Meeresnaturschutz (Tauchen) in Fidschi

"Es hat mir in so vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet."

  • Freiwilligenarbeit
  • Fidschi
  • 4 Wochen

Erfahrungsbericht von

2018-03-03

Anna Sabrina schreibt:

"Mit dem Projekt war ich super zufrieden. Es hat mir in so vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet, es war eine unglaubliche und einzigartige Erfahrung, einen Monat lang auf einer so kleinen Insel mit knapp 30 Leuten zu leben. Ich habe so viel über das Meer, das Riff um Caqalai und die fijianische Kultur gelernt. Es war ein so unbeschreiblich erfüllendes Gefühl, jeden Tag etwas zu tun, was wirklich etwas bewirkt und dem Riff hilft, welches durch den Klimawandel und Überfischung immer mehr zerstört wird.

Ein typischer Tag im Projekt sah wie folgt aus: Morgens ging es früh aus dem Bett, wir hatten bestimmte Aufgaben zu erledigen, damit unsere kleine Station nach dem Frühstück auch direkt in den Tagesablauf starten kann. Toiletten, die öffentlichen Räume und auch die Grasflächen mussten gefegt oder gekehrt werden. Toilettenpapier musste verbrannt und der Müll getrennt und recycelt werden. Außerdem war eine Gruppe dafür zuständig, das Frühstück zu kochen. Zu guter Letzt, musste auch noch das Tauchboot für den Tag fertig ausgerüstet werden und unsere Tauchhütte musste natürlich auch sauber gemacht werden. Außerdem mussten wir die Wassertanks füllen. Danach gab es erstmal Frühstück und im Anschluss auch schon die ersten Point-out-Tauchgänge, Unterwasseruntersuchungen bzw. - Vermessungen, verschiedene Schnorchelgänge, DAD Tauchgänge oder SAD Schnorchelgänge, Strandsäuberungen oder Unterrichtsstunden. An manchen Tagen sind auch einige Freiwillige in die Schulen auf den Nachbarinseln gegangen und haben dort unterrichtet, um die Kinder dort über unsere Arbeit aufzuklären. Diese ganzen Aufgaben haben sich über den Tag verteilt, zwischendurch gab es um 12 Uhr Mittagessen, wo man sich nochmal mit den anderen austauschen konnte. Am späten Nachmittag hatte man dann Freizeit, die man nutzen konnte, um zum Beispiel zusammen mit den Fijians Volleyball zu spielen oder ein Workout zu machen. Dann wurde von einer Gruppe Freiwilliger das Abendessen gekocht und im Anschluss der Tagesplan für den nächsten Tag vorgestellt.

In meiner Freizeit, bin ich öfter selbst nochmal schwimmen gegangen oder habe ein Workout wortwörtlich unter Palmen gemacht :). Ich habe aber auch viel gelesen oder mich mit anderen Freiwilligen unterhalten. An den Wochenenden sind wir auch manchmal auf die Nachbarinsel in ein Inselresort zur Erholung gefahren.

Einige Sachen waren ein echter Kulturschock, z.B. die Kava Zeremonie. Kava ist eine ganz bekannte Wurzel auf den Fiji Inseln, die schon seit langer Zeit zu einem Pulver verarbeitet und dann mit Wasser vermischt getrunken wird. Sie soll eine sehr entspannende und leicht „highe“ Wirkung hervorrufen. Die ganze Zeremonie wird von bestimmten Sätzen und Klatschen begleitet. Kava selbst schmeckt meiner Meinung nach ein bisschen wie Yogitee in hochkonzentrierter Form und hinterlässt im Mund-und Rachenbereich ein leicht taubes Gefühl. Nach einiger Zeit hat mir das Kava trinken jedoch sehr Spaß gemacht, obwohl ich Kava am Anfang nicht mochte. Es ist jedoch immer sehr schön mit allen zusammen zu sitzen und sich zu unterhalten.
Generell sind die Fijians sehr offen und freundlich, man wird immer sehr höflich auf der Straße gegrüßt und auch öfter in Gespräche verwickelt.

Ein Moment, den ich nie vergessen werde war, als ich auf einem Tauchgang in 14m Tiefe einen Giant Marple Ray (Riesenstachelrochen) gesehen habe, den man normalerweise nur in unter 30 m Tiefe sieht. Wir sind einmal komplett um ihn rumgeschwommen. Er war gigantisch, hatte eine Flügelspannweite von 2 m Durchmesser und einen Stachel, welcher auch mindestens einen Meter lang war. Er lag auf dem Grund und man konnte richtig beobachten, wie sich bei jedem Kiemenzug seine Flügel an den Seiten gehoben haben. In diesem Moment bin ich auch dem Staunen nicht mehr rausgekommen, wirklich eine ganz atemberaubende Erfahrung!!!

Ich würde sagen, dass der Auslandsaufenthalt das Beste war, was ich hätte machen können und auch genau das, was ich gebraucht habe. Ich habe die Zeit so gut für mich genutzt und so viel Erfahrungen gesammelt, so viel gelernt in so kurzer Zeit."

Erfahre mehr über das Projekt, das Anna Sabrina P. so begeistert hat: Meeresnaturschutz (Tauchen) in Fidschi