Umweltschutz auf Galápagos in Ecuador

"Es war eine der schönsten Erfahrungen in meinem Leben und ich würde es jeder Zeit wieder machen!"

  • Freiwilligenarbeit
  • Ecuador
  • 7 Wochen

Erfahrungsbericht von

04.10.2013

J schrieb:

"Das Land hab ich mir eigentlich ziemlich so vorgestellt, wie es dann auch war. Die Leute sind freundlich und offen, alles ist am Anfang noch etwas ungewohnt, aber von einem Kulturschock kann ich auf keinen Fall sprechen.

Die einzige Sache, die ich mir anders vorgestellt hatte, war das Klima in Quito. Es war sehr wechselhaft und unberechenbar. Morgens war es immer schön sonnig und warm bis es dann am Nachmittag umgeschlagen hat. Ich hatte es mir wärmer vorgestellt, vor allem wegen der Nähe zum Äquator.

Meine Arbeit auf den Galapagos Inseln war sehr angenehm und gut eingeteilt. Man hatte mir gesagt, dass es körperlich sehr anstrengend sei.

Die Arbeit war genau richtig für uns, nicht zu schwer und auch nicht zu easy-going. Ich war sehr positiv von der Abwechslung der Arbeit überrascht, wir durften nicht nur Mora hacken, sondern hatten auch mal Küchendienst, mussten in der Produktion, auf dem Vulkan oder in der Galapagera arbeiten.

Ich hatte es mir definitiv anders vorgestellt, aber wie genau kann ich auch nicht sagen.

Ich hatte vor allem kein gutes Essen erwartet (viel Reis und wenig Abwechslung); aber ich kann nur Positives berichten (gerade von dem Essen! Sehr lecker!) und ich wäre gerne noch länger geblieben.

Die Zeit während meines Programms war super und genau nach meinen Vorstellungen. In Quito war der Sprachunterricht einfach toll, weil wir eine Dreiergruppe waren, eine super Lehrerin hatten und obwohl der Umgang sehr locker war, konnten wir viel und effektiv Spanisch lernen.

Mit meinem Apartment war auch alles in bester Ordnung. Auf Galapagos hat mir die ganze Atmosphäre gefallen, denn es war alles sehr einfach und doch war das Nötigste vorhanden. Ich hatte nie Probleme und wenn es Fragen gab, wurden sie mir immer von den Betreuern zufriedenstellend beantwortet.

Die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht und es gab auch viele nette Teilnehmer, mit denen ich die Zeit zusammen verbracht habe.

Morgens sind wir kurz vor sieben Uhr aufgestanden (wenn man Küchendienst hatte, dann kurz vor 6), denn pünktlich um 7 Uhr gab es Frühstück. Nach einem leckeren Essen hatten wir noch Zeit uns fertig zu machen und Arbeitsklamotten anzulegen, bis es dann um 8 Uhr mit der Arbeit losging. Die Betreuer sagten uns dann, was unsere Arbeit für heute sein wird, bis es dann von 10 Uhr bis halb 11 eine Pause mit frischem Orangensaft oder einem kleinen Snack gab. Danach arbeiteten wir weiter bis zum Mittagessen. Bis um 2 Uhr hatten wir dann Pause, in der wir unsere Zeit im alten Haus mit Musik hören, unterhalten, etc. verbrachten.

Schließlich war die nächste Schicht von 14 Uhr bis 16 Uhr (meistens eine neue Arbeit) und danach war endgültig frei. Nach einer Dusche und Freizeit, gab es wieder pünktlich um 18 Uhr Essen. Je nachdem wie viele Volunteers auf der Station waren, hatte man öfters oder seltener Küchendienst. Abends spielten wir meistens Karten oder gingen noch in die Bar.

Die Arbeit war immer unterschiedlich. Neben dem klassischen Mora ausrotten, gab es auch noch das Sammeln und Sähen von Samen, Ernten von Obst und Gemüse, Arbeit auf dem Vulkan oder der Schildkrötenstation oder auch Arbeit mit Zement.

Mir hat alles sehr viel Spaß gemacht und durch die Abwechslung wurde mir auch nie langweilig.

Für mich war es wichtig zu sehen, wie es ist täglich körperliche Arbeit zu verrichten. Ich bin das als Studentin nicht gewohnt und es hat mir sehr gut getan, denn ansonsten sitze ich nur den ganzen Tag.

Auch wenn es manchmal hart war, bin ich froh, die Arbeit stets durchgezogen zu haben und dass ich nie aufgegeben habe. Das hat meinen Willen und Ehrgeiz, Dinge zu erreichen, gefestigt.

Außerdem gewöhnt man sich an die Situation, ständig unter Leuten zu sein und nie für sich sein zu können.

Unter anderem ist es auch eine Erfahrung immer mit schmutzigen Klamotten rumlaufen zu müssen und nicht immer eine warme Dusche zu haben. Wir hatten nur einen kleinen Spiegel und das Äußerliche wird auf einmal nicht mehr so wichtig. Es ist schön, sich nicht mehr um die unwichtigen Probleme des Alltags kümmern zu müssen und einfach mal 3 Wochen ungeschminkt und nicht immer ganz sauber durch die Welt gehen zu dürfen!

Ich hatte zu den anderen Teilnehmern genauso wie zu den Einheimischen einen sehr guten Kontakt. Ich habe gemerkt, dass die ecuadorianische Bevölkerung sehr offen und nett ist. Sie sind sehr gastfreundlich und immer gut gelaunt. Wenn Musik läuft tanzt jeder und ist fröhlich.

In meiner Freizeit habe ich Quito und die Umgebung kennengelernt, habe mir auf eigene Faust die Stadt angeschaut und habe viel mit meinen Mitbewohnern und Freunden aus der Schule unternommen. Abends sind wir zu Hause geblieben oder noch in eine Bar oder einen Club gegangen. Meistens waren wir typisch ecuadorianisch essen.  Am Wochenende habe ich Banos, Quilotoa oder den Pichincha besucht und bin immer unterwegs gewesen. Auf den Galapagos Inseln sind wir am Wochenende am Hafen gewesen und haben uns von dort aus die anderen Inseln angeschaut.

Einer meiner schönsten Momente war auf dem Quilotoa, als man vom Kraterrand aus den wunderschönen See gesehen hat. Auch im Dschungel (Lago Agrio) gab es viele tolle und unvergessliche Momente, sowie auf Galapagos als wir mit Haien und Seelöwen schwimmen waren!

Die Organisation hat mir sehr gut gefallen. Die Reiseunterlagen fand ich sehr gut und auch die Erreichbarkeit in Deutschland war gut. Die Betreuung durch das Team vor Ort war super! Besonders gut gefallen hat mir, dass die Leute sich dort sehr um einen gekümmert haben. Das Engagement war sehr hoch und es ging den Mitarbeitern auch darum, dass man sich wohlfühlt und immer in Sicherheit ist. Es war alles sehr persönlich und freundlich und mit der Organisation hat alles super geklappt! Ich war sehr positiv überrascht!

Es war eine der schönsten Erfahrungen in meinem Leben und ich würde es jeder Zeit wieder machen! Ich kann es wirklich nur weiterempfehlen. Es erweitert den eigenen Horizont und macht einen innerlich glücklich! Natürlich ist es auch positiv noch eine weitere Sprache zu verstehen. Man sollte immer mit einer positiven Einstellung an die Sache herangehen, keine Angst haben und offen sein!"

Erfahre mehr über das Projekt, das J. K. so begeistert hat: Umweltschutz auf Galápagos in Ecuador