Meeresschildkröten-Projekt in Guatemala
Viele kleine Meeresschildkröten am Strand

"solche Erfahrungen macht man nur einmal im Leben"

  • Freiwilligenarbeit
  • Guatemala
  • 4 Wochen

Erfahrungsbericht von (19 Jahre)

Ronja schrieb:

Mein Tagesablauf:

Am Morgen haben wir zuallererst die Tiere versorgt. Heißt füttern und saubermachen. Dann sind wir zu den Nestern der Schildkröten gelaufen um dort die Temperatur des Bodens zu messen. Danach gab es erstmal Frühstück und bis zum Mittag hatten wir Zeit uns selbst Aufgaben zu suchen (oder zu schlafen da wir teilweise auch Nachts unterwegs waren). So haben wir beispielsweise die Schilder im Museum erneuert und Spendenschilder als Dank gebastelt. Am Mittag mussten dann nochmal die Temperaturen gemessen werden. Nach dem Mittagessen haben wir meistens eine Pause gemacht da die Temperaturen sehr hoch waren oder wir haben uns weniger körperlicher Arbeit gewidmet. Zweimal war ich zu dieser Zeit mit Angeln (die Fische waren als Nahrung für die Tiere gedacht). Jeden Abend musste erneut die Temperatur gemessen werden und sobald es dunkel wurde sind wir den Strand entlanggelaufen um Schildkröten zu finden welche gereade Eier legen. Eine gefunden werden die Eier eingesammelt und in einem abgesperrten Bereich wieder von uns vergraben. Zwischen Abend- und Morgendämmerung ist außerdem die Schlüpfzeit der Schildkrötenbabys. Sobald diese sich aus der Erde ausgegraben haben mussten wir sie an den Strand bringen wo sie nun in die Freiheit entlassen werden. Dies kann einige Zeit dauern da wir warten müssen bis jede einzelne Schildkröte im Meer verschwunden ist. Das ist wichtig um sicherzugehen, dass keine Pasanten die Tiere stören oder sie von einem Fahrzeug erwischt weren. Und so endet dann meistens der Tag.

 

Meine Freizeit:

Meistens waren wir am Strand unterwegs und haben Muschelns gesammelt oder sind schwimmen gegangen. Sonntags sind wir meistens nach Monterrico gefahren um dort essen zu gehen. An einem Wochenende bin ich nach Antigua gefahren um von dort aus einen Ausflug zu dem Vulkan Pacaya zu machen. Da ich noch nie einen Vulkan bestiegen hatte war das für mich ein einmaliges Erlebnis welches ich jedem nur empfehlen kann!

 

Meine Erfahrungen mit der neuen Kultur:

Allen Menschen denen ich Begegnet bin waren sehr offen mir gegenüber und wollten mir immer helfen. Aus diesem Grund fand man sehr schnell Freunde! Die Kultur war natürlich anders als in Deutschland. Es gab anderes Essen und andere Bräuche doch gab es nie einen Moment wo ich mich dadurch gestört gefühlt hätte. Man lernte so jeden Tag etwas Neues dazu. An einem Tag saß ich mit ein paar Freunden in einem Park in Antigua und wir haben dort eine Hochzeitsgesellschaft gesehen. Die Braut hatte ein orangenes Kleid an. In Deutschland undenkbar, doch das spiegelt dieses farbenfrohe Land Guatemala perfekt wieder.

 

Meine schönsten und ungewöhnlichsten Momente:

Ein sehr lustiger und auch schöner Moment war als wir in dem Gehege eines kleinen Waschbärbabys ein Wasserbecken bauen wollten. Während ich dabei war das Loch auszuheben ist das kleine Tierchen ständig an mir rumgeklettert. Und als ich die Plane ausbreiten wollte hat er sich auf meine Füße gesetzt und mit meiner Kette gespielt.

 

Mein Fazit:

Ich werde es niemals bereuen dieses Projekt gemacht zu haben! Solche Erfahrungen macht man nur einmal im Leben. Ich möchte gerne das Verhalten von Tieren studieren und mich im Artenschutz engagieren.

Erfahre mehr über das Projekt, das Ronja N. so begeistert hat: Meeresschildkröten-Projekt in Guatemala