Sozialarbeit mit Kindern in Guatemala

"Es gab ganz viele schöne Momente, u.a. die Erlebnisse in Semuc Champey"

  • Freiwilligenarbeit
  • Guatemala
  • 4 Wochen

Erfahrungsbericht von

26.11.2013

Haike schrieb:

"Ich habe mich vorher ziemlich genau informiert, so dass ich schon eine gute Vorstellung von dem Land und der Arbeit hatte.

Die Zeit während meines Programmes war super und genau nach meinen Vorstellungen.

Ich war in einer tollen Gastfamilie, die mich unglaublich freundlich aufgenommen hat. Da ich gut spanisch spreche, konnte ich auch, sowohl in der Familie, als auch sonst bei der Arbeit oder in der Freizeit alles gut klären. Gleich am ersten Wochenende habe ich weitere 4 total nette Mädels kennengelernt, die genauso lange da blieben wie ich. Obwohl sie das Alter meiner eigenen Kinder hatten, hat es super geklappt und wir haben jeden Tag und auch an den Wochenenden zusammen viel unternommen. :-)

Die Arbeit war ebenso ganz prima.

Und von dem Land, den Leuten und der tollen Landschaft ganz zu schweigen. Ich vermisse alles sehr.

Nach der Woche Sprachkurs, der auch ganz hervorragend war, sah mein Tagesablauf folgendermaßen aus:

Ich bin um 6:45 Uhr aufgestanden. Dann habe ich in Ruhe etwas Gymnastik gemacht, bin ins Bad gegangen und habe köstlich gefrühstückt. Zur Arbeit hatte ich einen Fußweg durch Antigua von ca. 20 Minuten. Den Vormittag habe ich dann von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr gearbeitet. Ich hatte bestimmte Kinder, die ich jeden Tag physiotherapeutisch behandelt habe. Eine Stunde war ich davon bei den ganz kleinen Kindern auf der Station für Unterernährte. Das war sehr eindrucksvoll. Insgesamt waren die Verhältnisse und Möglichkeiten natürlich viel schwieriger als in Deutschland, so dass auch ich, die schon viel Erfahrung hat, doch manchmal schlucken musste.

Mittags bin ich zum Essen nach Hause gegangen und nachmittags haben wir Mädels uns dann getroffen und die tollsten Unternehmungen in die Umgebung gemacht. Am Wochenende haben wir dann größere Trips durch ganz Guatemala gemacht.

Ich habe ja nun schon bald 25 Jahre Berufserfahrung, so dass ich somit die dortigen Physiotherapeuten unterstützen und ihnen Kenntnisse vermitteln konnte. Für mich war es einfach ein gutes Gefühl, dort zu arbeiten, die Freude der Kinder zu erleben und helfen zu können.

Mein Kontakt zu den anderen Teilnehmern sowie zu den Einheimischen war sehr gut. Das Land hat mir super gut gefallen und ich bin auch sehr gut mit der neuen und fremden Kultur zurechtgekommen.

Ich bin sehr anpassungsfähig, so dass ich mit der neuen Kultur keinerlei Schwierigkeiten hatte. Ich empfand die Bevölkerung als sehr nett und hilfsbereit.

Sicherlich habe ich gelernt, alles ruhiger und langsamer zu machen. :-)

In meiner Freizeit haben wir haben Ausflüge von der Sprachschule aus unternommen. Ebenso welche auf eigene Faust.  Abends sind wir gemeinsam manchmal in Bars oder Diskos gegangen oder ich habe mich mit meiner Gastmutter unterhalten. Am Wochenende unternahmen wir größere Ausflüge:

Semuc Champey - Lago Atitlan - Tikal - Livingstone - Pazifik (Monterrico).

Es war immer etwas los!!! :-)

Es gab ganz viele schöne Momente, unter anderem die Erlebnisse in Semuc Champey, die Freude, besonders eines behinderten Jungen bei der Arbeit, als er merkte, dass er mit ein bisschen Hilfe von mir ganz viele Sachen tun konnte, am Pazifik in den Wellen zu sein, morgens zur Arbeit auf den Vulkan zuzugehen und vieles mehr :-)

Die Organisation in Deutschland fand ich sehr gut. Ich habe immer sehr schnell Antwort und Unterstützung erhalten.

Mein Fazit:

Es war eine super Entscheidung. Mein Alter war überhaupt kein Problem. Allerdings muss man mit jungen Erwachsenen dann umgehen können und darf mit Unterkunft, Hygiene und mancherlei anderer Dinge nicht pingelig sein. :-)"

Erfahre mehr über das Projekt, das Haike N. so begeistert hat: Sozialarbeit mit Kindern in Guatemala