Unterrichten in Ghana

"Probiert ghanaisches Essen!"

  • Freiwilligenarbeit
  • Ghana
  • 8 Wochen

Erfahrungsbericht von (19 Jahre)

12.01.2007

Verena schrieb:

"Meine Erwartungen vor meiner Abreise? Ich wollte viele neue Eindrücke erhalten und viele Einblicke in eine andere Kultur und Lebensweise bekommen. Mein Praktikum war super! Die Menschen, mit denen ich zusammenarbeitete waren sehr freundlich und offen.

Ich bekam die Möglichkeit mich selbst sehr gut einzubringen. So sah mein typischer Arbeitstag aus: Von 8.30 bis 11 Uhr habe ich Englisch unterrichtet, Hefte korrigiert und während des Matheunterrichts habe ich für Ruhe gesorgt. Von 11 bis 12 Uhr stand Tanzen mit den Kindern auf dem Stundenplan. Anschließend hatte ich eine Stunde Mittagspause, in dieser aß ich meist zusammen mit den anderen Lehrern. Dann übte ich noch für circa eine Stunde mit den Kindern Englisch zu lesen und hatte im Anschluss frei. Abends habe ich noch für circa eine Stunde den Unterricht für den nächsten Tag vorbereitet.

Im Praktikawelten-Haus hat es mir gut gefallen, der Kontakt zu den anderen Freiwilligen und auch zu den Einheimischen war sehr gut.

Im Zusammenleben mit den Einheimischen habe ich viele Erfahrungen gesammelt. Die Menschen in Ghana haben mindestens genauso viele verschiedene Einstellungen und Meinungen wie die Menschen in Europa. Freundschaften werden in Ghana sehr schnell geschlossen und es bestand auch großes Interesse an meiner Meinung zu aktuellen Themen. Viele Ghanaer haben im Leben genau dieselben Probleme, Ängste, Träume wie wir Europäer. In Ghana muss man allerdings als Weiße etwas um seine Freiheit kämpfen, da jeder dein Freund sein will.

In meiner Freizeit bin ich viel mit anderen Freiwilligen gereist, auch Strandurlaub war dabei. Ansonsten haben wir Spieleabende gemacht und sind zum Essen oder zu Musikvorführungen gegangen.

Einmal schenkte mir ein Waisenjunge, der meist nicht einmal Geld für das Busfahren hatte, einen Wasserbeutel und wollte nicht einmal Geld dafür. Das war ein schöner Moment! Toll war auch, dass ich immer wie selbstverständlich von den Ghanaern zum Essen eingeladen wurde und mit ihnen von einem Teller aß.

Die Betreuung von Praktikawelten vor meiner Abreise war gut. Ich habe eine ausführliche Gesamtinfo über meinen Auslandsaufenthalt bekommen. Die Betreuung durch den Koordinator vor Ort in Ghana war auch gut. Er leistete sehr gute Arbeit, war jederzeit erreichbar und unheimlich engagiert. Die Einführung bestand aus einer sehr guten Stadtführung und dem Vertrautmachen mit den Gepflogenheiten vor Ort.

Es war eine sehr gute Entscheidung nach Ghana zu reisen! Ich habe viele neue Freunde gefunden und mich in meiner bisherigen Lebenseinstellung bestärkt gefühlt. Ich werde versuchen die ghanaische Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft in Deutschland zu verwirklichen.

Hier habe ich noch drei Tipps für euch:
- Nehmt ausreichend T-Shirts mit!
- Probiert ghanaisches Essen!
- Geht humorvoll und freundlich auf die Menschen zu,
  es wird einem immer geholfen!"

Erfahre mehr über das Projekt, das Verena R. so begeistert hat: Unterrichten in Ghana