Meeresschildkröten-Projekt in Guatemala

"Wir waren da mitten im Regenwald, das waren einfach unglaublich schön."

  • Freiwilligenarbeit
  • Guatemala
  • 4 Wochen

Erfahrungsbericht von

29.08.2013

Merle schrieb:

"Der Aufenthalt in Guatemala hat mir sehr gut gefallen. Man hatte genügend Zeit für sich und war nicht den ganzen Tag eingespannt, aber wenn man etwas tun wollte, gab es eigentlich immer etwas, an dem man arbeiten konnte. Zudem ist es einfach paradiesisch, direkt am Meer zu wohnen.

Einen typischen Tagesablauf hatte man meistens gar nicht. Am Morgen hatte jeder seine Aufgaben. Wir mussten dafür sorgen, dass der Park sauber war, die Tiere füttern und andere solche Dinge. Tagsüber wurden dann Aufgaben verteilt, zum Beispiel die Gehege reinigen oder Müll am Strand sammeln. Ein Projekt war auch, dass Plastikflaschen mit Plastikmüll gestopft werden mussten. Aus den Flaschen soll dann nachher ein Haus gebaut werden. Abends oder nachts, je nach dem wann Flut war, mussten wir dann auf Patrouille gehen, was eigentlich unsere Hauptaufgabe war. Da geht man in kleinen Gruppen den Strand entlang und sucht Schildkröten, die gerade aus dem Meer kommen, um ihre Eier zu legen. Die Eier haben wir dann ein und sie dann in einem extra Gebäude im Park gesammelt, damit sie geschützt sind.

Wenn die Schildkrötenbabies dann schlüpfen, werden sie von uns an den Strand gebracht und dann laufen sie ins Meer.

Ich hab ganz viel über Schildkröten gelernt. Wie die Tiere von ihren Instinkten geleitet werden, ist wirklich bemerkenswert. Und ich hab ganz viel über die gelassene Arbeitsweise der Guatemalteken gelernt. Da scheint alles oft ungeplant und spontan, aber letztendlich klappt doch alles, wie es soll. Die Menschen sind alle super hilfsbereit.

An einem Wochenende haben wir einen ganz tollen Ausflug nach Semuc Champey gemacht. Wir waren da mitten im Regenwald, das waren einfach unglaublich schön. Ein anderes Mal haben wir einen Ausflug mit einem Fischerboot gemacht und sind raus aufs Meer gefahren. Da haben wir dann Delfine gesehen, direkt neben und unter dem Boot. Und wir hatten Glück, wir konnten sogar einen Wal sehen. Die freie Zeit im Park haben wir meistens damit verbracht, in der Sonne am Strand oder auf dem Aussichtsturm zu verbringen. Oder wir haben mit Muscheln und Kokosnüssen gebastelt oder alle zusammen gespielt.

Einer der schönsten Momente war, als wir eine eigene Schildkröte gefunden haben. Als sie ihr Nest gebuddelt hat, haben wir eine Art Tunnel zu dem Nest gebuddelt und als sie dann angefangen hat, die Eier zu legen, hab ich da meinen Arm ausgestreckt und sie hat ihre Eier direkt in meine Hand gelegt. Ein anderer wirklich toller Moment war, als ich die Babyschildkröten schlüpfen gesehen hab. Erst ist die Erde ganz flach und auf einmal bewegt sie sich und eine kleine Schildkröte kommt raus gekrabbelt, das ist wirklich toll.

Vor der Reise war Praktikawelten immer gut erreichbar und super zu erreichen. Die Reiseunterlagen waren sehr hilfreich und es war definitiv eine tolle Erfahrung. Ich hab ganz viel über eine andere Kultur lernen können und auch einiges mitnehmen können. Zudem ist es wirklich unglaublich schön, drei Wochen direkt am Meer zu wohnen."

Man sollte sich darauf gefasst machen, dass die Zeit da ein bisschen langsamer läuft und alles recht spontan ist. Aber wenn man sich darauf einlässt, hat man eine wundervolle Zeit."

Erfahre mehr über das Projekt, das Merle T. so begeistert hat: Meeresschildkröten-Projekt in Guatemala