Meeresschildkröten-Projekt in Guatemala

"Es war für mich eine großartige Zeit!"

  • Freiwilligenarbeit
  • Guatemala
  • 3 Wochen

Erfahrungsbericht von

07.08.2013

Nadine schrieb:

"In erster Linie habe ich mir eine unheimlich schöne Landschaft vorgestellt und ich wurde nicht enttäuscht. :-) Guatemala ist einfach nur wunderschön! Die Lebensverhältnisse sind natürlich nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen, aber auf die eher einfachen Verhältnisse muss man sich eben von Anfang an einstellen.

Die Menschen dort sind sehr freundlich, das Essen hat mir wirklich gut geschmeckt, alles dort ist irgendwie bunt und wie gesagt, die Landschaft ist einfach ein Traum!

Von der Arbeit im Projekt hatte ich mir im Vorfeld kaum Vorstellungen gemacht. Ich wusste, dass wir u.a. nachts die Patrouillen am Strand machen würden und uns um die Tiere kümmern würden. Im Grunde macht man alles, was ansteht oder gebraucht wird. Man wird in seine Dienste eingeteilt und hat natürlich auch Zeit für sich. Gut ist immer, wenn man sich mit offenen Augen seine Arbeit sucht, denn auf dem Gelände und besonders in den Tiergehegen gibt es immer was zu tun...

Meine Zeit während meines Programmes war super und genau nach meinen Vorstellungen.

Man muss sich auf die anderen/einfachen Lebensumstände einstellen, dann wird man auch nicht enttäuscht, sondern kann seine Zeit in Guatemala wirklich genießen.

In Antigua war ich in einer netten Gastfamilie untergebracht und habe in meiner ersten Woche ein paar Spanisch-Stunden in der Sprachschule gehabt. Super! Einzelunterricht draußen im Freien. Sehr effektiv!

Das Essen in meiner Gastfamilie hat mir gut geschmeckt, da teilen sich manchmal die Ansichten. In der Familie und während der Mahlzeiten wurde meist versucht auf spanisch zu kommunizieren, falls man noch Probleme mit der Sprache hat, auf englisch. Die Zimmer waren sauber und auch das Bad war absulut in Ordnung! Die Unterkunft hat mir sehr gut gefallen.

In dem Projekt für Meeresschildkröten in Monterrico, gab es um 8:00 Uhr Frühstück. Dann hat man seine Aufgaben für den Vormittag erledigt und nachmittags hat man sich weitere Arbeiten gesucht, die zu erledigen waren. Natürlich konnte man zwischendurch immer mal eine Pause einlegen, kurz ins Meer springen oder so. :-)

Es ist natürlich klar, dass man auch mal die Toiletten putzen, den Abwasch machen oder sich um den Müll kümmern muss. Das Müllproblem am Strand ist immer aktuell. Es ist der Plastikmüll, der aus den Meeren an den Strand gespült wird. Wir haben mal an einem Tag zu dritt in 40 Minuten zwei riesige Müllsäcke voll Plastik gesammelt. In dem Projekt versucht man, diesen Müll irgendwie zu nutzen/zu recyceln. Es ist ein Haus aus diesem Grundstoff geplant. Ziemlich cool!

Mir hat die Zeit im Projekt sehr viel gebracht und ziemlich gut getan, obwohl ich leider keine Meeresschildkröten gesehen habe (nur die Wasserschildkröten im Gehege), da noch keine geschlüpft waren und am Strand hatte ich nicht so viel Glück, aber ich war auch nur 2 Wochen dort.

Meeresschildkröten habe ich traurigerweise nur tot am Strand gesehen, an Land gespült - was auch immer der Grund für das Sterben war... man weiß es nicht immer genau. Oft werden die Fischerboote verdächtigt. Da ist man leider eher machtlos. Da müsste sich politisch etwas ändern! Wir haben diese Schildkröten dann beerdigt und ein Exemplar haben wir prepariert (sehr interssant), da es sich um eine sehr große, seltene Rasse handelte. Ich kann so ein Projekt, ob sozial oder für den Tierschutz, nur empfehlen!!

Der Kontakt zu den anderen Teilnehmern sowie zu den Einheimischen war sehr gut. Das Land hat mir super gut gefallen und ich bin auch sehr gut mit der fremden Kultur zurechtgekommen

Meiner Meinung nach ist Guatemala eines der schönsten Länder die es überhaubt gibt. Überall gibt es Vulkane, Nebel- und Regenwälder oder wunderschöne Strände, je nachdem, wo man sich gerade befindet. Guatemala-City habe ich nicht erkundet, hat mich nicht so gereizt, aber Antigua ist eine sehr schöne Stadt (eine alte Kolonialstadt). Dort kann man viel erleben. Man wird immer sehr (gast-)freundlich von den Einheimischen empfangen und auf den Märkten sind die Leute meist recht unaufdringlich, natürlich möchte jeder gerne ein gutes Geschäft machen. Man kann überall, außer natürlich in den Supermärkten, handeln. Man findet dort tolle Souvenirs und es gibt zahlreiche Cafés und Restaurants mit sehr gutem Essen!

Obwohl ich allein nach Guatemala geflogen bin, war ich ab meinem Tag 2. nie allein. Überall hat man andere Reisende getroffen und sich für den Nachmittag oder den Abend verabredet. Man hat sich in der Schule gesehen oder in seinem Projekt immer wieder Leute kennengelernt.

Einer der schönsten Tripps war nach "Semuc Champey" zwischen Cobán und Lanquin mit insgesamt acht Leuten und unserem netten Guide. Zuerst mit dem Bus, dann auf einem Pickup weiter durch den Nebelwald. Wir hatten dort zwei Übernachtungen und mit einem Moskitonetzt und -spray war man dort gut ausgerüstet. :-) Dort kann man den Wald und (Wasser-)Höhlen besichtigen und einen unglaublich schönen Fluss!! Das Essen ist super und abends kann man gute, günstige Cocktails trinken und feiern. Tolle Atmosphäre!

Lustige Momente gab es viele! Ich habe tolle Menschen kennengelernt und unglaubliche Abenteuer mit denen zusammen erlebt...

Die Informationen und die Organisation von Praktikawelten war super. Ich hatte im Vorfeld alle Informationen und habe mich sicher gefühlt.

Auch die Betreuung vor Ort war super und genau nach meinen Vorstellungen.

Ich habe mich gut aufgehoben gefühlt und hatte immer einen Ansprechpartner vor Ort (Schule...). Man ist auf meine Wünsche und evtl. Sorgen eingegangen und war sehr flexiebel. Toll!

Mein Fazit:

Es war eine super Entscheidung solch einen Auslandsaufenthalt zu machen. Ich kann so eine Erfahrung nur weiterempfehlen. Es war für mich eine großartige Zeit!

Meine Tipps:

Am Flughafen ist der Wechselkurs ziemlich grottig! Man kann fast überall erstmal mit Dollar bezahlen und sich an seinem ersten oder zweiten Tag dann in einer Bank etwas zu einen fairen Kurs wechseln!"

Erfahre mehr über das Projekt, das Nadine H. so begeistert hat: Meeresschildkröten-Projekt in Guatemala