um 8.00 Uhr. Die Kinder saßen dann meist noch beim Frühstück und die Freiwilligen hatten noch Zeit einige Dinge für den Unterricht vorzubereiten.
Danach half ich meiner Gruppe beim morgendlichen Zähneputzen. War das erledigt, haben die Lehrerin der Gruppe und ich mit den Kindern Zählen und Rechnen geübt, gemalt, gesungen oder einfach nur im kleinen Garten des Projekts gespielt. Zwei mal die Woche gab es mittags eine Mitarbeitersitzung, in der man die anderen Mitarbeiter des Projekts besser kennen lernen konnte und in der Probleme im Projekt besprochen wurden. Mittags hatte ich eine Stunde Pause, die ich zum Mittagessen in meiner Gastfamilie nutzte. Um halb zwei war ich dann wieder im Projekt, wo ich mit den ganz Kleinen im Garten spielte, Bilder malte, bastelte oder einzelnen Kindern meiner Klasse bei den Hausaufgaben half.

Ich habe durch den Umgang mit den Kindern sehr viele Erfahrungen gemacht.
Es war anfangs sehr schockierend zu sehen, in welchem sozialen Umfeld und mit wie wenigen Mittel diese Kindern leben. Während meiner Arbeit war ich trotzdem immer wieder von der Lebensfreude der Kinder überrascht, mit denen ich manchmal stundenlang lachen konnte. Somit haben mir die Kinder des Projekts sehr viele schöne Momente gegeben und mir gezeigt, wie wichtig es ist Spaß zu haben.
Die Arbeit in meinem Projekt hat mir aber auch gezeigt, wie wichtig und notwendig die Unterstützung von Freiwilligen aus aller Welt ist, da ohne diese das Projekt nicht existieren könnte.

Mit meiner Gastfamilie war ich sehr zufrieden und auch der Sprachkurs hat mir sehr gut gefallen. Der Kontakt zu den anderen Freiwilligen war gut sowie der Kontakt zu den Einheimischen- ich bin mit dem neuen Land und der neuen Kultur sehr gut zurechtgekommen.

Ich kann wirklich nur behaupten keine einzige negative Erfahrung mit Einheimischen gemacht zu haben. Ich war sehr positiv überrascht von der Mentalität der Guatemalteken. Jeden Tag wurde ich auf dem Weg zur Schule oder zum Projekt von fremden Guatemalteken herzlichst begrüßt. Das Zusammenleben mit meiner Gastfamilie hat mir sehr gut gefallen, die wirklich für jedes meiner Probleme ein offenes Ohr hatte und mit der ich sehr interessante Gespräche führen konnte. Mit meinem Gastbruder, dessen Freunden und den 2 anderen Freiwilligen, die in meiner Gastfamilie lebten, habe ich sehr viel unternommen und wir hatten immer eine Menge Spaß!

Abends bin ich des Öfteren mit anderen Freiwilligen oder meinem Gastbruder nach Antigua gefahren, wo es unzählige schöne Bars, Discos und auch 2 Kinos gibt, so dass uns nie langweilig wurde. Wenn wir abends nicht weggegangen sind, habe ich oft mit meinen Gastgeschwistern und anderen Freunden den Abend in der Familie verbracht, woran sich meine Gasteltern auch des Öfteren beteiligt haben und wir interessante Gespräche führten oder einen Spieleabend machten. Nachmittags sind wir dann häufig nach Antigua gefahren und haben auf dem Markt oder in den kleinen Geschäften eingekauft oder auf dem Sportplatz in Jocotenango Fußball oder Basketball gespielt. Am Wochenende bin ich immer mit anderen Freiwilligen weggefahren, z.B. an die Pazifik -oder Karibikküste, zu den Mayaruinen nach Tikal oder an den Atitlansee.

Ein schönes Erlebnis war auch der Ausflug in das Nachbarland El Salvador.
Alles in allem gab es so viel Neues zu sehen und zu tun, sodass es einem nie langweilig wurde und mir die 8 Wochen Aufenthalt viel zu kurz vorkamen.

Einer der schönsten Momente während meines Aufenthaltes in Guatemala war wohl, als die Kinder meines Projektes zum Abschied für 2 andere Freiwillige und mich 4 vorher einstudierte Lieder vortrugen, was wirklich sehr rührend war.
Ich erlebte aber auch sehr viele andere schöne Momente z.B. eine Nachtwanderung durch den Regenwald und Sonnenaufgang auf der höchsten Mayapyramide, Lancha-Fahrten durch Mangrovenwälder, Schwimmen in einem See mit Wasserfall und viele lustige Augenblicke mit meiner Gastfamilie und den Kindern aus dem Projekt.

Die Betreuung durch das Team in München war sehr gut.
Die Anfragen, Reiseunterlagen, das Telefonbriefing und die Erreichbarkeit während meiner Zeit in Guatemala waren sehr gut. Mir hat gut gefallen, dass meine häufig per e-mail gestellten Fragen zu meiner Reise immer schnell und ausführlich beantwortet wurden.

Auch die Betreuung durch das Team vor Ort war super und genau nach meinen Vorstellungen. Vilma hat sich für uns immer sehr viel Zeit genommen. Sie hat sich um mich gekümmert, als ich etwas krank war und hat jede meiner unzähligen Fragen mit viel Geduld beantwortet. Dank meines Spanischlehrers konnte ich mich schon nach einer Woche, obwohl vorher kein Wort Spanisch sprechend, einigermaßen gut verständigen. Direkt nach meiner Ankunft wurden mir alle wichtigen Informationen zu meinem Aufenthaltsort und dem Leben in der Gastfamilie mitgeteilt und es wurde eine interessante Stadtführung durch Jocotenango und Antigua angeboten.

Kleiner Tipp:
Nach meinen ersten Wochenendreisen durch Guatemala wurde mir sehr schnell klar, dass ich nicht die Zeit haben würde, mir alles, was ich interessant fand, anzuschauen. Also falls einem das Reisen wichtig ist, sollte man sich am Besten am Ende des Aufenthalts noch etwas Zeit dafür lassen.
Man sollte vor allem seine Zeit dort gut nutzten, denn sie geht schneller um als man denkt!

Mein Aufenthalt in Guatemala hat einige sehr schöne Erinnerungen in mir zurückgelassen. Ich weiß viele Dinge jetzt einfach mehr zu schätzen und habe auch ein Stückchen von der guatemaltekischen, fröhlichen Lebenskultur mit nach Deutschland gebracht. Zudem kann ich mich mittlerweile fließend auf Spanisch verständigen. Ich denke, ich werde dieses wunderschöne Land sicherlich noch so einige Male besuchen!

Vielen Dank an das ganze Praktikawelten-Team! Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung mit Praktikawelten nach Guatemala zu reisen!"

Für mich waren diese 8 Wochen in Cusco eine super Erfahrung. Die Zeit verging nur leider viel zu schnell …! Ich habe meine Sprachkenntnisse verbessern können, habe neue Freunde kennen gelernt und mich sogar ein bisschen in das Land verliebt. Heimweh hatte ich keine Sekunde, doch nach meiner Rückkehr nach Deutschland vermisste ich Cusco..."

Erfahre mehr über das Projekt, das Jana K. so begeistert hat: Sozialarbeit mit Kindern in Guatemala