Meeresschildkröten-Projekt in Guatemala

"Besonders die Sprachkurse sind sehr gut gewesen. Ich hatte sogar Einzelunterricht"

  • Freiwilligenarbeit
  • Guatemala
  • 8 Wochen

Erfahrungsbericht von

12.03.2008

Chrisitian schrieb:

"Ziel meiner Reise war es Guatemala mit seinen Kulturen und Menschen näher kennen zu lernen und nicht als "normaler" Tourist das Land zu erleben. Ich wollte mich aktiv an der Rettung von Meeresschildklöten beteiligen und dabei auch mein Spanisch verbessern.

Mein Projekt in Guatemala war super, genau nach meinen Vorstellungen! Das „Rahmenprogramm“ hat super funktioniert und es gab genügend Zeit für individuelle Freizeitgestaltung.

Mein typischer Tagesablauf war:
Aufstehen: 10 Uhr dann Frühstück; Vormittags: Rundgang am Strand, Kontrolle der Schildkrötennester und Fütterung der Tiere, Vorbereitung des gemeinsamen Mittagessens; Nachmittags: individuelle Freizeitgestaltung (zum Strand, Lesen, zum Einkaufen ins Dorf, Kanufahren in den Mangrovensümpfen oder Hochseefischen auf dem Meer); Abends: ab 19 Uhr gemeinsames Abendessen, Aussetzen der geschlüpften Schildkröten, dann Patroullie am Strand zum Aufspüren der Schildkrötennester;
Nachts: alle 2-4 Stunden Patroullien am Strand und Freilassen der geschlüpften Schildkröten.

In Guatemala habe ich viele sehr nette Menschen aus vielen unterschiedlichen Ländern kennen gelernt. Die Landschaft Mittelamerikas ist einzigartig, besonders Guatemala bietet dem Besucher die unterschiedlichsten Klima- und Vegetationszonen vom Hochland bis zum Meer. Insgesamt habe ich nur gute Erfahrungen mit dem Land und den Leuten gemacht. Ich habe mich zu jeder Zeit sicher gefühlt, obwohl viele Leute in großer Armut leben.

Meine Unterkunft hat mir sehr gut gefallen. Auch der Sprachkurs war gut und erfolgreich. Mit der Kultur und den Einheimischen bin ich sehr gut in beiden Fällen zurechtgekommen.

Durch den Kontakt zu den Einheimischen konnte ich mein gelerntes Spanisch schnell verbessern und ihre Lebenskultur besser kennen lernen. Die Guatemalteken sind in sehr einfaches, freundliches und dankbares Volk. Meine Gastfamilie war sehr nett und durch die hervorragenden Kochkünste meiner „Gastmama“ habe ich einen tiefen Einblick in die Guatemaltekische Küche erhalten. Im Projekt half mein in der Sprachschule gelerntes Spanisch mich mit den Anwohnern gut zu verständigen, sehr oft wurde ich von ihnen auch zum Essen eingeladen.

Schnell lernt man Leute aus dem Sprachkurs kennen und gestaltet dann gemeinsam seine Freizeit. An den Wochenenden haben wir meist Kurztrips unternommen, um das Land besser kennen zu lernen. Während des Sprachkurses waren wir fast jeden Abend in der Stadt Antigua, um dort Freunde zu treffen oder auf den vielen verschiedenen Märkten zu shoppen. In der Freizeit während des Projektes haben wir fast jede freie Minute am wunderschönen Strand der Pazifikküste verbracht und hatten dort sehr viel Spaß.

Die schönsten Momente meines Aufenthalts waren die abendlichen Strandspaziergänge in den Sonnenuntergang an der Pazifikküste. Eine einzigartige Kulisse am anderen Ende der Welt. Woran ich mich besonders gern erinnere: Meine Geburtstagsparty im Tropischen Regenwald von Guatemala. Am Vormittag waren wir an den türkisblauen Wasserfällen einer Schlucht baden. Zum Nachmittag sind wir dann zu einer spektakulären Höhlenexpedition aufgebrochen. Und abends: gemütliches Zusammensitzen in der Herberge mit Menschen aus der ganzen Welt. Besonders nett war die Torte aus Früchten von der Katja.

Die Betreuung durch PRAKTIKAWELTEN war rundum sehr gut! Alle Informationen von Praktikawelten waren sehr professionell und ausreichend. Die Betreuung vor Ort war super. Vor allem Vilma unsere Betreuerin in der Sprachschule war echt immer für uns da. Sie hatte immer ein offenes Ohr und wusste für jedes kleine Problemchen eine Lösung, echt super die Vilma.

In den ersten Wochen in Guatemala gab es außerdem fast täglich die verschiedensten Angebote zur Freizeitgestaltung und zum Kennenlernen anderer Volunteers. Mein Aufenthalt in Guatemala war eine sehr gute Entscheidung. Dort habe ich viel fürs Leben gelernt. Ich denke so oft an diese wunderschöne Zeit zurück. Besonders die Sprachkurse sind sehr gut für mich gewesen, da ich sogar Einzelunterricht hatte. Außerdem konnte ich das gelernte gleich in meiner Gastfamilie anwenden.

Kleiner Tipp:
Ich würde immer empfehlen genug Bargeld mitzunehmen und auch genug Geld per EC-Karte einzuplanen (Falls ihr mal zum Arzt müsst will dieser immer in Bar bezahlt werden!!) Sicher wollt ihr noch durchs wunderschöne Land reisen, deshalb plant neben den Projekt noch eine Woche extra Urlaub mehr ein. Nehmt nicht so viel Klamotten und Luxusartikel mit. In Antigua gibt’s alles was es in deutschen Geschäften auch gibt. Und Gastgeschenk nicht vergessen."

Erfahre mehr über das Projekt, das Christian K. so begeistert hat: Meeresschildkröten-Projekt in Guatemala