Physiotherapie in Guatemala
Wasserfall in Guatemala

"Ich war begeistert, mit wie viel Engagement die Physiotherapeuten bei der Arbeit sind"

  • Freiwilligenarbeit
  • Guatemala
  • 4 Wochen

Erfahrungsbericht von

04.06.2013

Lisa Katrin schrieb:

"Natürlich habe ich mich ein wenig informiert bevor meine Reise losgegangen ist - schöne Landschaften, viel Armut, aber trotzdem viel Lebensfreude. Ich habe gewusst, dass sowohl der Alltag der Menschen als auch mein Projekt sehr unterschiedlich sein würde. Da ich noch nie mit Kindern gearbeitet habe, war ich anfangs etwas unsicher, ob es das richtige für mich ist und ich konnte mir nicht vorstellen, mit welchen Mitteln Physiotherapeuten in Guatemala arbeiten und wie das abläuft.

Ich dachte jedoch, dass ich mehr mit der Familie unterwegs sein würde und mehr in ihren Alltag integriert werde. Um 7:00 Uhr gab es Frühstück mit meiner Gastmutter, um 08:00 Uhr begann die Sprachschule, um  08:30 Uhr begann das Projekt. Um 10:00 Uhr machten wir die erste Pause und um 12:00 Uhr war der Unterricht in der Sprachschule oder das Projekt fertig. Um 14:00 Uhr trafen wir uns meistens alle um am Nachmittag im Park zu sein, Shoppen zu gehen, oder einfach den Nachmittag in einem Cafe zu verbringen. : Um 18:00 Uhr ging ich dann zum Abendessen nach Hause.

Im Projekt hatte ich einige Aufgaben. Mir wurden eigene Patienten zugeteilt mit denen ich Transfers üben sollte, verschiedene Bewegungsübungen machen musste, die ich massierte und passiv durch bewegte.

Ich war begeistert, mit wie viel Engagement die Physiotherapeuten bei der Arbeit sind und wie viel Liebe sie den Kindern geben. Was die Arbeitsmittel betrifft, war ich sehr überrascht welche Materialien alle zum Arbeiten zu Verfügung gestanden sind. Ich hab vor allem spielerisch mit den Kindern gearbeitet und gelernt auch mit wenig Worten (Kinder konnten kaum reden) zu kommunizieren.

Am Wochenende waren immer Ausflüge am Programm, ich war eigentlich nie allein unterwegs, weder nachmittags noch abends. Es war immer was los!!

Meine schönsten Momente waren der Sonnenaufgang am Lago Atitlan. Der  aufregendster Moment war in Semuc champey, als wir in der Höhle im Dunklen von den Felsen gesprungen sind. Es gab einfach zu viele lustige Momente, um die hier aufzählen zu können :-) Ich war sehr dankbar, dass meine Emails und meine Fragen immer gleich beantwortet worden sind. Vor meiner Reise war alles gut abgeklärt und besprochen, sodass ich keine Zweifel mehr hatte, dass irgendwas nicht funktionieren würde.

 

Nach den 4 Wochen in Guatemala, die eindeutig zu kurz waren, wollte ich gar nicht mehr zurück, da ich die Menschen und das Land so lieb gewonnen habe. Auf der einen Seite konnte ich mein Spanisch wieder ein wenig auffrischen und hab jetzt nicht mehr so viel Angst zu sprechen, auf der anderen Seite hab ich viele neue Freunde gefunden, mit denen ich auch nach dem Aufenthalt noch Kontakt habe. Physiotherapeutisch habe ich einen Einblick bekommen, wie in anderen Ländern gearbeitet wird und dass es wichtig ist, sich Zeit zu nehmen. Im Großen und Ganzen bin ich sehr froh, den Schritt gewagt zu haben, auch wenn das Heimweh am Anfang schon sehr groß war.

Ein Tipp von mir: Einfache Kleidung mitnehmen, die nicht sehr heikel beim Waschen ist, da man die meiste Wäsche in der Wäscherei wäscht. Ein Rucksack oder eine Tasche für die Wochenendausflüge braucht man auch."

Erfahre mehr über das Projekt, das Lisa L. so begeistert hat: Physiotherapie in Guatemala