Meeresschildkröten-Projekt in Guatemala

"geschlüpfte Nester ausgraben und säubern, die geschlüpfte Schildkröten zählen,..."

  • Freiwilligenarbeit
  • Guatemala
  • 11 Wochen

Erfahrungsbericht von

04.04.2006

Dirk schrieb:

"Meine Zeit im Projekt war sehr schön und doch anders, als erwartet. Mein Tagesablauf eines typischen Arbeitstages sah wie folgt aus: Um 4:50 Uhr bin ich morgens aufgestanden, um Schildkrötenspuren vom Vorabend festzuhalten- um 11:00 Uhr kurz schlafen in der Hängematte- und um 12:00 Uhr ging es weiter mit beach profile messen:

zu dritt den Winkel des Strandes zum Meer mit Messband und Stangen messen, nachmittags geschlüpfte Nester ausgraben und säubern, sowie tote Schildkröten notieren und die geschlüpfte Schildkröten zählen. Am Abend dann das Essen für uns kochen (manchmal für 14 Leute!) und um ca. 10 Uhr abends auf Patrouille gehen und Schildkröteneier suchen. Anschließend schlafen, sofern keine Babys geschlüpft sind, die man dann wiegen, messen, zählen und freilassen muss.

Während meiner Zeit als Freiwilliger habe ich gelernt, selbständig zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen, habe gelernt Dinge zu schätzen, wie dass ich jeden Tag essen habe (habe im Projekt meine Wäsche selbst gewaschen, selber gekocht, selber geputzt). Habe erfahren dürfen, dass man Arbeit echt mögen kann!

Meine Unterkunft und der Sprachkurs haben mir gut gefallen. Der Sprachkurs war sehr erfolgreich und der Kontakt zu anderen Freiwilligen und zu den Einheimischen war ebenfalls sehr gut. Die Einheimischen sind sehr nett. Sie haben kein Geld im Kopf und interessieren sich für dich, grüßen dich öfters als hier in Europa und schauen einen an, wenn man an ihnen vorbeiläuft. Sie sind sehr christlich. Allgemein sind die Guatemalteken unkompliziert und direkt und sehr offen

In meiner Freizeit bin ich oft Fußball spielen und joggen gegangen. Ich bin öfters mal abends mit Freunden was trinken bzw. Billard spielen gegangen. Ich habe viele der angebotenen Freizeitaktivitäten mit der Sprachschule mitgemacht, die sehr interessant waren (Vulkanbesteigung, Volleyballspielen, Fincas besichtigen, Indigenas kennen lernen).

Eines der schönsten Momente meines Aufenthalts war Weihnachten am Pazifikstrand im Projekt zusammen mit den anderen Freiwilligen:
Wir haben ein katalanisches Weihnachtsfest gefeiert, am Strand ein Riesenfeuer angezündet und jeder hat Geschenke gekriegt. Man hat auf ein "Weihnachtstier" geschlagen und dazu einen spanischen Vers gesprochen, den die anderen wiedergeben mussten.

Die Betreuung während meines Aufenthalts durch das Team vor Ort war super und genau nach meinen Vorstellungen. Wilma war immer für mich da; hilfreich, nett und immer für einen Gefallen und eine nette Konversation zu haben. Sie war eine super liebe nette "Ersatzmami"!

Mein Aufenthalt war eine sehr gute Erfahrung. Es war eine gute Entscheidung, diese Reise anzutreten und seinen Horizont zu erweitern, die sozialen Disparitäten ganz klar zu sehen und zu realisieren, dass es uns hier besonders gut geht. Die Sichtweise anderer Menschen zu entdecken ist fast genauso interessant wie eine total andere, wunderbar schöne Natur kennen zu lernen."

Erfahre mehr über das Projekt, das Dirk P. so begeistert hat: Meeresschildkröten-Projekt in Guatemala