Sozialarbeit mit Kindern in Ghana

"Solch eine Erfahrung kann man nicht in Deutschland machen."

  • Freiwilligenarbeit
  • Ghana
  • 13 Wochen

Erfahrungsbericht von

25.10.2013

Miriam schrieb:

"Jeden Morgen sind wir mit dem Tro-tro oder Taxi zum Projekt gefahren, in welchem wir bis nachmittags blieben! Dort haben wir die Lehrer beim Unterrichten unterstützt, das Essen für die Kinder verteilt und einfach Zeit mit ihnen verbracht! Einmal die Woche durfte ich ein Boxtraining mit den Kindern machen, da ich auch in Deutschland trainiere und somit den Kindern etwas beibringen konnte. Was sehr schön war, war die Tatsache, dass die Kinder unsere Zuneigung und Aufmerksamkeit sehr genießen bzw. sogar benötigen.

Ich hatte mir gezielt, nicht zu viele Vorstellungen von Ghana gemacht, da mir klar war, dass sie nie der Realität entsprechen können. Ghana ist im Vergleich zu Deutschland nun mal sehr anders! Dies wurde mir schon beim Durchlesen des Reise 1x1 und des Reiseführers bewusst! Deswegen beschloss ich, mir so wenig Gedanken/Vorstellungen wie möglich zu machen!

Wenn man nie in einem solchen Land zuvor gewesen ist, weiß man nicht, was auf die eigene Person zu kommt. Man muss sich immens vielen Herausforderungen stellen, was ich als sehr positiv empfunden habe!

Die Arbeit mit den Kindern außerhalb des Unterrichts bzw. mein gesamter Aufenthalt in Ghana hat mich in vielerlei Hinsicht geprägt, wovon ich sowohl im Berufs- als auch im Privatleben sehr profitieren werde!

Die meisten Ghanaer sind sehr aufgeschlossen und freundlich, was mir von Anfang an sehr gut gefallen hat! Man muss aber dennoch erkennen und akzeptieren, dass man aus einer komplett anderen Kultur kommt und viele Gedankengänge der Ghanaer deshalb nicht nachvollziehen bzw. verstehen kann!

Wir Freiwilligen sind des Öfteren am Abend in eine Chop-Bar, haben Sport getrieben, Spiele zusammen gespielt, Filme geschaut oder haben zusammen gekocht. Am Wochenende sind wir meistens gereist oder wir haben uns abends auf den Weg in einen Club oder auf die Reggae-Party gemacht.

Kleinigkeiten, wie abends mit allen Freiwilligen gemütlich draußen zu sitzen oder auch mal ein Lagerfeuer zu machen oder das gemeinsame Reisen und die damit verbundenen Erfahrungen, die Freude und das Lachen der Kinder zu sehen und den Stolz, als sie ihre Drum - and Dance-Performance erfolgreich vorgeführt haben, als das Paket mit Boxutensilien und Sportbekleidung aus Deutschland angekommen ist und die Kinder sich sehr darüber gefreut haben, gehörten zu den schönsten Momenten.

Die Arbeit des Koordinators bzw. der Koordinatorin waren mehr als zufriedenstellend! Mit Herzblut haben sie die Freiwilligen unterstützt und getan, was sie konnten! Auch die Watchmen waren immer sehr freundlich und haben ihre Arbeit angemessen verrichtet! Unsere Reinigungskraft war mehr die gute Seele des Hauses als eine Putzdame!

Auf jeden Fall würde ich so eine Reise weiterempfehlen! Ich bereue nichts, an dem Aufenthalt in Ghana. Solch eine Erfahrung kann man nicht in Deutschland machen. Man wird oft auf die Probe gestellt und stößt des Öfteren auch an seine Grenzen, aber nur dadurch lernt man mehr über sich selbst und kann gewissermaßen seinen Horizont erweitern!

An die zukünftigen Teilnehmer: Verzweifelt zu Beginn nicht, wenn ihr euch alles anders vorgestellt habt. Man gewöhnt sich schnell an die Gegebenheiten vor Ort und nach einer Zeit möchte man gar nicht mehr weg!"

Erfahre mehr über das Projekt, das Miriam B. so begeistert hat: Sozialarbeit mit Kindern in Ghana