Umweltschutz auf Galápagos in Ecuador

"manche Arbeiten sind körperlich anstrengend, die Aufgaben aber sehr abwechslungsreich"

  • Freiwilligenarbeit
  • Ecuador
  • 9 Wochen

Erfahrungsbericht von

23.10.2013

(9 Wochen "Natur pur Galápagos" in Ecuador)

Eva schrieb:

"Dank der Beschreibung auf der Internetseite und den zugesendeten Informationen, sowie dem Gespräch mit anderen Freiwilligen, die dieses Projekt bereits besucht hatten kamen meine Vorstellungen den tatsächlichen Gegebenheiten sehr nahe. Aber natürlich ist es ein ganz besonderes Erlebnis alles selbst zu erleben und mit eigenen Augen zu sehen. Das kann kein Bild, Video oder Text ersetzen.

Besonders gut hat mir der enge Zusammenhalt innerhalb Freiwilligengruppe im "Camp" gefallen. Aber auch die Möglichkeit am Wochenende und in der Freizeit die Inseln zu erkunden war toll und gehört zur schönsten Zeit meines Lebens. Auch die Betreuung vor Ort war immer super und Abholung vom Flughafen, Einführung ins Projekt etc. haben immer reibungslos funktioniert. Das gesamte Team unterstützte uns Freiwillige im Projekt und baute ein freundschaftliches Verhältnis zu allen Freiwilligen auf und war immer sehr um deren Wohlergehen bemüht.

Der Tagesablauf unter der Woche war immer klar gegliedert. Nach dem Frühstück um 7 Uhr ging es an die Arbeit, manchmal auf der Station oder auch im Dorf, im Schildkrötenreservat oder auf Grundstücken des Nationalparks. Zu den Aufgaben gehörten das Zurückschneiden invasiver Brombeersträucher mit der Machete, das Pflanzen von endemischen Bäumen oder Sträuchern, das Anlegen von Wegen, das Füllen von Sandsäcken und Ähnliches. Auf der Station wurde dann beim Streichen, Mauern oder in der Küche geholfen. Wer wollte hatte auch die Möglichkeit den Erfolg unserer Arbeit zu überprüfen, indem man, mit Digitalkamera ausgerüstet, in den Wald zieht und Fotos von den verschiedenen Finkenarten schießt, die anschließend vom Koordinator in Zusammenarbeit mit der Universität ausgewertet werden. Auch wenn manche Arbeiten körperlich sehr anstrengend sind, sind die Aufgaben sehr abwechslungsreich und es ist schön nach "Feierabend" (in der Regel um 14 Uhr) gemeinsam das "Werk des Tages" zu betrachten und natürlich werden auch ausreichend Pausen (von 10 bis 10:30 Uhr und von 12 bis 14 Uhr) gemacht. nach dem Abendessen um 18 Uhr sitz man dann meist noch am Lagerfeuer, spielt Karten, Tischtennis oder geht in die "Dschungelbar" um Karaoke zu singen oder Billard zu spielen.

Während meiner Arbeit konnte ich viel über Kreisläufe und Prozesse in der Natur und die Bedeutung von Eingriffen durch den Menschen lernen. Insgesamt habe ich auf meiner Reise wahnsinnig viele neue Eindrücke gesammelt, neue Leute und Kulturen kennengelernt und mich so persönlich weiterentwickelt.

Die Unterschiede zwischen den Kulturen kann man nur nachvollziehen, wenn man sie selbst erlebt hat. Deshalb war es eine großartige Erfahrung auch weniger touristische Gegenden zu besuchen oder sich mit Einheimischen zu unterhalten. Ich habe die Ecuadorianer ausnahmslos als sehr offen und hilfsbereit erlebt und war begeistert vom komplett anderen Lebensstil und -gefühl. 

Abends wurde in der Regel Karten oder Tischtennis gespielt, am Lagerfeuer zusammengesessen oder in der "Dschungelbar" Karaoke gesungen, Billard gepielt und gefeiert. Die Wochenenden habe ich gemeinsam mit den anderen Freiwilligen im Dorf verbracht, wo wir uns am Strand von der anstrengenden Woche erholt haben oder geschnorchelt, getaucht gewandert und gesurft sind. Außerdem haben wir die Möglichkeit genutzt eine Woche "frei zu nehmen" um die anderen Inseln zu besuchen, was ein einmaliges Erlebnis war.

Zu meinen schönsten Momenten zählt das Tauchen in mitten einer Schule von Rochen, begleitet von Meeresschildkröten und Hammerhaien im Hintergrund. Aber auch die gemeinsamen Abende am Lagerfeuer oder in der Hängematte, die Sprünge von den Klippen und dem Wasserfall oder die Sonnenuntergänge am Strand werde ich nie vergessen.

Ich würde jedem eine solche Reise empfehlen. Gerade wenn man noch unerfahrener "Traveller" ist, ist es schön am Anfang eine Organisation zu haben die sich um Unterkunft etc. kümmert und eine "Notfalltelefonnummer" bereitstellt. So kann man "lernen" wie eine Backpackerreise funktioniert und dann anschließend an das Projekt noch auf eigene Faust bzw. mit anderen Reisenden das Land erkunden.

Zukünftigen Teilnehmer würde ich raten auf die Galapagosinseln ausreichend Bargeld mitzunehmen, weil dort nur die wenigsten Kreditkarten funktionieren. Außerdem lohnt sich ein eigener Schnorchel und eine Taucherbrille, denn auch wenn die Möglichkeit besteht Ausrüstung kostenpflichtig auszuleihen, ist es praktischer die eigenen Sachen immer dabei zu haben, um die einmalige Unterwasserwelt zu bestaunen."

Erfahre mehr über das Projekt, das Eva H. so begeistert hat: Umweltschutz auf Galápagos in Ecuador