Building in Guatemala
Grüner Fluss im Dschungel in Guatemala

"So eine Erfahrung ist einfach lohnenswert."

  • Freiwilligenarbeit
  • Guatemala
  • 12 Wochen

Erfahrungsbericht von (19 Jahre)

11.12.2015

Ich habe mir das Land und auch die Arbeit vor meiner Abreise ganz anders vorgestellt, als es letztendlich war. Ich hatte mir Guatemala als Land nicht so wunderschön und vielfältig vorgestellt. Da ich wusste, dass Guatemala sehr arm ist, habe ich mir das Land auch so vorgestellt. Das heißt, ich dachte ich bekomme einen kompletten Kulturschock, da ich mir alles schmutzig und klein vorgestellt habe. Auch habe ich nicht mit so einer Gastfreundlichkeit gerechnet.

Ich hatte sehr viel Spaß während der Arbeit und es wurde fast nie langweilig. Außerdem war nach dem Projekt ja auch immer noch Zeit für Freizeit. Um 7:15 Uhr gab es jeden Tag Frühstück, dass wirklich richtig viel und gut war. Dann ging es zur Baustelle. Zu der einen Baustelle musste ich jeden Morgen mit dem Bus hinfahren, aber die zweite Baustelle war direkt in unserem Dorf. Man hatte ganz verschiedene Aufgaben, wie zum Beispiel Steine tragen oder zerschlagen, den Boden auflockern, Zement anrühren oder einfach Stütztstangen herzustellen. Dann wurde bis 12 oder 13 Uhr gearbeitet (man konnte aber natürlich auch länger bleiben) und dann gab es mit der ganzen Gastfamilie Mittagessen. Danach ging es gleich mit den anderen Freiwilligen in die Stadt zum einkaufen, Sachen anschauen oder zu dem täglichen Mittagsprogramm, das von der Sprachschule angeboten wurde. Ich persönlich bin jeden Abend mit ein paar Einheimischen und Freiwilligen in ein Aerobic-Kurs in unserem Dorf gegangen. Danach gab es immer pünktlich um 19 Uhr Abendessen und gegen 20 Uhr ist man mit anderen Freiwilligen wieder in die Stadt gefahren. Entweder zum feiern, Billard spielen oder einem Quizabend in einer der vielen tollen Bars.

Ich habe gelernt, dass man auch mit ganz wenigen Dingen ein gutes Haus bauen kann und man sich fast alles selbst bauen kann. Ich habe grundsätzlich nur sehr gute neue Erfahrungen mit den Einheimischen und deren Kultur gemacht. Die Menschen waren alle super freundlich, hilfsbereit und immer gut gelaunt. Ich glaube das war auch der Grund warum ich keinen Kulturschock hatte, da ich einfach von Anfang an gesehen habe, wie glücklich diese Menschen sind und wie viel Spaß man auch ohne sämtliche technischen Sachen haben kann. Ich habe mich auf jeden Fall sehr willkommen gefühlt und mich sehr schnell dort eingelebt!

In unserer Freizeit sind wir immer in die angrenzende, etwas größere Stadt gefahren und haben dort das von der Sprachschule organisierte Mittagsprogramm mitgemacht. Wir sind in verschiedene Städte, Museen und so weiter gefahren, haben uns die Bräuche und Sitten von den Indigenas erklären lassen oder sind einfach zu Festen in der Umgebung gefahren. Ansonsten war ich immer mit Freiwilligen in der Stadt unterwegs, in Cafés oder einfach nur im Park. Am Wochenende waren wir immer auf größeren Tagestrips. Abends ging es immer in Bars, Cafés oder Restaurants.

Ich kann gar nicht sagen, welches der schönste Moment meines Aufenthaltes war, denn es gab einfach viel zu viele schöne und lustige Momente. Selbst während der Sprachschule gab es immer wieder super lustige Gespräche mit der Lehrerin. Mir hat besonders gut gefallen, dass man immer das sichere Gefühl gehabt hat, dass noch jemand hinter einem steht und bei Fragen immer helfen kann. Die Betreuung war sehr gut und am besten hat mir gefallen, dass ich weiß, dass ich immer einen Ansprechpartner bei Problemen hatte.

Fazit:
Es war auf jeden Fall eine gute Entscheidung den Auslandsaufenthalt zu machen! Ich würde es wirklich jedem empfehlen, der Zeit und das Geld dafür hat. So eine Erfahrung ist einfach lohnenswert.

Tipps:
Viele Freiwilligen haben den Fehler gemacht, nur ganz wenig Sprachschule zu haben und das Projekt ganz lange zu machen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Sprachunterricht echt wichtig ist, gerade in einem Land, indem nicht Englisch gesprochen wird. Viele haben dann vor Ort noch ein paar Wochen mehr Unterricht gebucht, einfach auch weil er so viel Spaß gemacht hat. Man sollte also nicht denken, dass man gerade nach dem Abi vielleicht keine Lust mehr auf viel Unterricht hat. Der Unterricht dort macht einfach sehr viel Spaß weil man so auch sehr viel über das Leben und die Kultur der Menschen dort erfährt.

Erfahre mehr über das Projekt, das Michelle M. so begeistert hat: Building in Guatemala