Umweltschutz auf Galápagos in Ecuador

"Vertraut mir, es lohnt sich!"

  • Freiwilligenarbeit
  • Ecuador
  • 12 Wochen

Erfahrungsbericht von

13.01.2008

Nico schrieb:

"Meine Zeit in Ecuador war großartig und ich werde diese Zeit sicherlich niemals mehr vergessen. Die 3 Monate gingen wie im Flug vorbei, doch blicke ich auf das, was ich erlebt, gesehen, erfahren und gelernt habe, so könnten es durchaus mehrere Jahre gewesen sein.

Voller Freude kam ich in Quito an, wurde abgeholt und teilte mir das Appartement mit einem anderen Freiwilligen. In der Sprachschule lehrte uns unser Lehrer mit viel Humor die Grundlagen der spanischen Sprache, die wir in Quito auch jeden Tag im täglichen Leben trainieren konnten.

Auf Galápagos bot sich dann erneut ein ganz anderes Paradies: Wunderschöne Inseln, einzigartige Tiere und unglaublich kontrastreiche Vegetationszonen auf wenigen Höhenmetern Unterschied!

Die Station, auf der ich arbeitete, lag ca. 40 Minuten von der Stadt entfernt. Um 8 Uhr war der Treffpunkt zur Arbeitsbesprechung. Anschließend wurden die Arbeitswerkzeuge vorbereitet (alles zusammensuchen und Macheten schleifen) und schon stürzten wir uns in die Arbeit: Pflanzen züchten, bewässern, einpflanzen, Zerhacken und Entwurzeln von Himbeersträuchern, Löcher buddeln, Unkraut jäten oder auch Strommasten aufstellen gehörten zu den Tätigkeiten. Oft gingen wir abends in die 10 Minuten Fußmarsch entfernte Bar, spielten Billard, schauten einen Film oder zischten einfach gemütlich ein Bierchen. Der Freitag diente den Volunteers als Wandertag. Hier wurden Ausflüge zu Klippen, in die Hochländer, zu Wasserfällen und zu einer Schildkröten-Station angeboten.

Das Zusammenleben im Projekt hat sehr viel Freude gemacht. Dabei konnte man sich vor allem durch kulturelle Unterschiede auf einem humorvollen und manchmal auch wackeligen Niveau unterhalten, was das Lernen der Sprache auch sehr vereinfacht. Insgesamt habe ich mich sehr gerne mit Einheimischen unterhalten, obwohl der Einfluss der kulturellen Unterschiede natürlich ab und zu auch mal zu dem ein oder anderen Missverständnis geführt hat.

Während meiner Freiwilligenarbeit habe ich viele Erfahrungen gemacht:
- in 3 Monaten mehr Spanisch gelernt als in 3 Schuljahren Französisch.
- körperlich hart gearbeitet und mich über den abgenommenen Speck und die zusätzlichen Muskeln gefreut
- ein Land nicht nur als Tourist, sondern als Einwohner kennen gelernt, und mehr verstanden - mich als Mensch in eine positive Richtung entwickelt, ich trete der Welt und den Menschen jetzt offener gegenüber und bin ein ganzes Stück selbstständiger geworden.
- gesehen, dass ich mit meiner Arbeit zwar nur einen sehr kleinen Beitrag leisten kann, dieser es aber auf jeden Fall wert war.

Ich bin auf jeden Fall für das Rückgrat Praktikawelten dankbar, das mir bei meiner ersten Reise sehr hilfreich war. Hervorheben möchte ich, dass ich Praktikawelten bei Fragen und Problemen schnell per E-Mail erreichen konnte und meistens eine unverzügliche Antwort erhielt. Sehr zufrieden war ich auch mit der Art der Betreuung, da Praktikawelten auch oft von selbst auf mich zukam und mir somit wichtige Infos zuspielen konnte.

Die Betreuung vor Ort in Ecuador war gut, da ich bei Problemen sofort unterstützt wurde und sich eine geeignete Lösung für beide Seiten fand. Die Einführung war sehr hilfreich, vor allem die Stadtführung ist eine großartige Idee.

Der Auslandsaufenthalt in Ecuador war eine einmalige Erfahrung. Obwohl es nur drei Monate waren, habe ich extrem viel gesehen, erfahren, erlebt und gelernt. Auch in meiner Selbstständigkeit, Persönlichkeit und in meinem Verständnis als Mensch konnte ich mich in nur drei Monaten enorm entwickeln. Als fast neuer Mensch kehrte ich nach Deutschland zurück, gepackt vom Fernfieber trieb es mich innerlich gleich weiter und die nächsten Reisepläne werden geschmiedet.
Ich bin froh, dass ich diesen Schritt direkt nach dem Abitur gewagt habe und ich kann es jedem nur empfehlen: Einfach buchen, loslegen, erleben und anders zurückkommen :-). Vertraut mir, es lohnt sich!"

Erfahre mehr über das Projekt, das Nico B. so begeistert hat: Umweltschutz auf Galápagos in Ecuador