Sozialarbeit mit Kindern in Guatemala

"Nach kurzer Zeit hatte ich aber doch das Gefühl was bewirken und helfen zu können"

  • Freiwilligenarbeit
  • Guatemala
  • 4 Wochen

Erfahrungsbericht von

08.06.2010

Christiane schrieb:

"In Guatemala erscheint alles nicht so kompliziert und hektisch wie in Deutschland. Alles läuft nach dem Motto " tranquilo". Außerdem sind alle sehr offen und sehr an anderen Kulturen, Erzählungen von zuhause und Fotos interessiert.

Das Projekt war viel größer als gedacht. Anfangs dachte ich, ich wär einer von vielen Helfern und auf mich würde es nicht ankommen. Nach kurzer Zeit hatte ich aber doch das Gefühl was bewirken und helfen zu können. Einen typischen Arbeitstag habe ich in der clinica dental verbracht, aber ca. alle 2 Wochen ging es auch immer zur Flourid-Verteilung an die Schulen. Mit Paola, der Zahnärztin, und Edy, ihrem Assistenten sind wir dann zu zwei verschiedenen Schulen gefahren, wo wir herzlich von den Kindern begrüßt wurden, die gerade auf dem Pausenhof spielten. Dort sind wir die Klassenzimmer durchgegangen und haben den Kindern Flour verabreicht als Prophylaxe.

Im Projekt konnte ich mehrere Tätigkeiten ausprobieren. Ich habe mich das erste Mal so richtig mit Babys und Kleinkindern befasst, was sicher eine Erfahrung fürs Leben war und viel Spaß und Freude gemacht hat. Zum anderen war der Einblick in die Schule und das Schulsystem sehr interessant, als ich eine Lehrerin begleiten durfte. Super war außerdem, wie offen und interessiert alle Leute an einem waren und wie schnell man in ein Gespräch und Erfahrungsaustausch vertieft war.

In meiner Freizeit habe ich wirklich sehr viel unternommen und mich keine Sekunde gelangweilt. Abends waren wir oft in Bars mit Livemusik. Am Wochenende war eigentlich immer ein Ausflug geplant und am Nachmittag war ich oft bei den Ausflügen in der näheren Umgebung dabei, welche von der Sprachschule angeboten wurden. Oder ich war mit Freunden auf dem Markt.

Am allerbesten denke ich hat mir der Wochenendausflug nach Lanquin und Semuc Champey gefallen. Er war zwar sehr verregnet, aber auch sehr abenteuerlich und für mich ein echtes Erlebnis. Nur mit Bikini bekleidet, die Flipflops mit Paketband festgeschnürt in eine Höhle gehen, in der es Fledermäuse gab. Dort dann zum Teil in der Dunkelheit durch das Wasser schwimmen und einen Wasserfall hochklettern. Echt super!

Vor der Abreise war die Betreuung super. Auch bei Fragen wurde einem mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Vor Ort hatte ich eigentlich keine Probleme, so dass ich relativ wenig mit den Betreuern zu tun hatte.

Der Aufenthalt in Guatemala war auf alle Fälle eine gute Entscheidung. Ich habe auch viele Erfahrungen gesammelt und einen Einblick in ein ganz anderes Leben und eine ganz andere Kultur gewonnen. Definitiv waren es  4 der schönsten Wochen meines Lebens!"

Erfahre mehr über das Projekt, das Christiane W. so begeistert hat: Sozialarbeit mit Kindern in Guatemala